» Chapter Thirteen «

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Gerade als ich dabei war einzuschlafen, hörte ich wie Clay sich bewegte. Aus irgendeinem Grund machte es mich wieder hellwach und läutete alle Alarmglocken in mir. Als müsste ich auf Patrouille sein und dürfte ihm meinen Rücken nicht einmal zukehren. Wie sollte ich unter diesen Umständen hier je schlafen können?

Ich drehte mich leicht zur Seite, um zu schauen, was er tat, doch erschrak leise in mir, als ich sah, dass er nicht mehr mit seinem Rücken und nun viel näher an mir lag. Er schien jedoch immer noch zu schlafen, seine Augen waren geschlossen. Ich versuchte ein Stück noch näher mich an meine Bettkante zu legen, doch das funktionierte nicht, da ich sonst bei der kleinsten Bewegung auf dem Boden liegen würde.

Ich versuchte einfach die Tatsache auszublenden, dass er direkt hinter mir lag und schloss die Augen in der Hoffnung ich würde schnell einschlafen und gerade als ich wieder kurz davor war, hörte ich ihn nicht nur sich erneut bewegen, sondern spürte seinen Körper direkt dicht an meinem, ehe er einen Arm über mich legte und wäre das nicht schon genug gewesen, vergrub er sein Gesicht in meinem Nacken, während sein Atem auf meiner nackten Haut an einer meiner empfindlichsten Stellen mir eine bittere Gänsehaut beschaffte.

Ich schluckte, war wie gelähmt und nicht in der Lage zu reagieren, wie ich es mir eigentlich geschworen hatte. Alles worauf ich mich konzentrieren konnte war sein Körper direkt an meinem und seine Atmung an meinem Nacken, während seine Hand über meinem Bauchbereich lag. Mein Puls stieg mit jeder Sekunde an, während ich das Gefühl bekam nicht mehr atmen zu können vor lauter Schreck.

Was sollte ich tun? Ihn wecken? Ihn einfach zurückstoßen? Noch nie hatte ich mich so hilflos wie in diesem Moment gefühlt. Schlief er wirklich und tat es unbewusst oder war es volle Absicht? Ich konnte die Situation nicht einschätzen, ich sah sein Gesicht auch nicht, doch das war vielleicht auch besser so.

Als ich bemerkte, wie seine Hand sich lockerte, fiel sie direkt auf meinen Intimbereich über der Decke und das war mir zu viel. Ich stieß mich selbst tatsächlich die Bettkante hinunter und landete auf dem harten Boden. Ich schaute zu Clay hinauf, er bewegte sich nicht und seine Augen waren noch immer geschlossen. Egal ob er schlief oder nicht, ich würde mich nicht zurück ins Bett legen, das war's!

Ich stand auf und lief leise ins untere Badezimmer, da ich das obere nicht benutzen wollte, ehe ich irgendjemanden aufweckte. Ich stieß mir mehrmals kaltes Wasser ins Gesicht und versuchte mich zu beruhigen, doch alle zwei Sekunden spielte sich das Ereignis von eben vor meinen Augen ab. Statt dass sich mein Gesicht, mein ganzer Körper, abkühlte, wurde es immer wärmer. Unerträglich warm.

Ich stützte mich auf dem Waschbecken ab und lauschte meiner Atmung, als würde ich frisch vom Joggen kommen. Was zur Hölle war da passiert und wieso zum Teufel hatte ich nicht reagiert? Tat er es wirklich unbewusst im Schlaf? Obwohl er doch wusste, dass ich neben ihm lag und nicht eine seiner Tussis?

Mein Puls beruhigte sich nicht. Gar nichts beruhigte sich, mit jeder Minute wurde es einfach nur schlimmer. Mit meinen Händen fuhr ich mir schon frustriert übers Gesicht. Was war das alles nur, was in letzter Zeit passierte? Und den Gedanken, dass ich es auch nur für eine Sekunde genossen hatte, war das Allerschlimmste an der Sache. Wie konnte ich seine Nähe auch nur ansatzweise genießen?

Ich legte mich unten auf die Couch und versuchte dort zu schlafen. Die Rückenschmerzen mussten dann einfach ausgehalten werden. Zurück zu ihm konnte ich unter keinen Umständen. Diese Nacht war der reinste Alptraum, so wenig Schlaf wie ich auch bekam.


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𝒮𝒽𝒾𝓃𝑒 𝒜𝓃𝒹 𝒮𝓅𝒶𝓇𝓀𝓁𝑒Where stories live. Discover now