8. Grauenvolle Nachrichten

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21:39 Uhr

Nervös lag Atsumu auf der Liege im Behandlungszimmer. Er umklammerte bei der Scherzwelle seinen Bauch und hielt mit der anderen Hand Sakusas Hand. Er hatte aber auch Angst, weil die Schmerzen sehr heftig waren und Atsumu dachte daran, dass zu früh wäre, da der Termin erst in zwei Wochen wäre. Nicht nur Miya war sehr nervös. Sakusa war ebenso sehr nervös und fühlte sich nutzlos neben seinem Verlobten, der Quallen erlitt. Als die Ärztin den Raum betrat konnten beide, Atsumu und Kiyoomi, aufatmen. "Guten Abend.", begrüßte sie beide und setzte sich auf den Hocker im Raum. Sakusa gab ihr den Mutterpass und nahm sofort wieder Tsumus Hand. Die Ärztin stöberte darüber. "Wie ich sehe zwei Wochen vor dem Termin." "Ist das schlimm?", fragte der MSBY Spieler und drückte die Hand seines Kollegen stärker. "Oftmals kommen Kinder früher, als der Termin es sagt. Bei Zwillingen ist es sogar üblicher, dass sie früher kommen.", erklärte sie ruhig und lächelte dabei. Erleichtert atmete der blonde durch. Es erleichterte ihn ungemein. Auch Omi schien diese Information zu erleichtern. Lächelnd sah die Ärztin beide an. "Ich würde dann jetzt einen Ultraschall machen um zu sehen wie die beiden liegen.", erklärte sie und machte das Ultraschallgerät bereit. Miya zog sich das Oberteil hoch und sah lächelnd zu seinem fast Mann. "Hast du meine Eltern schon angerufen? Und Osamu und Rintarou? Und deine Eltern und Geschwister?", fragte der kleinere, während die Ärztin mit ihrer Untersuchung anfing. "Ich habe es gerade noch so geschafft deine Mutter anzuschreiben. Sie hat den Auftrag von mir bekommen den anderen bescheid zugeben.", antwortete er ruhig und beantwortete jede andere Frage seines Verlobten. Währenddessen entdeckte die Ärztin etwas, was sie sehr beunruhigte. Deshalb beendete sie ihrer Untersuchung und gab Atsumu Tücher um sich sauber zu machen. Lächelnd sah dieser zu seiner Ärztin. "Also? Wie lange dauert es bis die beiden da sind? Es gibt da nämlich Verwandtschaft, die die beiden sehr gerne sehen wollen.", sagte er und machte sich sauber. Doch als Sakusa in das Gesicht sah wusste er das etwas nicht stimmte. "Stimmt was nicht mit den Kindern?", fragte er direkt und Angst stieg in ihm auf. Auch Atsumus lächeln verschwand aus seinem Gesicht, als er seinen Partner das sagen hörte. Stimmte etwas mit den Zwillingen nicht? Atsumu bekam plötzlich richtig Angst und als er die Worte der Ärztin mit einer Erklärung hörte konnte und wollte er nicht glauben was sie da sagte.

21:47 Uhr

Endlich kam die Verstärkung im Krankenhaus an. Aiko war sehr aufgeregt ihren Sohn zu sehen und wollte auch unbedingt mit in Kreißsaal, weil sie selber wusste wie schlimm und schmerzhaft eine Geburt von Zwillingen sein konnte. "Hat Kiyoomi dir endlich geantwortet?", fragte Aiko ihren jüngeren Sohn, als sie den Aufzug verließen. Osamu überprüfte deswegen nochmal sein Handy. Doch dies hatte genauso keine Antwort wie vor fünf Minuten. "Nein.", antwortete er kurz. "Komisch. Er sollte mir doch extra schreiben, wenn es so richtig los geht!", sagte sie frustriert und ging Richtung Empfang der Station. "Vielleicht geht gerade sehr schnell und Sakusa hat keine Zeit zu schreiben.", versuchte Rintarou noch irgendwie die Situation zu retten, da er nicht wollte, dass seine fast Schwiegermutter wütend zu seinem fast Schwager in den Kreißsaal ging. Aiko gab sich damit irgendwie zu frieden und fragte die Dame am Empfang nach ihrem Sohn. Doch die Antwort verwirrte sie sehr. "Wie mein Sohn ist mit meinem Schwager in Spe alleine im Kreißsaal und es soll niemand reinkommen?" Die Empfangsdame konnte die Frage jedoch leider nicht beantworten, da sie es nicht genau wusste. "Vielleicht sollten wir die Ärztin aufsuchen und sie beantwortet uns die Frage.", versuchte Benjiro seine Frau zu beruhigen. "Ist sie das nicht da hinten?", fragte Osamu und deutete auf die völlig fertige Ärztin, die in dem leeren Warteraum saß und fertig mit der Welt war. Vorsichtig setzte sich Aiko zu dieser. Als die Ärztin dies bemerkte zuckte sie zusammen und versuchte sich ein Lächeln aufzuzwingen. Sie hatte schon so viele schlechte Nachrichten ihren Patienten und Patientinnen mitgeteilt, doch warum machte sie diese so fertig? Es war eindeutig der Gesichtsausdruck von Herrn Miya gewesen, den sie niemals mehr vergessen würde. "Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?", fragte sie und versuchte normal zu wirken. Die künftige Oma merkte, dass die junge Ärztin litt. Doch sie musste einfach erfahren, was mit ihrem Sohn und ihren Enkeln war. "Sie... sind doch die Ärztin von meinem Sohn, Atsumu Miya. Uns wurde gerade mitgeteilt, dass er im Kreißsaal alleine ist und das auch alleine mit seinem Lebensgefährten machen will, aber er wollte doch eigentlich, dass ich mitkommen soll. Was ist passiert?", fragte Aiko vorsichtig und sanft nach. Auch Osamu, Benjiro und Rintarou gesellten sich dazu um zu erfahren was los war. Die Ärztin, welche Dr. Machi hieß, atmete tief durch. "Wir... müssen einen durchführen. Das... eine Kind...", kurz musste Dr. Machi schluchzen, aber beruhigte sich schnell wieder, "ist leider verstorben. Es gab eine Störung mit der Plazenta. Sie hat das Kind nicht mehr genährt. Es ist besser für Herrn Miya, wenn er alleine mit seinem Mann das durchsteht." Keiner sagte etwas. Erst rührte sich auch niemand. Aiko befand sich wie in einer Schockstarre und die anderen schwiegen. Ängstlich griff Osamu nach Rintarous Hand, der den Handdruck erwiderte. Der Ladenbesitzer hatte plötzlich Angst um die kleine Haselnuss, die fröhlich vor sich hin wuchs und niemand, außer ihm und Rin, von ihr wusste. Dr. Machi sah auf ihre Uhr und stand dann auf. "Ich... muss jetzt in den Kreißsaal.", sagte sie und wollte gerade gehen, als Aiko etwas sagte: "Sie können nichts dafür. Dafür kann niemand etwas, also machen Sie sich keine Vorwürfe." Leicht nickend ging Dr. Machi Richtung Kreißsaal. 

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