Dienstag
Nachdem ich von der Schule nach Hause kam und etwas gegessen hatte, machte ich mich auf den Weg zu Jonas. Wirklich gut kannte ich mich hier noch nicht aus, aber diese Straße war ganz in der Nähe, das hatte ich gegoogelt und deswegen beschloss ich zu laufen. Ich hätte vielleicht daran denken sollen, dass meine Orientierung nicht die beste ist. Ich lief öfters die gleiche Straße entlang, bis ich irgendwann die Harrlestreet erreichte. Jetzt nur noch die Nummer suchen. Da ist es. Es war wirklich ein schönes Haus, nicht all zu groß doch klein auch nicht. Ich ging zur Tür und klingelte.
"Hey!", begrüßte mich ein strahlender Jonas und umarmte mich. Ich erwiderte die Umarmung. Als wir uns voneinander lösten sprang plötzlich ein größerer Hund auf mich zu, so dass ich einen kleinen Schreck bekam und fast zu Boden viel.
"Bella!", schrie Jonas den Hund an. "Komm von ihr runter!"
Sie hörte auf ihn und entfernte sich von mir.
"Tut mir leid. Sie freut sich immer, wenn jemand Fremdes kommt.", meinte er entschuldigend.
"Macht doch nichts. Ich mag Hunde."
"Das ist gut, wir müssen nachher mit ihr rausgehen, da meine Eltern und mein Bruder nicht da sind. Wenn das in Ordnung geht."
"Ja, natürlich."
"Willst du etwas trinken?"
Ich nickte und wir gingen in die Küche.
"Danke"
Wir redeten schon einige Zeit als er plötzlich ein Thema ansprach.
"Also du und Aiden scheint euch ja ziemlich gut zu verstehen.", sagte er sarkastisch.
"Haha. Lustig. Du weißt, dass ich ihn nicht wirklich leiden kann.", sagte ich mit dem Kopf nach unten gerichtet und wurde zum Ende immer leiser. Jonas guckte mich mit großen Augen an.
"Warte, du magst ihn oder irre ich mich jetzt?", fragte er vorsichtig.
"Nein.", kam es schnell aus meinem Mund, vielleicht ein wenig zu schnell.
"Also ja.", lächelte Jonas mich an.
Ich spürte wie mir die Röte ins Gesicht schoss.
"Das muss dir nicht peinlich sein. Du kannst mir vertrauen. Es ist doch nichts Schlimmes, sich zu verlieben.", sagte er ruhig.
"Warte. Nein, Jonas, ich habe mich nicht verliebt. Er ist ein riesiger Arsch, der einfach meine Nerven auf die Probe stellt. Ja, ich mag ihn vielleicht mehr als vorher aber verliebt? Nein. Es hat sich zwischen uns irgendwas geändert, aber das war es auch schon.", erzählte ich ehrlich.
"Okay, hör zu. Ich bin wirklich kein Fan von Aiden, aber wenn Du ihn magst oder mehr solltest Du es Dir eingestehen. Du kannst auch nichts dafür, dass Du so empfindest. Es wäre vielleicht besser, wenn es ein anderer wäre aber Hey ich steh hinter Dir damit Du das weißt.", gab er ehrlich zu.
"Danke." sagte ich und er schien überrascht.
"Wofür das?"
"Das du mir deine ehrliche Meinung gesagt hast."
"Das ist doch selbstverständlich."
"Nein. Nicht für alle."
Ich löste mich aus der Umarmung. Er lächelte mich an. Nach dieser Unterhaltung redeten wir noch eine Weile weiter. Ich erfuhr, dass er einen kleineren Bruder hatte. Und vor kurzem hatte er auch eine Freundin. Er meint aber, dass es nicht so besonders war, weil sie wohl eine ziemliche Zicke sein soll. Wir redeten über unnützes Zeug, lachten und alberten viel herum.
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Perfect Idiot
Teen FictionWas soll man ohne Mutter machen? Ohne Freunde, die dir zur Seite stehen? Richtig, da hilft wohl nur ein Neustart. Zoey Brooks, 16, hatte sich ihr Leben wohl etwas anders vorgestellt. Nachdem ihre Mutter gestorben war, wusste sie nicht mehr weiter. G...
