9. Ani Sakusa

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//Achtung: Charaktertod!//
Ich hatte Kapitel 8 nochmal überarbeitet, also solltet ihr verwirrt sein einfach das Kapitel davor nochmal lesen ^^

23:52 Uhr

Trauer, Schmerzen und Angst um sein zweites Kind plackten den jungen Bottom. Außerdem war er genervt von diesem "Nur noch einmal pressen!" oder "Gleich geschafft!", dass stimmte nämlich nicht! Der Schmerz fühlte sich so endlos an und Atsumu war sich sicher, dass er niemals enden würde. Während er am pressen war weinte er die ganze Zeit. Er war gerade dabei das tote Baby zu bekommen. Es machte ihn so fertig. "Ich kann das nicht!", schrie er ständig und wollte das die Schmerzen aufhörten. Wieso tat ein totes Baby nur so heftig weh und wie schlimm würde es nur beim anderen werden?! Sakusa saß die ganze Zeit treu neben seinem Verlobten und wich ihm kein einziges Mal von der Seite. Ihn hatte die Sache mit dem toten Baby zwar sehr zugesetzt, aber er versuchte seine Emotionen so lange zu ignorieren wie es nur ging um seinem Verlobten beizustehen. 

Atsumu, der mittlerweile fast drei Stunden in den Wehen lag, spürte plötzlich das etwas aus ihm herausflutschte. Einen kurzen Moment war es still und es fühlte sich gut an, dass die Schmerzen kurz nachließen. "Zeitpunkt des Todes: 23:52.", sagte die Ärztin. Atsumu war wieder genau im hier und jetzt und wusste was das bedeutete. Das tote Baby war da. Eine der Schwestern ging mit diesem an ein Tisch, wo das Baby gewaschen, gewogen und gemessen wurde. Atsumu konnte das Baby leider nicht sehen. Die Schwester nahm ihm die freie Sicht. 

Vorsicht kam die Schwester mit dem toten Baby auf dem Arm zu den beiden und zeigte ihnen dieses. "Es wäre ein Junge geworden.", sagte sie leicht traurig. Kiyoomi weinte mehr als zuvor. Es machte ihn fertig. Das war sein Sohn! Sein Sohn, der ihm auch noch so ähnlich sah. Wieso durfte er nicht leben?! Er wollte ihn kennenlernen. Für ihn der gute Vater sein! Immer für ihn das sein und mit ihm Zeit verbringen. Alles das tun, was man nie mit ihm gemacht hatte. Er wollte ein guter Vater sein. Doch er durfte für dieses Kind es nicht sein. Die Welt war so ungerecht. Atsumu hingegen sah nur zu ihrem Sohn. Er sah aus als würde er schlafen. Vorsichtig streichelte er über die Wangen des kleinen. Er war so süß. Ganz vorsichtig nahm Tsumu die Hand von Omi und streichelte mit dieser über die Wange des Babys. "Teshi. Er soll Teshi heißen.", beschloss Miya und bekam von Sakusa ein zustimmendes nicken. "Teshi Sakusa. Der Engel.", ihm flossen die Tränen über die Wangen, welche Atsumu lächelnd wegstrich. Diesen kurzen Moment der Schmerzlosigkeit genoss der Setter bis zum letzten Moment aus, den nun würde des erst so richtig losgehen. 

03:09 Uhr

Fünf Stunden und 30 Minuten. Das war die Zeit in der Atsumu Schmerzen über sich ergehen gelassen hatte. Doch es hatte sich gelohnt. Müde lächelnd hielt er seine Tochter im Arm. Sie war etwas klein und besonders viel wog sie auch nicht. Das machte der Mutter Angst. Wieso war sie so leicht? Hatte sie etwa auch nicht genug an Nahrung bekommen? Das Mädchen hingegen machte sich keine Gedanken. Sie schlief fest auf dem Arm ihrer Mama und hatte keine Sorgen. So eine Geburt war genug Anstrengung für beide Parteien. Sakusa hingegen kam wieder in das Zimmer. Er musste vorher mit den Verwandten reden und wurde informiert, dass Teshi nun in einem Bereich im Krankenhaus gebracht, wo er aufbewahrt wurde bis das Bestattungsunternehmen ihn abholen kommen würde. Kiyoomi war leichenbleich, aber setzte sich zu Atsumu ans Bett. "Du siehst müde aus. Du solltest schlafen gehen.", entschied Sakusa, doch sein Verlobter schüttelte nur den Kopf und sah auf seine Tochter herab. "Wieso nicht?" "Weil ich angst habe, dass wenn ich aufwache sie auch Tod ist.", antwortete ihm Miya und schwieg dann. Er hatte fürchterliche Angst, dass sein einziges Kind auch noch sterben würde. Atsumu könnte es nicht ertragen, wenn sie auch sterben würde. Der schwarzhaarige verstand die Angst des älteren. Er selber hatte auch Angst sie zu verlieren, aber hier waren sie im Krankenhaus, wo genug Ärzte und Schwestern auf der Station waren und ihnen jeder Zeit helfen könnten. "Schlaf trotzdem etwas. Es sind Ärzte und Schwestern da, wenn etwas wäre." Atsumu nickte nur etwas und legte seine Tochter vorsichtig in ein kleines Bettchen, was neben dem Miyas Krankenbett stand. Müde legte er sich hin und kuschelte sich in die Decke.

Nach dem sich Sakusa sicher war, dass sein Atsumu schlief ging dieser leise rüber zum Kinderbettchen um einen Blick auf seine Tochter zu bekommen. Sie war klein, etwas dünn, hatte jetzt schon einen Ansatz von schwarzen Haaren. Sie hatte wie er selber zwei Muttermale auf der Stirn. Sie kam eindeutig nach ihm, auch wenn einige Äußerliche Merkmale von Atsumu hatte sah sie Kiyoomi am ähnlichsten. Vorsichtig strich er ihr über die Wange. Sie schlief nur und lebte. Sie würde leben. Das versprach er Atsumu und seiner Tochter. "Ich werde auf dich aufpassen Ani. Dir wird niemals irgendein Leid widerfahren.", sagte Anis Vater und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. 

Ani Sakusa wurde gemeinsam mit ihrer Mutter Atsumu Miya zu den wichtigsten Menschen in dem Leben des Germaphob und er würde sich für sie auch so gut es geht ändern. 

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876 Worte

Namens Bedeutungen:

Teshi bedeutet Engel

Ani bedeutet Kämpferin

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