T6~Essen!

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Erst als wir ein Räuspern hören, fahren wir auseinander. "Ich störe äußerst ungern, aber ich war noch einkaufen. Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, es gab einen Stau, ich habe mir Sorgen gemacht, schließlich ist es ganz schön kalt, aber offensichtlich waren meine Sorgen unbegründet.", sagt er verlegen. "Ich habe euch Decken mitgebracht und Pullover. Naja und ich habe gedacht, was zu essen wäre auch nicht schlecht." Er holt eine dampfende Tüte hervor. "Essen!", rufe ich erfreut, denn ich habe wirklich Kohldampf. Ich springe auf und renne zu Aiden, der eine der Decken auf dem Boden ausgebreitet hat (die Tür der Hütte ist übrigens zu). Er setzt sich mir gegenüber hin, sodass er das Bett und Lorent im Rücken hat. Aus der Tüte holt er zwei weitere kleinere Tüten. "Kommst du auch, Lorent?", fragt er über die Schulter nach hinten gewandt. Lorent schüttelt nur den Kopf. Aiden zuckt nur mit den Achseln und reicht mir dann eine kleine Tüte. Darin ist ein halbes Hähnchen. Gierig mache ich mich darüber her, schließlich habe ich heute nichts gegessen, außer meinem Frühstück. Als ich einigermaßen satt bin und meine Hände saubergemacht habe, frage ich Aiden, warum er an unsere Schule gekommen ist und uns entführt hat. Er antwortet nicht sofort.

POV Aiden:

Was soll ich jetzt nur sagen? Ich weiß selbst nicht, warum ich es getan habe. "Weißt du Emma, Liebe verändert einen Menschen und lässt ihn manchmal dumme Dinge tun. Ist man deshalb ein schlechter Mensch?" Sie schaut mich verständnislos an. Doch dann scheint sie es zu verstehen. "Du bist verliebt und hast uns deshalb entführt?" - "Gewissermaßen. Also es ist so: Ich habe mich in eine Frau verliebt, naja, wir sind auch zusammen, aber ich habe nicht genug Geld, um eine Hochzeit zu bezahlen." - "Und deine Familie?" - "Sie wollen nichts davon hören. Meine Freundin, sie ist nicht ganz gesund, ist ja egal, jedenfalls kann meine Familie sie nicht leiden. Und sie, also meine Freundin, hat keine Familie mehr. Darum bin ich auf mich allein gestellt. Und das einzige, was mir eingefallen ist, war eine Entführung. Das ist das Dümmste, was ich je getan habe..."

POV Emma:

Aiden redet noch weiter, aber ich höre ihm nicht mehr zu. Es bewegt mich mehr als ich zugeben möchte. Aiden erscheint mir plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ich habe schließlich auch einige dumme Dinge getan, weil ich in Lorent verliebt war, bzw immer noch bin... Ich werde aus meinen Gedanken gerissen, denn Lorent ist aufgestanden und schleicht sich an Aiden ran. Er will ih, eine überziehen! Die Zeit reicht nicht mehr, um ihn zu warnen. Ich springe auf und schmeiße Aiden um. Da er nicht damit gerechnet hat, schaffe ich es. Er knallt mit dem Rücken auf den Boden und ich falle auf ihn. "Was sollte das?", schnauzt er mich wütend an. "Lorent wollte dich niederschlagen.", antworte ich schulterzuckend. Aiden schaut mich verwirrt an. Doch dann sieht er Lorent mit erhobener Hand im Raum stehen. "Gut. Danke. Kannst du dann jetzt bitte von mir runtergehen?" Ich erröte leicht und stehe auf. "Warum hast du es nicht zugelassen?", fragt er dann. "Keine Ahnung. Wir hätten ja eh nicht abhauen können. Meilenweit gibt es nichts anderes als Schnee. Außerdem finde ich dich sympathisch." Und diesmal meine ich es auch so.

POV Aiden:

Sie meint das ernst?!? Sie mag mich wirklich? Ich dachte vorhin, dass das nur ein Scherz gewesen wäre. Aber anscheinend war es keiner. Es tut mir so unendlich leid, was ich ihr angetan habe. Ich habe ihren Freund - ich nehme an, dass es ihr Freund ist, schließlich haben sie sich vorhin als ich reinkam geküsst - angeschossen und ich habe sie entführt und in diese Hütte gesteckt, in der sie beinahe erfroren wären. Ich will ihre Eltern erpressen, um an Geld zu kommen und trotzdem scheint sie mich nicht für einen schlechten Menschen zu halten. Warum? Warum ist sie nur so verdammt freundlich und rettet mich vor ihrem Freund, der mich niederschlagen will? Ich weiß es nicht.

"Wenn niemand mehr was essen will, geh ich dann mal wohl besser.", sage ich dann, weil ich sehe, dass Lorent mit Emma reden will. Es hat allerdings den Anschein, als ob er mich nicht dabei haben möchte. Emma schaut mich traurig an. "Ich komme morgen zum Frühstück, ok?" Sie nickt und lächelt mir zu. Warum ost soe nur so verdammt freundlich? Ich habe sie immerhin entführt! Schnell verlasse ich die Hütte und verriegele sie von außen.

Mein Leben - schlimmer als ein AlptraumGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt