Am nächsten Morgen, als ich meine Augen öffnete, erschrak ich mich fast zu Tode. Auf dem Bett neben mir grinste mich ein schon wacher Leo an. Stöhnend drehte ich mich auf den Rücken und strich über mein müdes Gesicht. „Wie spät ist es?" fragte ich und sah zu ihm rüber. „Keine Ahnung. 9 Uhr oder so." Er zuckte mit den Schultern und grinste weiter bis über beide Ohren. Stirnrunzelnd sah ich ihn an. „Was grinst du so?" Doch statt mir zu antworten fing er laut an zu lachen. Kopfschüttelnd stand ich auf und schlürfte auf die Tür zu, wo sich hoffentlich das Badezimmer befand. Und Gott sei Dank konnte ich in wenigen Minuten meine Blase lehren sonst wäre sie sicherlich geplatzt. „Oh Gott." Flüsterte ich als mein Blick in den spiegel wanderte. Jetzt wusste ich auch warum Leo so kake gegrinst hatte. Ich sah aus wie ein Zombie. So gut es ging versuchte ich mich mit blossem Wasser die Mascara von meinen Wimpern zu entfernen und ihr wisst sicherlich, dass das nichts, ausser schmerzen brachte. Ich kriegte die scheisse einfach nicht richtig ab. Seufzend gab ich es auf und so schlimm wie vorher sah es gar nicht mehr aus. Nur die roten stellen vom rubbeln störten mich ein bisschen. „Wann treffen wir die anderen?" Fragte ich beim Verlassen des Badezimmers. Leo sah von seinem Handy hoch. „Sobald du aufgewacht bist hat Jacob geschrieben." Nickend setzte ich mich auf mein Bett und band meine Haare zu einem unordentlichen Dutt. „Das heisst so viel wie, alle anderen sind schon wach und haben auf mich gewartet?" Leo nickte schmunzelnd und tätschelte beim vorbeigehen meine Wange. „Ganz genau du Schlafmütze und jetzt komm. Ich habe den anderen geschrieben das unsere Prinzessin endlich aufgewacht ist." „Warum hast du mich nicht geweckt?" „Das haben wir." „Was heisst wir?" rief ich und drehte ihn am Arm zu mir um, bevor er die Treppe runter gehen konnte. „ Naja zuerst habe ich probiert, dich irgendwie wach zu kriegen, dann Jacob und zum Schluss noch Rois. Aber Mädchen. Du hast geschlafen wie ein Stein." Lachte er und zog mich an der Hand die Treppe runter in die Lobby.
In der Lobby angekommen, liess mich Leo los und zeigte auf die anderen die schon auf uns warteten. „Ich muss noch den Zimmerschlü... Karte abgeben." Zwinkerte er und steuerte auf eine Theke zu. „ Da ist ja unsere Dornröschen." Lächelnd nahm mich Jacob in den Arm und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. „Warum musste ich eigentlich mit Leo ein Zimmer teilen?" fragte ich und ignorierte das Dornröschen. „ Dein Bruder hat gegen Leo beim Schere-Stein-Papier verloren." Äusserte sich Nils und mein Bruder kratzte sich beschämt am Kopf. „ Er hatte nicht locker gelassen und Schere-Stein-Papier ist nicht meine Stärke." Versuchte er sich rauszureden. „Wie viele Male habe ich dir gesagt, dass du am Anfang immer, den guten alten Stein benutzen sollst?" Ärgerte ich mich und klopfte dabei die Faust auf meine Handfläche. Jacob schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. „Wie konnte ich das vergessen?" Ich zuckte mit den Schultern. „Du bist einfach Scheisse. Da gibt es keine gescheitere Erklärung." Grinste ich und wendete mich von ihm ab, da Leo endlich fertig wurde und uns zu sich rief. „ Habt ihr gesehen wie nett meine kleine Schwester sein kann?" hörte ich Jacob sagen bevor er mir folgte.
Draussen blendete die warme Herbstsonne und ich bekam automatisch Gänsehaut. „Wer zuerst beim Auto ist, darf sich etwas Wünschen." Schrie auf einmal Stefan und rannte über die Strasse. Bevor ich überhaupt verarbeiten konnte, was er gerade gesagt hatte, rannten alle wie gestörte über die Strasse und liessen mich vor dem Eingang des Hotels stehen. „Man das war unfair." Beklagte ich mich und kam natürlich als letztes beim Auto an. „Oh nicht weinen süsse. Das nächste Mal wirst du zweit letzte wer weiss." lachte Nils und streckte seine Arme nach mir aus. „Vergiss es." Meinte ich nur und verschränkte beleidigt meine Arme vor der Brust. „Als ob ich dich jetzt umarmen würde." Ich musste mir ein schmunzeln unterdrücken als ich in das Gesicht von Nils guckte. „ Und wenn das meinen Wunsch ist?" fragte er und sah mich lächelnd an. „Dan habe och wohl keine andere Wahl." Freudig schloss er seine Arme um mich und drehte mich im Kreis." „Okay das reicht ich will endlich zurück an den Strand und unser letzten Tag geniessen Leute." Zwitscherte John und setzte sich in Auto. „Eh du kannst mich jetzt runter lassen Nils." Er liess mich runter und ich schritt schnell auf die Beifahrertür zu. „Ach man. Lässt mich einer vorne sitzen. Ich will nicht wieder zusammengequetscht zwischen zwei Affen sitzen." Jammerte ich als ich Stefan und John vorne sitzen sah. Beide schüttelten den Kopf und meinten nur, dass ich gestern vorne gesessen bin und jetzt sie dran wären. Also musste ich mich gezwungenermassen nach hinten setzen und natürlich sass ich neben meinem Bruder und Leo. Wenigsten hatte ich für die Fahrt zurück ein Kissen das sich Bruders Schultern nannte.
DU LIEST GERADE
Meine Familie und ich
HumorWisst ihr wie es ist, in einer wirklich grossen Familie zu leben? Also ich schon und es ist ein Alptraum. Ich, Tara Collins lebe mit meinen fünf Geschwistern und meinen Eltern zusammen in einem grossen Haus irgendwo in England und dann bin ich auch...
