Du sitzt auf einem Baumstumpf und siehst Ukyo dabei zu, wie er mit seinem Bogen übt.
„Scheint dich ja zu interessieren", meint er und sieht dich an „hast du keine Aufgaben zu erledigen?".
„Bin schon fertig", sagst du und stehst auf „zeigst du mir vielleicht wie das geht?".
Du lächelst ihn an.
„Ja, wieso nicht", meint Ukyo und hält dir seinen Bogen hin „ist vielleicht nicht schlecht, wenn du dich etwas verteidigen kannst".
Du nimmst den Bogen und nickst.
„Die Situation spitzt sich wirklich zu in der letzten Zeit", kommt von dir.
Ukyo zieht ein paar Pfeile aus einer improvisierten Zielscheibe und gibt sie dir.
„Du müsstest dir ja schon einiges abgeschaut haben", vermutet er.
„Ja ich denke schon", sagst du und lächelst verlegen „also einfach spannen und zielen?".
„Probier einfach mal", meint Ukyo.
Du spannst den Bogen und schießt an der Zielscheibe vorbei.
„Oh das, das war so nicht geplant", sagst du „man ist das peinlich".
„Ach quatsch, du hast das noch nie gemacht, ist doch klar, dass du es noch nicht kannst", erklärt er dir „ich zeige es dir".
Er nimmt den Bogen, zeigt dir ein paar Schüsse und erklärt dir wie man am besten steht und wie wichtig die Konzentration dabei ist.
Du versuchst es erneut und triffst dieses Mal die Zielscheibe, zwar nicht in die Mitte, aber viel besser als bei dem Versuch davor.
„Das war doch schon viel besser", sagt Ukyo und grinst leicht.
„So gut wie du werde ich nicht", meinst du und seufzt „du bist so talentiert".
„Ich mache das ja auch schon lange", sagt er und legt eine Hand auf deine Schulter „wenn du dich verbessern willst und daran Freude hast, zeige ich dir gern ein paar Tricks".
„Das wäre total lieb von dir", sagst du und siehst ihn an „aber Ukyo, eigentlich hab ich dir heute nur zugesehen, weil ich reden wollte".
„Reden?", hakt er nach „komisch das sowas von dir kommt, reden ja sonst auch kaum".
„Ja ich weiß, aber ist irgendwie wichtig", meinst du.
„(D/N), du machst mich echt neugierig", sagt Ukyo und setzt sich hin „könnte sowieso mal eine Pause gebrauchen".
„Danke, dass du mir überhaupt zuhören willst, überrascht mich etwas", meinst du und setzt dich zu ihm.
„Mhm, dann schieß mal los", sagt er „was ist denn so wichtig".
„Mir ist aufgefallen, dass du auch Bedenken hast", fängst du an „also bedenken, was die Ansichten von Tsukasa angeht".
„Sowas fällt dir auf?", fragt er und schmunzelt „habe versucht das immer zu verstecken".
Du nickst nur.
„Ja, ich finde seine Gedanken völlig falsch, aber noch viel schlimmer ist die Herangehensweise", sagt er „ich werde da nicht mehr lange mitmachen".
„Gut, dass du das sagst, ich hatte das gehofft", meinst du „wir sollten einen Plan schmieden und hier abhauen".
Er sieht dich nur an, es scheint als wäre er in Gedanken versunken.
„Ukyo? Ist irgendwas?", hakst du nach.
Er schüttelt kurz den Kopf und nickt dann.
„Ja wir sollten uns Gedanken machen", beginnt er „aber mich interessiert gerade viel mehr, weshalb du mich durchschaust hast, das konnte noch nie jemand".
„Eh also, ich weiß nicht, ich habe vielleicht eine gute Beobachtungsgabe", vermutest du „oder du warst mal unvorsichtig und hast dich gehen lassen".
„Sowas mache ich nicht", meint Ukyo „ich bin stets wachsam".
„Dann konnte ich vielleicht in dein Herz schauen", sagst du und wirst leicht rot.
Ukyo streicht dir eine Haarsträhne hinters Ohr und lächelt.
„Wäre die Welt noch wie früher, hätte ich dir jetzt gesagt, dass deine Aussage niedlich ist und wir doch mal ausgehen sollten", meint er „hübsch und süß bist du ja und unglaublich nett".
„Danke...", flüsterst du und wirst noch ein wenig roter „wieso denn jetzt nicht?".
„Sagen wir mal eher, jetzt noch nicht", sagt er und kneift dir in die Wange „wer weiß, was die Zukunft bringt".
