„Selbst wenn ich den Willen hätte zu fliehen - ich wüsste nicht wohin."
Weit entlegen der Galaxis und fernab von jeglichen Karten der Republik
liegt ein Planet. Geprägt von endlosen Sandwüsten und Wasser nur tief unter der Erde fließend. So karg und...
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Pabu war eine Insel, umgeben von den unendlichen Weiten des Ozeans. Mit geweiteten Augen sog Nari die ungewohnte Umgebung ein und Neugierde überkam sie. "Wir setzten jetzt zur Landung an." Erklang Gunns Stimme aus dem Cockpit während Arctic mit seiner Uniform beschäftigt war. Er hob seinen Blick und gab ein "Verstanden." von sich, ehe seine braunen Augen auf ihre trafen.
„Ist es auch Ihr erstes mal Commander?" Erkundigte sich Nari schließlich und der Klon nickte schwach. "Ich habe von Pabu gehört, allerdings ist dieser Ort irrelevant für die Republik." "Sie sollten hier einen Urlaub verbringen." Entgegnete Nari und ein emotionsloses Lachen entfloh den Lippen ihres Gegenübers. "Wir haben keine Urlaube." Stellte er fest und die Ci'vai verzog ihr schönes Gesicht zu einer Grimasse. "Die Methoden der Republik sind äußerst interessant." Murmelte sie schließlich mit einem spitzen Unterton.
Ein Ruck unterbrach ihr Gespräch und zischend öffnete sich die Tür des Transporters. Gut gelaunt stolzierte Arza an ihnen vorbei und steckte ihren Kopf aus dem Schiff. "Oh wie sehr ich gute Luft vermisst habe." Bemerkte sie schließlich und schloss die Augen: "Und die Sonne..." Vergnügt machte sie einen eleganten Satz nach unten, dicht gefolgt von Gunn. "Tatsächlich sehr schön." Gab er schließlich leise zu, doch sein Blick verharrte einen Moment zu lang auf der Twi'lek, bevor er der Landschaft galt.
Der Commander und die Koshla Vaam machten sich daran, ihnen zu folgen. "Oh wow." Entfloh es Nari leise, als sie den Blick schweifen ließ. "Es sieht aus wie ein Paradies." Fügte sie hinzu und warf einen Blick zu Arctic, welcher mit strammer Haltung hinter ihr stand. "Unser Kontaktmann." Bemerkte die Schmugglerin und deutete auf einen älteren Humanoiden, welcher mit zielsicheren Schritten auf sie zu steuerte. "Arza!" Entkam es ihm mit einem breiten lächeln und mit größtem Erstaunen beobachteten die übrigen Anwesenden, wie sich die Beiden umarmten. "Das ist Shep Hazard, er ist der Bürgermeister dieses Ortes." Erklärte die Twi'lek und der Hüne nickte. "Arza und ich kennen uns schon sehr lange. Du musst Nari sein, nicht wahr?"
Zögerlich erwiderte die Ci'vai den Handschlag und Hazard wandte sich nun ebenfalls zu den Soldaten. "Es freut mich euch kennenzulernen. Ihr seid hier ebenso willkommen, wie jeder andere." "Das ist sehr freundlich, danke. Jedoch können wir nicht lange fortbleiben ohne Verdacht zu erwecken." Lehnte der Commander freundlich, doch bestimmt ab. "Klone..." Hazard seufzte schwer, bevor er sich wieder an Arza wandte. "Du bist erwachsen geworden." Stellte er fest und hatte einen Ausdruck auf seinem Gesicht, den Nari stark an ihren eigenen Vater erinnerte.
Ein Stich durchzog ihr Herz, als sie an ihre Heimat dachte. Würde sie ihre Leute jemals wieder sehen? Oder würde sie für immer einsam von Planet zu Planet wandern? Sie war die Einzige, die die Koordinaten kannte um Cygnus zu erreichen. "Und du bist alt geworden." Entgegnete die Twi'lek grinsend. "Wir sollten etwas essen und uns ausruhen. Dann können wir schnellstmöglich wieder aufbrechen." Schlug sie an die Klone gewandt vor. "In Ordnung." Murmelte Arctic und die kleine Gruppe folgten dem Bürgermeister.
Nach einer üppigen Mahlzeit hatte Nari eine Unterkunft vorgestellt bekommen, welche sie dankend annahm. Es war klein, doch sie war mehr als zufrieden - besonders weil sie einen Blick auf die unendlichen Weiten des Ozeans hatte. Gemeinsam mit Arctic hatte sie sich daran gemacht, einen Plan zu erstellen.
Arza währenddessen hatte sich zurückgezogen und lauschte dem leisen Rauschen der Wellen, während der Wind ihre Lekku umspielte. Schritte erklangen im Sand und ohne sich umzudrehen wusste sie, dass es der Null Arc war. "Gunn?" Fragte sie ruhig und hörte, wie er den Helm absetzte. "Woher wusstest du das ich es bin?" Wollte er wissen und sie rollte mit den Augen. "Ich bitte dich, wir kennen uns seit 4 Jahren." "Woher kennst du den Bürgermeister?" Er ignorierte ihre Aussage und Arza seufzte. "Das übersteigt unsere geschäftliche Beziehung." Entgegnete sie dann scherzhaft und erhielt einen genervten Blick.
"Er nahm mich damals auf." Sagte sie dann schließlich. "Ich wusste nicht das du auf Pabu aufgewachsen bist." Verwundert hob er die Augenbrauen: "Deine Akte sagt..." Arzas Ausdruck brachte ihm zum Schweigen. "Ich war ein kleines Mädchen als Jabbas Leute mich mitnahmen." Führte sie seinen Satz fort. "Das stimmt."
Gunn schwieg, sein Blick ruhte auf Arza, während sie verloren aufs Meer starrte. Ihr Körper war angespannt, als würde sie sich auf einen Kampf vorbereiten, der nie endete.
„Wie bist du entkommen?" Seine Stimme hatte die gewohnte Neutralität, doch Arza hörte das leichte Knirschen seiner Handschuhe, als er die Finger zu Fäusten ballte. Ein trockenes Lachen entfloh ihr. "Wieso fragst du? Willst du eine Erfolgsgeschichte hören? Es gibt keine heroische Geschichte. Kein großer Plan, kein gewagter Ausbruch. Ich wurde an Piraten verkauft. Irgendwann strandeten wir auf Pabu, dort nahm mich Shep Hazard auf. Er zahlte eine hohe Summe an Kredits."
Gunns Blick verhärtete sich für einen Moment, bevor er den Kopf leicht senkte und zur Seite schaute. Das Rauschen der Wellen füllte die unangenehme Stille zwischen ihnen.
"Warum interessiert dich das überhaupt?" fragte sie herausfordernd, die Arme vor der Brust verschränkt. "Hast du neuerdings angefangen, dir Sorgen zu machen?"
Er schüttelte den Kopf. "Ich sorge mich nicht. Ich will nur wissen, mit wem ich mich in den Abgrund stürze und wie vertrauenswürdig du bist."
Die Twi'lek schnaubte verächtlich. "Wie du meinst. Irgendwann jedoch wirst du dich entscheiden müssen, ob du nur mein Geschäftspartner bist... oder ein Freund."
Der Audruck auf den Gesicht des Klons wurde noch eine Spur kälter, doch seine Augen verrieten ihn. „Mach dir keine falschen Hoffnungen, Twi," murmelte er und zog den Helm wieder auf. "Ich bin nicht hier, um zu fühlen." Mit diesen Worten drehte er sich um und verließ den einsamen Strand.
Arza blieb zurück und blickte ihm nach. "Nein," flüsterte sie leise zu sich selbst. "Aber du fühlst trotzdem."