P☆rn$tar Martini III

85 3 11
                                        

Der Dämon runzelte irritiert die Stirn, strich sich dann jedoch besorgt über den geröteten Nacken.
„Nein? Wie darf ich das denn nun verstehen?"

Hatte sich Aziraphael doch den Kopf gestoßen?
Dabei hatte er ihn doch wirklich mit all seiner Kraft festgehalten ...

Der Engel lächelte verlegen ... die Schrecksituation von eben fast wieder vergessen.

„Tut mir leid, Crowley...", schnell biss er sich auf die Lippe, ehe er leiser weitersprach und doch genau darauf achten musste, dass seine Stimme nicht brach.
„Ich habe dir leider nicht richtig zugehört... ich denke, ich bin noch immer nicht richtig wach..."

Ja, träumen... das tat er wohl wirklich noch... hatte er sich doch noch vor wenigen Sekunden vorgestellt, wie es sich wohl anfühlen würde, würden die Lippen seines Kollegen über seinen nackten Körper gleiten... Ja, war er denn noch zu retten?!

Zudem waren sie eben einem fast noch größeren Unglück gerade so entgangen...

Der Dämon sah den Engel eindrücklich an... dessen Wangen leicht gerötet waren und dessen Atem schneller geworden war...
Seine Nähe war dem Engel wohl unangenehm, oder warum war er nun so rot geworden?
Hatte er sich doch etwas getan?
Vielleicht zu viel Salzwasser geschluckt?

Aziraphael sah aber auch verdammt unschuldig und fast schon sexy aus, wenn er ihn so ansah...

Dem musste er auf den Grund gehen...

Des Engels Augen huschten schnell von des Dämons Gesicht zu dessen nasser Brust und wieder hinauf... was den Dämon verschmitzt grinsen und ihn näher an den Engel herantreten ließ.

„Ich habe dich soeben gefragt, ob ich dich später auf einen Entschuldigungs-Cocktail einladen darf... da ich gestern eine nette Bar gesehen habe, die dir gefallen könnte... aber wie es aussieht, benötigst du zunächst einmal eine etwas andere Abkühlung... so wie deine Wangen glühen."

Wenn dieser Engel nur wüsste, was sein Anblick mit ihm machte... wie gerne er ihn nun an sich ziehen und selbst einmal an dieser Lippe knabbern würde... seine Hände, wie sie durch seine blonden Locken fuhren... und sein Stöhnen, das nur ihm zuteilwerden würde, genießen...

Schnell trat er einen Schritt zurück, so als hätte er sich verbrannt...
Würde er ihm noch näher kommen, so könnte das eine ganz schön peinliche Angelegenheit für sie beide werden... spürte er doch, wie sich sein Verlangen auch nach außen hin allmählich bemerkbar machte.

Grinsend spritzte er etwas des kalten Wassers in des Engels Richtung und lachte leise auf, als der Blonde schließlich mit einem entsetzten Quieken zur Seite sprang und ins Straucheln geriet.
Blinzelnd strich sich Aziraphael das Wasser aus dem Gesicht.
„Crowley!"

Der Dämon lachte laut auf.
„Empfindlich?"

Der Engel schüttelte den Kopf. Konnte er doch nicht glauben, wie er sich hatte so aus der Fassung bringen lassen... wegen ein wenig Wasser...

„Na, warte!" Eilig schwamm der Engel auf ihn zu.
Doch Crowley war schneller.
Er war untergetaucht, hatte kurz an Ort und Stelle verweilt, nur um einen Moment später hinter dem Engel wieder aufzutauchen und eine Hand spielerisch über dessen Arm gleiten zu lassen.

Aziraphael keuchte überrascht auf.
Fiel ihm doch jetzt erst auf, wie nah ihm der Rothaarige tatsächlich gekommen war.
Sein Herz schlug schneller...

„Du bist unmöglich!", rief der Engel überrascht aus und wartete auf des Dämons Reaktion.

Dieser jedoch stand weiterhin regungslos vor ihm und ertrank doch beinahe in des Engels blauen Augen.

Vorsichtig hob er eine Hand zu des Engels Gesicht, ehe er sie schnell wieder sinken ließ...

Aziraphale sah den Dämon irritiert an, ehe er lächelnd ebenfalls ein wenig Wasser in Crowleys Richtung spritzte.

Laut lachte der Engel, bis zu jenem Moment, als Crowley eilig auf ihn zuschwamm und ihn schließlich mit seinem Blick an Ort und Stelle fesselte.
Seine Augen loderten, und ein Verlangen lag in ihnen, das den Rothaarigen vor ihm noch gefährlicher wirken ließ.

Crowleys Hände legten sich auf des Engels Schultern, ehe er sanft mit seinen Fingern über des Engels Schlüsselbein strich und schließlich liebevoll seine Hände an die Seiten seines Oberkörpers legte, nur um zu testen, wie weit er wirklich gehen könnte.

„Und du bist ... erstaunlich nervös", flüsterte der Hagere ruhig... der Engel meinte fast, sich verhört zu haben... war das Rauschen der Wellen des tiefblauen Wassers doch mit einem Mal lauter als zuvor...

Aziraphale merkte, wie ihm heiß wurde. Sein Herz schlug schneller, und mit jeder weiteren... noch so kleinen Berührung... sei es die Finger, die ihn streiften... oder des Dämons warmer Atem auf seiner Haut, fühlte es sich an, als würde er in Flammen stehen und doch gleichzeitig ertrinken.
Sein Mund glich einer Wüste...

„Crowley...", flüsterte er, so leise, dass nur der Dämon es hören konnte.

„Hmm?", erwiderte Crowley, sein Gesicht nur noch einen Hauch von Aziraphales entfernt.
Ihre Nasenspitzen berührten sich fast.

„Du sagst das so... als würdest du das Gefühl nur zu gut kennen."
Aziraphale schluckte schwer.

Er wollte sich wegdrehen, wollte seinen inneren Frieden wahren... und doch konnte er es nicht.

Nicht, wenn dieser Mann da war, mit diesen bernsteinfarbenen Augen, diesem Grinsen, diesem Körper, der ihn aus der Fassung brachte und ihn Dinge fühlen ließ, nach denen er als gottesfürchtiger Mann niemals streben sollte... der ihn an sich zog wie ein Magnet.

Crowleys Hände glitten über seinen Rücken, sanft, aber bestimmt, und Aziraphale spürte das prickelnde Knistern von Haut auf Haut durch das Wasser.
Jeder kleine Kontakt war ein Flüstern, ein Versprechen von noch mehr Nähe.
Von Verlangen und Sehnsucht... nach mehr.

„Du bist unmöglich", wiederholte Aziraphale, diesmal sanfter, ein kleines, nervöses Lachen entkam ihm.

Crowley neigte den Kopf, grinste verschmitzt und trat noch näher.
„Und du bist... eine wahre Augenweide, Engel."

Noch bevor der Engel etwas hätte erwidern können, fand er sich auch sogleich unter der Wasseroberfläche wieder... hatte Crowley ihn doch mit sich nach hinten und in die Fluten gezogen.

Verstört riss Aziraphael die Augen auf und stieß eine große Menge kleiner Blasen aus, die auch sogleich ihren Weg an die Wasseroberfläche fanden.

Er konnte ihn spüren...
Nah an sich gedrückt.
Wäre da nun kein unnötiger Stoff zwischen ihnen...
Aziraphaels Brust brannte.
In einer fließenden Bewegung zog Crowley ihn wieder mit sich an die Oberfläche, wo der prustende Engel schließlich zitternd Luft holte.

Das Meer war unruhig geworden... und die Sonne schon seit einiger Zeit untergegangen.
Die Luft wog schwer über ihnen.
Und die ersten Tropfen fielen dem Blonden groß und schwer auf die Nase.

„Wir sollten uns beeilen."
Crowleys Stimme nahm einen ernsten Ton an.
„Beeilen? Wegen eines Sommerregens?"
Der Dämon nickte und fischte nach seinem Surfboard, das noch immer auf den Wellen trieb und sich doch in der letzten Stunde keinen Zentimeter von der Stelle bewegt hatte...

Ein Wunder... wenn man es so wollte.

„Schau..."
Interessiert sah der Engel in des Dämons Richtung, in jene, auf die dieser mit ausgestrecktem Arm zeigte...
„Ein Gewitter zieht auf..."

Erst jetzt fiel des Engels Blick auf die grauen Wolken, die den Nachthimmel verschleierten und träge wie eine Herde Schafe über ihnen vorüberzogen.

Aziraphael verzog das Gesicht... war er doch nun, wo der Rothaarige langsam in Richtung des Strandes schwamm, ein wenig enttäuscht.

„Kommst du, Engel?"

Sein Kosename ließ Aziraphael schmunzeln...

Dann setzte auch er sich langsam in Bewegung und schwamm in gleichmäßigen Zügen zum Strand.

Killer QueenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt