» Chapter Thirty-One «

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,,Du kutschierst ihn schon zur Schule? Wow'' kam es von Finn als dieser mich sah und auf mich zukam. Er war in Begleitung eines Freundes, dem ich einen Blick würdigte, der ihm sofort mitteilte, dass er verschwinden sollte, was er auch ohne ein Wort zu sagen tat. Finn schaute ihm irritiert hinterher, ehe sein Blick wieder auf mir landete.

Ich machte einen Schritt auf ihn zu, legte meinen Arm um seine Schulter und zog ihn ein paar Meter weiter vom Tor entlang mit mir. Seinen Angstschweiß konnte ich jetzt schon riechen.
,,Was ist denn los?'' fragte er gespielt ahnungslos und hob für einen Moment verteidigend seine Hände. Ich musterte ihn und versuchte, die Ruhe zu bewahren. Solange er mir keinen trächtigen Grund gab, ihm eine herein zuhauen, ging ich Georges Bitte nach.

,,Mich würde mal gerne interessieren, wie du auf die Idee kommst, George so eine scheiße über uns zu erzählen'' fing ich also in einem ruhigen, dennoch passiv-aggressiven Ton an.
,,Ach komm schon, das war doch nur ein kleiner Spaß. Ich kann doch nichts dafür, wenn er so sensibel ist und es zu ernst nimmt'' sagte er.
,,Muss ja ein lustiger Spaß gewesen sein, wenn du dich deshalb selbst mit seinem Freund prügelst.''

,,Der Typ ist einfach auf mich losgegangen, das war nicht meine Schuld'' hob er erneut verteidigend die Hände und langsam machte es mich wahnsinnig rasend wie sehr er versuchte sich herauszureden.
,,Hmm, seltsam. Soweit ich weiß, lag es unter anderem daran, dass du ihn meine Bitch genannt hast'' lächelte ich ihm zu.
,,Hey man, so war das doch nicht gemeint'' wurde er langsam nervös. Ich machte einen großen Schritt auf ihn zu.
,,Pass besser auf, bevor ich dich zu meiner Bitch mache'' flüsterte ich ihm ins Ohr, woraufhin sich sein Körper krampfhaft anspannte. Finn kannte mich nicht erst seit gestern. Er wusste, dass ich es ernst meinte. Auch wenn auf eine andere Art und Weise.

Nachdem ich ihm auf die Schulter geklopft hatte und mich umgedreht hatte, um zu gehen, hörte ich ihn doch noch etwas sagen, was die Ruhe in mir völlig verblassen ließ.
,,So gelogen war es doch aber auch nicht. Alle sind nur Bitches für dich und bei ihm wird es nicht anders sein. Oder hast du plötzlich in einer deiner Schlampen deine große Liebe gefunden?''
Ich drehte mich um und holte währenddessen mit meiner Faust aus, die direkt in seinem Gesicht landete. Er flog zwei Schritte zurück, während ihm sein Rucksack von der Schulter flog und seine Nase begann zu bluten.

,,Sei froh, dass er mich gebeten hat, es nicht eskalieren zu lassen'' entgegnete ich ihm mit einem finsteren Blick, doch seine große Klappe schien ihm wohl noch nicht verflogen zu sein.
,,Wie gnädig von einer Tunte wie ihm bemitleidet zu werden.'' Ich schüttelte den Kopf und trat ihn zu Boden. Gerade als ich ihm noch eine verpassen wollte, tauchten plötzlich zwei Lehrkräfte hinter mir auf, die vom Parkplatz kamen. So versah ich mich im Schulgebäude im Flur eines Direktors wieder, der nicht einmal meiner war.

,,Wie ist dein Name?'' fragte dieser mich, nachdem ich vor ihm an seinem Schreibtisch gesessen und er mich gemustert hatte.
,,Ich wüsste nicht, was Sie das anginge. Ich bin kein Schüler dieser Schule'' entgegnete ich ihm.
,,Richtig und dennoch hast du dich hier aufgehalten und einen meiner Schüler körperlich angegriffen.'' Ich verdrehte die Augen.
,,Dann sollten Sie ihren Schülern Respekt und Anstand beibringen'' sagte ich, was ihn zum lachen brachte.

Er schaute sich etwas auf seinem Pc an.
,,Clay Cardenas?'' sagte er plötzlich meinen Namen.
,,Der Sohn von Dean Cardenas?'' Ich gab ihm keine Antwort.
,,Dein Vater ging auf diese Schule, als ich in mein erstes Jahr als Direktorat begonnen hatte. Er war ein ausgezeichneter Schüler, an den man sich gerne erinnert. Es wundert mich, dass sein Sohn nun vor mir sitzt, der kein Schüler dieser Schule ist.''

,,Wie ich sehe, gehst du auf die benachbarte Schule. Wissen Sie denn, wo du dich stattdessen gerade befindest? Anscheinend hast du vor dein Sportstudium bald zu beginnen, ob eine gemeldete Schlägerei in der Akte so gut kommen würde?'' Wollte der Typ mir etwa drohen?
,,Was soll der Mist hier?'' fragte ich ihn.
,,Ich möchte, dass du dich ab sofort von unserer Schule fernhältst. Sollte ich dich noch einmal hier sehen werde ich den Vorfall deiner Schule melden'' kam es im abgehobenem Ton von ihm.
,,Sonst noch was?'' stieß ich unbekümmert aus, ehe ich aufstand und den Raum verließ.


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𝒮𝒽𝒾𝓃𝑒 𝒜𝓃𝒹 𝒮𝓅𝒶𝓇𝓀𝓁𝑒Where stories live. Discover now