Bevor einer von uns etwas sagt, kommt Lukas zu mir und umarmt mich. Diese Umarmung hält nur wenige Minuten, bis er mich fragt: „Wie gehts dir? Hab es von Celine gehört, tut mir leid für dich" „Es geht. Ich brauche einfach nur Ablenkung und dann sollte es gehen" „Ok ... du weißt das du mich immer Anrufen kannst nh?" ich nicke ihm zu. „Ich hab hier noch etwas für dich ... Ich wusste nicht, ob du das noch magst, deswegen hab ich noch etwas anderes mit hereingelegt ..." Lukas überreicht mir eine Tüte wo eine Dose Cola, Kinder maxi King und noch mehr süßes drinnen ist. Aber am süßesten ist, der kleine kuschel Bär von ihm, der sonst immer unter seinem Kopfkissen liegt.
Ich schaue ihn mit großen Augen an und schließe ihn in meine Arme. „Danke ... Aber das ist doch deiner", flüstere ich in sein Ohr. Wir lassen uns los und er antwortet: „Der Bär war immer in meinen schlimmsten Zeiten bei mir und jetzt beschützt er dich ..." Das ist echt süß von Lukas und ich hätte nie gedacht, dass er sowas machen würde. Ok, irgendwo hätte ich es mir doch gedacht. „Mehr wollte ich auch nicht. Ich gehe dann wieder. Wir sehen uns nachher" sagt er, bevor er aus der Tür verschwindet.
Ich drehe mich zu Celine um, die mich anlächelt. „Ist er nicht süß", sagt sie verträumt und lässt sich mit den Rücken auf ihr Bett fallen. Ich verdrehe lächelnd meine Augen und setze mich zu ihr auf das Bett. „Was machen wir jetzt eigentlich?" „Also, ich hab mir gedacht, dass wir jetzt erst einmal einen schönen langen Spaziergang machen und bei einem Café haltmachen. Dann gehen wir schnell Snacks und Getränke holen und treffen uns mit den Jungs auf dem Dach", mit dem Plan bin ich einverstanden und Celine macht sich schnell fertig. Ich schaue während dessen noch schnell auf mein Handy, in der Hoffnung, dass Cem endlich geantwortet hat, aber vergebens. Nichts. Genau dasselbe wie vorhin.
Celine ist fertig und reißt mir mein Handy aus der Hand, mit der Begründung: „Hör auf! Er ist nicht wichtig. Ich weiß, dass es weh tut, aber du hast gerade andere Probleme" ich nicke „Wir können ja bevor wir die Snacks holen bei Cems Freunden vorbeigehen und fragen was mit ihm ist" ich nicke wieder und wir stehen gemeinsam auf. Wir schnappen uns unsere Taschen, ziehen unsere Schuhe an und gehen raus.
Bei dem Spaziergang reden wir über Gott und die Welt, was echt nötig war. Nicht nur, weil uns beiden viel auf dem Herzen lag, sondern mich auch auf andere Gedanken zu bringen. Auch beim Café redeten wir die ganze Zeit als hätten wir uns Jahre nicht gesehen. Wir haben bezahlt und machen uns auf den Weg zum Park, um bei Cems Freunden vorbeizugehen.
Dadurch, da das Café nah am Park ist, dauert es auch nicht lange, bis wir dort waren. Vom weiten hört man auch schon Cems Freunde und die Musik. Es sind nicht viele da, weil es erst 16 Uhr ist, aber die engsten von Cem. Wie gesagt, Celine hat einen laaangen Spaziergang geplant.
Wir wollen gerade zu denen gehen, als ich Celine zum Stoppen bringe. „Ist das da nicht Cem?" „Wo? ... Oh ..." Celine dreht sich zu mir und schaut mir in die Augen. „Leyla ..." „Nein, ist schon gut ... gibt bestimmt einen plausiblen Grund, warum er mir nicht antwortet. Aber trotzdem will ich etwas checken" Ich krame darauf hin mein Handy aus der Tasche und wähle seine Nummer. Vom weiten sieh man, wie Cem sein Handy aus seiner Hosentasche holt und draufschaut. Meine Freude, die sich aufgebaut hat, sinkt direkt wieder, als ich die Mailbox höre. Er hat einfach aufgelegt. Celine guckt mich einfach an. „Willst du dahin gehen?" „Und ihm die Genugtuung geben? Eigentlich nicht" „Und eigentlich ist kein Wort" Ich nicke zustimmend und wir gehen weiter.
Aber in Sichtweite von Cem vorbei. So wie ich es erhofft habe, höre ich vom weiten wie er meinen Namen ruft, aber die Genugtuung gebe ich ihm nicht und laufe mit Celine stur weiter. Wir gehen zum Kiosk und holen die Snacks und die Getränke und machen uns auf den Weg zu den Gropius Blöcken.
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Sonne und Beton
FanfictionEs geht um ein Mädchen, dessen Vater im Gefängnis saß. Sie und ihre Mutter wohnten bis sie 7 war in Gropius. Im selben Wohnblock wie Lucas. Als sie 7 war, wurde ihr Vater aus dem Gefängnis entlassen und sie zogen weg. Zogen aber wieder zurück, weil...
