Kapitel 13

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Doch am nächsten Tag kam einer der schlimmsten Tage in meinem Leben. Ich hatte den ersten Streit mit Juli. Und der war nicht ganz ohne. Es sind schlimme Wörter gefallen. Aber nicht nur von mir, wie man annehmen könnten. Und nach diesem ersten Streit folgten immer und immer mehr. Es war als ob wir gar nichts anderes mehr konnten. Nur noch streiten. Und sie wurden immer schlimmer und immer banaler. Ich mein, der eine Streit handelte von Müsli! Wir haben uns über Müsli gestritten! Müsli?! Irgendwie kam es mir so vor, als ob wir all den Frust und die Wut, die wir wegen ganz anderen Situationen hatten, egal wann sie passiert waren, aneinander auslassen würden. Es ging Wochenlang so. Doch dachte ich, dass unsere Beziehung stark genug wäre dies auszuhalten. Das wir es über stehen würden. Doch lag ich da falsch.

Bei unseren letzten Streit hatte er es tatsächlich getan. Ich konnte es immer noch nicht glauben. Wir hatten dieses mal wieder beide Schlimme Sachen gesagt,wirklich wirklich schlimme und dann sagte er es. Er machte Schluss. Und das war für mich schlimmer und verletzender, als alles andere was er gesagt hatte. Ich stand sprachlos da und konnte es nicht glauben. Es zog dann nur an mir vorbei. Er hatte mich danach rausgeschmissen und gesagt, das ich nie wieder kommen soll. Sobald die Tür zu war, fing ich mich wieder. Der Knall weckte mich aus meiner Starre. Und erst da bemerkte ich das meine Wangen feucht waren und ich weinte. Und nachdem mir dies bewusst war, fing ich nur mehr an zu weinen. Ich heulte wie sonst was und meine Beine gaben nach. Es schmerzte so sehr in meiner Brust und ich konnte mich nicht bewegen. Dafür hatte ich keine Kraft.

Erst als Vanessa und Davkna kamen und mich einsammelten, sie trugen mich mehr,als das ich ging, verließ ich das Gelände von Julis Haus. Später erzählte Vanessa mir, dass Joschka sie angerufen hat und ihr alles erzählt hat. Und Vannessa hatte dann Davina verständigt. An dem Tag ließen sie mich beide nicht allein.

Ich winte die ganze scheint und schien nicht aufhören zu können. Es schmerzte einfach so sehr. Ich dachte wirklich wir könnten das durch stehen. Doch er schien das nicht zu denken. Eine Woche hatte ich mich nur in meinem Zimmer verkrochen und verließ es nur, wenn ich aufs Klo musste. Vanessa war in dem Zeit Raum jeden Tag bei mir und für mich da. Und wenn sie es nicht war, war Davina da. Oder Beide. Es schmerzte immer noch doch musste ich weiter machen. Juli meldete sich nicht mehr bei mir und reagierte nicht auf meine Nachrichten. Ich hatte versucht es zu klären. Vielleicht hatte er es nur im Effekt gesagt und nicht so gemeint? Doch er schien kein Bedarf nach einer Aussprache zu haben. Weswegen ich dann lernen musste damit umzugehen und wieder weiter zu Leben. Es sollte wohl nicht sein, also musste ich loslassen. Auch wenn es verdannt weh tat. So wie Davina mir sagte.

Vanessas CousineWo Geschichten leben. Entdecke jetzt