Kapitel 40

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Sonntag - Zoey's Sicht

Ich schloss unsere Haustür auf und betrat den Flur. Würden mein Vater und mein Bruder nicht Zuhause sein hätte ich vermutlich geschrien. Geschrien vor Freude. Die letzte 24 Stunden konnte ich zu den besten meines Lebens zählen. Dieser Junge macht mich verrückt. Er brachte mich zum Lächeln und scheiße nochmal, er konnte Gitarre spielen. Jedes Mal als ich zurück an die Situation dachte, fing mein Herz wieder schneller an zu schlagen. Das Grinsen von meinem Gesicht wieder weg zu bekommen war wohl unmöglich. Und...

"Zoey?", fragte Logan.

"Äh ja?", fragte ich zurück.

"Alles klar?"

"Jap.", er beäugte mich skeptisch.

"Wirklich?"

"Es ist alles bestens."

"Lass dich nicht verarschen."

"Oh, das sagst du mir jeden Tag. Langsam weiß ich was ich tue. Vertrau mir."

"Tu ich. Ich sag es ja nur."

"Ja. Hab dich auch Lieb.", meinte ich und schlenderte in die Küche zu meinem Vater.

"Hey Daddy.", begrüßte ich ihm und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

"Na. Du siehst so glücklich aus."

"Vielleicht, weil ich es bin."

"Darf ich wissen warum?" Ich grinste, doch schüttelte leicht meinen Kopf.

"Ich geh hoch.", kündigte ich meinem Bruder und meinem Vater an.

Beide lächelten mich an oder sollte ich sagen, sie lachten mich aus. Darf man nicht glücklich sein? Ich schmiss ich auf mein Bett und lächelte an die Decke. Meine Kleidung roch nach ihm. Alles an mir roch nach ihm und nach Schweiß. Am liebsten würde ich diese Kleidung nicht mehr verlassen, aber ich glaube, das wäre ein wenig ekelig. Gerade spult sich wieder der letzte Abend in meinem Kopf ab. Seine Lippen auf meinen. Mein Kopf an seinem schnellen Herzschlag. Meine Arme um seinen Körper. Sein Geruch. Gott, dieser Junge machte mich fertig. Ich griff nach meinem Handy und tippte die Nummer von Jolie ein.

"Na du.", begrüßte ich sie über Facetime lächelnd.

"Was ist mit dir denn los?", fragte sie als sie mein strahlendes Gesicht sah. "Aiden?", kam gleich danach.

Daraufhin fing ich gleich noch mehr an zu strahlen und fing an ihr von allem zu erzählen.

"Verdammt man. Wie süß ist das bitte?", fragte sie aufgeregt als ich ihr alles erzählt hatte.

"Frag ich mich auch."

"Oh man, ich gönne dir das so, glaube mir und-", sie wurde durch eine Stimme im Hintergrund unterbrochen.

"Ohh.", stöhnte sie auf. "Süße, ich muss auflegen, wir wollen irgendwohin und... keine Ahnung was meine Mum da redet.", lachte sie. "Viel Glück morgen. Und mit Aiden natürlich."

"Danke. Lieb dich.", ließ ich sie wissen und legte auf.

Schnell schnappte ich mir andere Kleidung, obwohl ich wirklich gerne in meinem jetzigen geblieben wäre und sprang in die Dusche. Nach einer guten halben Stunde war ich fertig geduscht und stand nun in meinem Zimmer vor meinem Spiegel und flechte mir meine Haare. Ein paar Locken morgen, würden ja nicht schaden. Ein wenig nervös wegen morgen war ich schon. Ich meine, ich musste über Aiden reden. Was weiß ich, was passieren wird. Vielleicht würde ich umkippen, weil es mir peinlich war. Was, wenn ich was Falsches sage. Ich hatte meinen Text schon verfasst, doch ganz zufrieden war ich damit noch nicht. Deswegen setzte ich mich noch einmal daran und änderte es noch einmal um und schrieb noch einige Sachen dazu. Doch viel mehr interessierte mich was er über mich geschrieben hatte. Ich musst noch lange warten, bis ich es zu erfahren bekomme. Wir waren morgen erst um drei Uhr dran. All diese Gedanken schwirrten in meinem Kopf herum. Am Abend legte ich mich schließlich gemütlich in mein Bett und schloss meine Augen. Doch richtig einschlafen konnte ich nicht. Es war jetzt 23 Uhr und ich lag immer noch wach. Plötzlich blinkte mein Handy auf. Ich nahm es und augenblicklich strahlte ich wieder.

Perfect IdiotWo Geschichten leben. Entdecke jetzt