(POV Akito)
Ich gehe in mein Zimmer zurück, werfe meine blutigen Sachen in den Wäschekorb und lege mich wieder in das Bett, in dem ich so schlecht einschlafen kann. Mensch, ich hätte gedacht, der Kampf bringt mich auf andere Gedanken...aber nach der Situation eben.... Ich bringe meine Gedanken nicht zuende, sondern greife nur in meine Hose und stelle fest, dass sich alles wieder genauso anfühlt wie vor dem Kampf. Dann seufze ich und lecke mir über meine Lippen, um auch noch das letzte Bisschen von Sayoko zu schmecken, bevor ich da weiter mache, wo ich vorher unterbrochen wurde.
Am nächsten Morgen wasche ich schon mal das Blut aus meinen Sachen und packe es in den Wäschekorb um Bad, ganz tief unten, damit mein Vater sie nicht findet. Ich nehme mir die Zahnbürste und putze Zähne, wasche mich mit meinem Waschlappen und kämme dann meine Haare. Sie sind schon wieder fast zu lang... Während ich darüber nachdenke, ob es wohl mal wieder Zeit wäre, zum Friseur zu gehen, kommt mir etwas komisch vor. Wieso platzt meine Schwester nicht ins Bad? Verwirrt gehe ich zu ihrer Zimmertür und klopfe an.
„Sayoko?" frage ich, doch als ich keine Antwort bekomme, beschließe ich einfach reinzugehen. Ich betrete ihr Zimmer und sehe die kleine Sayoko in ihrem Bett schlafen. Ihre roten, lagen Haare sind ganz wild durcheinander. Sie scheint einen wilden Schlaf zu haben. Vorsichtig rüttele ich an ihr.
„Aufwachen, Schwesterchen, es ist Schule." sage ich. Langsam öffnen sich ihre dunklen Augen. Sie sieht zu mir hoch und gähnt. „Wenn du weiterhin so trödelst, kommst du zu spät." erkläre ich ihr.
„Was? Trödeln?" fragt sie verschlafen und greift nach ihrem Handy. Plötzlich springt sie auf.
„Oh Mist!" Auf dem Bildschirm ihres Handys sehe ich die verpassten Wecker und Anrufe von Rina. „Aus dem Weg!" sagt sie, schubst mich beiseite und rennt ins Bad. Ich zucke mit den Schultern, gehe nach unten, frühstücke und warte in der Tür auf sie. Gestresst kommt sie auf mich zugerannt, zieht ihre Schuhe an und rennt mit mir raus.
„Los, komm schon Akito, schneller!" drängelt sie und zieht mich hinterher.
„Hey hey, du bist diejenige die verschlafen hat. Du solltest mir dankbar sein." sage ich.
„Bin ich ja, aber macht es dir gar nichts, dass wir
zu spät kommen?" fragt sie mich hektisch.
„Nö, juckt mich nicht." antworte ich ihr. Sie bleibt stehen, sieht mir in die Augen, schüttelt mit dem Kopf und zieht mich dann weiter voran. Im Gang trennen wir uns, und während sie in ihr Klassenzimmer bricht und sich beim Lehrer entschuldigt, gehe ich so langsam wie ich kann zu meinem. Wenn ich schon zu spät bin, kann ich das auch ausnutzen. Ich gehe noch einmal auf die Toilette, stelle sicher, dass ich die Bücher, die ich für die Stunde brauche, in mein Schließfach tue, damit ich nicht mitmachen muss, und komme dann langsam in die Klasse.
„Akito Sato, du bist zu spät!" sagt mein Lehrer. Ich zucke mit den Schultern.
„Ja sorry. Aber Sie müssen zugeben, das war ich lange nicht mehr." sage ich frech. Ein paar Schüler atmen laut auf und ich spüre den wütenden Blick des Lehrers auf mir, während ich mich so langsam wie möglich auf meinen Platz setze und in meinem Rucksack krame. Mein Lehrer macht inzwischen weiter mit dem Unterricht, und ich verbringe meine Zeit wieder damit, aus dem Fenster, oder zur Uhr zu sehen. Irgendwann höre ich das süße Klingeln der Schulglocke, und schon wird es in der Klasse lauter, als sich alle zu ihren Freunden begeben und sich unterhalten. Ich sehe zu Makoto, einem der einzigen, mit denen ich mich hier unterhalten würde. Aber dieser ist leider grade damit beschäftigt, seine Hausaufgaben für die nächste Stunde fertig zu machen, die er wohl bis jetzt aufgeschoben hatte. Ich störe ihn lieber nicht...vielleicht sollte ich doch zu Sayoko gehen? Die Entscheidung wurde mir erspart, denn ich sehe sie am Eingang meiner Klasse sehen. Im Klassenraum wird es still. Bestimmt kommt sie auf mich zu.
„Akito, ich habe mein Essen vergessen! Gib mir was von deinem." sagt sie zu mir. „Bitte..." fügt sie leise murmelnd hinzu. Ich sütze meinen Kopf auf meine Hand und grinse.
„Soso, die sonst achso gut vorbereitete und immer vorbildliche Sayoko kommt zu ihrem großen Bruder, um ihn nach etwas zu Essen zu fragen? Wie süß." Sayoko wird rot im Gesicht und die Jungs um uns herum atmen erschrocken auf. „Ich habe dein Bitte nicht richtig gehört, kannst du das nochmal wiederholen?" necke ich meine kleine Schwester, der es sichtlich peinlich ist, vor anderen Jungs so von mir behandelt zu werden. Oh, hab ich deinen Stolz verletzt, Schwesterchen? Sayoko krallt sich in ihr Shirt.
„Würdest du mir bitte...etwas zu essen abgeben, Akito? Rina...hat nicht genug für uns beide..." Noch roter im Gesicht sieht sie zur Seite, ihre roten Haare fallen ihr ins Gesicht. Sie ist zu süß. Dann greife ich in meine Tasche und hole meine Brotbox raus. Sie nimmt das Stück Brot an sich, welches ich ihr hinhalte.
„D-Danke, Akito..." murmelt sie leise, bevor sie wieder den Kopf erhebt und stolz durch den Raum zurück wandert. Kleines Prinzesschen. Ich grinse vor mich hin und beiße von der anderen Hälfte Brot ab. Kurz darauf beginnt leider schon wieder der Unterricht.
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My bitey Brother
VampireAls Sayokos Vater von einem Vampir ermordet wurde, begann sie die Ausbildung zur Vampirjägerin. Ihre Mutter hatte in der Zeit einen neuen Freund gefunden, und mit Sayokos neuem Vater bekam sie auch einen Bruder: Akito. Dieser geht nicht nur auch auf...
