Six ( Part three)

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 Weil er den Gefallen um den sein Muggel-Freund ihn gebeten hatte als so wichtig wahrgenommen hatte. Weil er ihn in gewisser Wiese über seine Familie gestellt hatte- es war nicht fair das zu behaupten, und doch entsprach es irgendwo der Wahrheit. Also nein- er war nie allzu beliebt gewesen. Anfangs wegen seinem  Vater, später wegen seiner Faszination mit dunkler Magie. Viele seiner Mitschüler waren der Meinung gewesen, er wäre ein wenig zu fasziniert davon. Einigen von ihnen war er unheimlich gewesen. Viele machten in den späteren Schuljahren einen ordentlichen Bogen um ihn, und ihm war das Recht gewesen. Es war ihm lieber gewesen, jeden auf einer Armlänge Abstand zu halten. Es war ihm lieber gewesen, nur wenige Leute zu haben, denen er nahe stand- und selbst von diesen schein ihn immer irgendwas getrennt zu haben. Selbst die, die er tatsächlich als Freunde bezeichnet hatte, hatten ihn nie ganz verstanden- vielleicht war es seine Gabe als Seher gewesen, die dazu beigetragen hatte, ihn dermaßen von Anderen Abzugrenzen.

Die Tatsache, dass er mehr sah, mehr wusste als sie, dass einige von ihnen so viel unbeschwerter wirkten als er, der sich ab und zu fühlte, wie zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her gerissen. er, der schon so lange wusste, auf was sie zusteuerten. Mit was die Zaubererwelt konfrontiert werden würde. Er war ein guter Schüler, ein überdurchschnittlicher Schüler gewesen. Seien Noten waren im oberen Bereich gewesen, und nicht selten kamen die Lehrer auf sein Talent zu sprechen. Einige seiner Mitschüler bewunderten ihn dafür. Andere beneideten ihn dafür, und wiederum Andere sahen es als weiteren Anlass, ihm möglichst aus dem Weg zu gehen. alles in Allem trug es eher weniger zu seiner Beliebtheit bei- nicht selten bezeichneten seine Mitschüler ihn aufgrund dessen- und vermutlich auch aufgrund seiner her distanzierten Art- als arrogant. Als abgehoben.

Als jemanden, der sich für etwas Besseres hielt- ihn hatte es nie allzu sehr interessiert, was sie über ihn tuschelten. Sollten sie doch. Letzten Endes hatten sie vielleicht nicht ganz Unrecht- immerhin war er nicht ganz wie sie, was wohl auch der Grund für diesen unüberwindbaren Graben war, der zwischen ihnen geherrscht hatte. Schließlich war er schon immer besonders gewesen, und das nicht nur aufgrund seiner Gabe als Seher. Seine Leistungen zeigten es, sein Talent was die Zauberei anging zeigte es. Es hatte ihn nicht allzu sehr interessiert, wenn andere Schüler sich die Mäuler über ihn zerrissen hatten.

 Es hatte zwar durchaus Schüler gegeben, mit denen er gut klar gekommen war- immerhin besaß er eine gewisse Höflichkeit, die ihm von klein auf beigebracht worden war, und immerhin konnte er im Umgang recht charmant erscheinen. Er hatte schon immer eine gewisse Begabung gehabt, was Worte anging- aber trotzdem unterschieden seine Mitschüler und er sich durch irgendwas so sehr, dass die meisten seiner Kontakte oberflächlich blieben. Das die meisten seiner Freundschaften oberflächlich blieben. Und an Allem, was über eine Freundschaft hinaus ging, hatte er noch weniger Interesse gehabt. Weder an einer richtigen Beziehung, noch an den sinnfreien, einmaligen Sachen, mit denen einige seiner Mitschüler sich während der späteren Schuljahre vergnügt hatten- Gellert selbst hatte den Sinn dahinter nie verstanden. Er hatte so etwas schlicht nicht nötig gehabt . Viele hatten auch darüber die Augen verdreht- behauptet, dass er sich für zu gut dafür hielt. Vielleicht stimmte das auch- aber letzten Endes hatte er auch einfach Besseres zu tun gehabt.

Er hatte mit dem Beginn seiner Pläne zu tun gehabt. Mit dem recherchieren über die Magie- nicht zuletzt auch über dunkle Magie, was ihm letzten Endes zum Verhängnis geworden war, hatte es doch indirekt zu seinem Rauswurf geführt. Außerdem hatte er dieses Bedürfnis, jemandem dermaßen nah zu sein nicht ganz verstanden. Warum er sich dermaßen verletzlich zeigen sollte. Warum man so viel Nähe- auf sämtlicher Art zulassen sollte. Also ja. Den Großteil seine Lebens, insbesondere seines Schullebens hatte er als Einzelgänger verbracht. Es war ihm lieber gewesen- Immer und immer wieder hatte er sich gesagt, dass es ihm lieber war, dass es besser war, wenig Kontaktpersonen zu haben, dass es besser war, seinen Weg alleine zu gehen. Denn dann musste man sich um niemanden Sorgen machen. Man musste sich nicht darüber den Kopf zerbrechen, ob einem jemand seiner Freunde in den Rücken fallen, zum Problem werden würde.

The Enemy // GrindeldoreWo Geschichten leben. Entdecke jetzt