KAPITEL 7. Taehyun

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»Wenn ein Mädchen dich fragt, ob du mit ihr Zeit verbringen willst, bedeutet es dann, sie will mit dir befreundet sein?«, fragte ich meinen Bruder, nachdem ich ungefragt in sein Zimmer geplatzt war

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»Wenn ein Mädchen dich fragt, ob du mit ihr Zeit verbringen willst, bedeutet es dann, sie will mit dir befreundet sein?«, fragte ich meinen Bruder, nachdem ich ungefragt in sein Zimmer geplatzt war. Davor hatte ich natürlich noch meinen Rucksack in meinem Zimmer abgestellt und nachdem man mir die mysteriöse Antwort um die Mädchen-Uniform gegeben hatte, kamen neue Fragen auf.

Ich wusste nicht einmal den Namen des Mädchens und es war wirklich überraschend gewesen, dass sie auf mich zugekommen war.

Auch ein bisschen leichtsinnig, immerhin kannten wir einander doch gar nicht.

Mein Bruder legte seine Zeitschrift auf die Seite und ich wollte nicht wissen, was er gerade gelesen hatte. Immerhin prangte auf dem Cover ein leicht bekleidetes, gezeichnetes Mädchen.

»Kannst du nicht lernen anzuklopfen?«, fragte Hyanggu, liegend auf dem Bett. Die Beine hatte er überkreuzt und lehnte an der Wand. Dann seufzte er und richtete sich etwas auf. »Du wurdest von einem Mädchen gefragt, ob du Zeit mit ihr verbringst?«, wiederholte er meine Frage.

»Hast du meine Frage nicht verstanden oder weißt du keine Antwort?«, entgegnete ich, weil ich mir anhand der Zeitschrift auch vorstellen konnte, dass Hyanggu selbst keine Ahnung von Mädchen hatte.

Er zuckte mit den Schultern und lachte dann kurz. »Na ja, wenn die dich fragt, will sie bestimmt nicht nur befreundet sein. Mädchen tun das nicht, sie hat wahrscheinlich wochenlang geplant, dich anzusprechen, du Glücklicher!«

Ich deutete auf die Zeitschrift.

»Und das hast du aus deinem schlauen Heftchen? Hattest du denn schon einmal ein Mädchen, das dich so angesprochen hat?«, wollte ich aus Neugier wissen, denn bislang hatte Hyanggu noch kein Mädchen mit nach Hause gebracht. Da aber unsere Mutter immer gleich von Hochzeiten sprach und unser Vater oft dumme Sprüche hören ließ – die ich manchmal nicht verstand – konnte ich mir vorstellen, warum mein Bruder noch nie eines mit nach Hause gebracht hatte.

Nicht einmal ich würde das Mädchen herbringen.

Er verdrehte die Augen und setzte sich auf in den Schneidersitz. Das Haar hing ihm wirr in die Stirn und ich fragte mich, ob er mit diesen Heften ein verzerrtes Bild einer Frau hatte. Ich hatte bereits mehrere Studien darüber gelesen, wie die Darstellung der Frau in Social Media die Gesellschaft allmählich zerstören würde.

War mein Bruder dabei, sein Frauenbild zu zerstören?

»Ich war derjenige, der die Mädels immer ansprach«, sagte er, aber weder reuevoll noch stolz. Jedenfalls konnte ich nichts davon in seinem Ausdruck erkennen. »Weil Mädchen, besonders hier in Südkorea, meist nicht den ersten Schritt machen. Du hattest also das Glückslos gezogen, sieht sie denn gut aus?«

Ich seufzte.

Woher sollte ich das denn wissen?

Gab es einen Vorsatz, wie eine Frau auszusehen hatte, um sie als attraktiv zu bezeichnen?

𝐓𝐇𝐄 𝐓𝐈𝐄𝐒 𝐖𝐄 𝐁𝐈𝐍𝐃: 𝑆𝑤𝑒𝑒𝑝𝑒𝑟Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt