99 Bucky Barnes & Steve Rogers

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Bucky's Sicht

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Bucky's Sicht

„Mister Barnes", ertönt die Stimme von Doktor Raynor nach einer Weile Stille.

In Gedanken versunken hebe ich meinen Kopf an und lege ihn schief. Mein Nacken schmerzt höllisch, was von dem konstanten Blicken auf den Boden kommen könnte, weil ich es nicht aushalte, Doktor Raynors durchdringenden Blick länger als fünf Sekunden zu unterliegen. Dann fühlt es sich so an, als würde sie die Gedanken von mir lesen können und genau das ist, was ich aktuell am aller wenigsten gebrauchen könnte.

„Glauben Sie wirklich, dass es Ihnen weiterhelfen wird, wenn sie nicht mit mir reden, sondern Ihre Zeit nur hier absitzen?"

Sie dreht den silbernen Kugelschreiber zwischen ihren Fingern und dabei kann ich beobachten, wie das Sonnenlicht, welches durch die Gardinen fällt, sich darauf spiegelt.

„Ich habe gelesen, dass allein die Tatsache, dass man sich einer Therapie unterzieht, schon viel helfen kann".

Sie stöhnt genervt und öffnet das Notizbuch.

„Nein, kommen Sie schon, Doc. Nicht das Notizbuch", flehe ich sie augenblicklich an und bemerke, wie mein gesamter Körper sich verspannt.

„Wenn Sie nicht reden, dann schreibe ich", stellt sie klar und macht einen ersten Stichpunkt.

„Na gut", bringe ich hervor und sie klappt das Notizbuch sofort wieder zu.

Ich atme eine Weile ein und aus, während ihr Blick mich durchbohrt.

„Es geht noch immer um diese Frau, richtig?"

Mit gekünsteltem Lächeln sehe ich sie an.

„Sie ist nicht irgendeine Frau, Doc".

Sie zieht ihre Augenbrauen hoch und legt ihre Sachen neben sich auf dem Beistelltisch ab.

„Es macht mich wahnsinnig und schlaflos, dass ich nicht weiß, wo sie ist".

Starrend sehe ich wieder einmal zu Boden.

„Ich hatte Steve versprochen, dass ich auf sie aufpasse, wenn er weg ist".

„Wo ist er hin", unterbricht ihre Stimme mich.

Eine Weile überlege ich, wie ich es ihr am besten erklären kann. Schließlich habe ich selbst die Denkweise meines besten Freundes nicht verstanden und nachvollziehen können.

„In die Vergangenheit gereist", sage ich also kurz und knapp, aber der spitze Blick von Doktor Reynor deutet darauf hin, dass ihr das nicht genug Erklärung war.

„Er hatte schon immer ein Herz für beide", stammle ich also.

„Für wen?"

„Für Peggy und für Christine".

Doktor Reynor nickt das ab und zückt einen Block, auf den sie beide Namen zu schreiben scheint.

„Er reiste in der Zeit zurück, weil er dachte, er hätte sich falsch entschieden, als er es musste".

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