Ein neues Leben

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Kyos Sicht:

Ich krallte mich ins Laken und unterdrückte einen Schrei.
,,Ich halte das nicht aus. Nie in Leben!" biss ich meine Zähne zusammen.

,,Du machst das gut, Kyo" hörte ich Shizunes sanfte Stimme.

,,Kakashi?" brachte ich kaum heraus.
Sofort versuchte ich mich wieder auf meine Atmung zu konzentrieren.

,,Er wird kommen, Kyo" versicherte Shizune mir.

Ich wollte nicken, war aber unfähig.
Ich konnte nicht anders, als an den Schmerz zu denken, der mich durchdrang.

Verzweifelt biss ich auf meine Lippen.

Plötzlich hörte ich die Tür sich öffnen.
Sofort öffnete ich meine Augen.
,,Kakashi?" Meine Stimme war nicht mehr als ein heißeres Laut.
Doch es waren nur zwei weitere Krankenschwestern.

,,Kyo, du hast es fast geschafft. Es sind nur noch ein paar Presswehen" hörte ich Shizune sagen.

Jeder Atemzug war ein quallenvoller Kampf.
Wann endet das endlich?
Wann ist es vorbei?

Ich schenkte Shizune einen flüchtigen Blick.
Shizune schaute kurz zu mir, bevor sie wieder besorgt auf die Geräte schaute.

Wieder schrie ich. Mein Körper konnte nicht mehr.

,,Was ist los?" zitterte ich.
Ihr Gesichtsausdruck machte mir Angst.

Sie kam näher an mich heran.,,Dein Blutdruck ist sehr hoch. Wir müssen dein Baby schnell herausholen, um dein Leben und das deines Kindes zu retten. Wir müssen einen Kaiserschnitt durchführen" erklärte sie mit ruhiger Stimme.

,,Was?" Sofort bekam ich Panik.

,,Dein Körper ist zu erschöpft, um weiterzumachen" erzählte sie.

Ich nickte.,,Tut, was ihr tun müsst" versuchte ich weiterhin mein Atem unter Kontrolle zu bekommen.

Während Shizune sich den Krankenschwestern zu drehte, um weitere Anweisungen zu geben, stiegen mir Tränen in die Augen.
Ich hatte Angst. Unfassbar viel Angst.

,,Kakashi" flüsterte ich verzweifelt.
Dass er nicht hier war, war ein unerträglicher Schmerz.

Ich konnte die Umgebung kaum noch wahrnehmen.
Deren Worte nahm ich nur noch gedämpft wahr.

,,Kyo!" Die Tür öffnete sich plötzlich.

,,Kakashi" wollte ich meine Hand nach ihm ausstrecken. Doch ich war zu schwach.

Sofort kam er zu mir.
,,Tut mir leid, dass ich so spät komme" ergriff er meine Hand.,,Aber ich bin jetzt hier. Wir schaffen das. Du schaffst das."

Trotz der Schmerzen, konnte er mir mit seiner Anwesenheit Schutz geben.

,,Wir fangen mit der Betäubung an" konnte ich Shizunes Stimme aus den vielen Reizen herausfiltern.

Es war schwer, überhaupt etwas zu verstehen.
Das Klopfen meines Herzens klang viel zu laut. Mein Atem und der Druck auf den Ohren, dämpfte alle anderen Geräusche.

Kakashi schaute immer wieder zu Shizune und dann zu mir.

,,Ich habe Angst" versuchte ich seine Hand zu drücken, was aber nicht so ganz funktionierte.
,,Das ist verständlich. Aber du bist stark. Du hast es bald geschafft."

,,Kyo, wir werden dir jetzt etwas geben, um die Schmerzen zu lindern" kam es von Shizune.
Ich nickte nur schwach.

Einer half mir, mich etwas zu bewegen, damit sie die Injektion besser durchführen konnten.
Ich spürte den kurzen Stich und dann kam langsam ein kribbelndes, unangenehmes Gefühl, das sich in meinem unteren Körperbereich ausbreitete.
Langsam ließen die Schmerzen etwas nach.

Ein VersprechenWo Geschichten leben. Entdecke jetzt