Kyos Sicht:
Langsam öffente ich meine Augen. Ich blinzelte einige Male.
Stück für Stück kamen die Erinnerungen zurück.
An die schmerzhaften Wehen und den Kaiserschnitt. Daran, dass ich Angst um Nyokos Leben gehabt hatte.
Nyoko!
Sofort suchte ich den Raum ab.
Kakashi stand am Fenster. Nyoko lag in seinen Armen.
Es war schön, ihn so zu sehen.
Vor allem, dass Nyoko einen Finger von Kakashi hielt, sah putzig aus.
,,Das ist das Niedlichste, was ich jemals gesehen habe."
Sofort schaute Kakashi zu mir. Eine Mischung aus Glück und Erschrockenheit lag in seinem Blick.
,,Du bist wach?! Wie geht es dir?"
,,Erschöpft" antwortete ich.
Sofort ging mein Blick zu dem kleinen Baby, das immer noch Kakashis Finger festhielt.,,Wie geht es ihr?“
,,Sie ist besessen von meiner Hand" lachte Kakashi.
Dann übergab er mir Nyoko.
,,Hallo, kleine" lächelte ich.
Mit ihren großen, schwarzen Augen schaute sie mich erschrocken an. Sofort fing sie an zu weinen.
„Was ist denn los?" bekam ich sofort Panik.,,Hey Nyoko. Es ist alles gut. Ich tue dir doch nichts" war ich total überfordert.
Es tat im Herzen weh und machte mir Angst, sie weinen zu sehen.
,,Du hast gar nichts falsch gemacht. Das ist nur alles überwältigend für Nyoko" setzte Kakashi sich an die Bettkante.
„Sie soll nicht weinen. Ich will, dass sie glücklich ist" sprach ich meine Gedanken ausversehen laut aus.
Vorsichtig wiegte ich sie hin und her. Aber Nyoko beruhigte sich einfach nicht.
„Kakashi, nimm du sie bitte" hielt ich ihm überfordert Nyoko entgegen.
Als Kakashi Nyoko entgegen nahm, hörte sie sofort auf zu weinen.
Sie schaute ihren Vater mit großen Augen an und kam zur Ruhe.
Entgeistert beobachtete ich die Situation.,,Euch zwei kann man jetzt schon nicht mehr trennen" seufzte ich.
Kakashi lächelte sanft.,,Sie muss sich einfach noch an dich gewöhnen, Kyo."
„Da sterbe ich fast bei der Geburt und du bevorzugst deinen Vater" funkelte ich Nyoko kurz böse an.
,,Tja, ich war es aber auch, der wusste, dass es eine Tochter wird" grinste er, während er Nyoko weiter hin und her wog.,,Und ich habe den Namen ausgesucht."
„Den Punkt gebe ich dir. Auch wenn ich mir ganz sicher war, dass es ein Junge wird" gab ich nach.
Kakashi schmunzelte, legte Nyoko dann aber vorsichtig auf meine Brust, während er sie immer noch hielt.„Halt mit fest."
Ich nickte und hielt fest.
Als sich Nyokos und meine Augen wieder trafen, wurden ihre Augen wieder größer.
Sofort fing sie an zu wimmern.
Sofort spürte ich wieder das plötzliche Gefühl von Hilflosigkeit.
Ich möchte, dass sie sich geborgen und sicher fühlt.
Es war ein unerklärliches Gefühl in mir, dass nicht damit umgehen konnte, dass Nyoko weinte.
„Hey Nyoko, es ist alles gut. Du bist bei deiner Mutter" sprach Kakashi.
„Du bist bei mir sicher" fügte ich hinzu.
Langsam beruhigte Nyoko sich. Ihr Wimmern verschwand.
„Wie kann man nur so klein und hilflos wirken?" sprach ich meine Gedanken wieder laut aus.
„Weil sie genau das ist."
Böse funkelte ich Kakashi an.,,Das hättest du nicht antworten sollen."
Wieder schmunzelte Kakashi.,,Trotzdem ist sie stark. Genauso wie du, Kyo."
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Ein Versprechen
FanfictionSeit Jahren hat Kyo keinen festen Wohnsitz. Geld hat sie nicht, deswegen gibt es für sie keine andere Möglichkeit als zu stehlen. Doch was passiert, wenn sie eines Tages erwischt und dann nach Konohagakure gebracht wird? Wird sie dort bleiben und v...
