P☆rn$tar Martini I

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Die Sonne stand hoch über der kleinen Insel und tauchte alles in warmes, goldenes Licht.
Palmen bewegten sich raschelnd im Wind, und irgendwo über dem Meer riefen ein paar Möwen.

Aziraphale zog ächzend seinen Koffer über den steinigen Weg und versuchte, den dumpfen Schmerz in seinen Armen zu ignorieren.
Bei den anderen Touristen, die aus dem Flugzeug gestiegen waren und ihr Gepäck schließlich beim Gepäckband abgeholt hatten, hatte das ziemlich einfach ausgesehen...

„Urlaub... endlich Urlaub", murmelte er leise, als er den Hütten immer näher kam.

Nach all den Jahren ... nein, Jahrtausenden... in denen er Wunder gewirkt, Menschen zum Guten bekehrt und himmlische Befehle befolgt hatte, hatte er beschlossen, dass sogar ein Engel einmal eine Auszeit brauchte.

Zwei Wochen nur Ruhe.

Ein kleines Strandbungalow... das Meer...
Und keine himmlischen Missionen im Namen Gottes.

Keine Engel, die ihm in den Ohren lagen, und keine Dämonen, die ihm Ärger bereiteten oder ihn in den Wahnsinn trieben.

Seine Gedanken wanderten zu den bernsteinfarbenen Augen, der tiefen Stimme und den starken Händen seines „Kollegen".

Was dieser wohl nun trieb?
Na ja, eigentlich konnte ihm das ja egal sein...
Schnell schüttelte der Engel den Kopf.
Nein, dieses Mal wollte er sich nur auf sich selbst konzentrieren...
Auf den Strand, das Meer und vielleicht auch auf das ein oder andere gute Buch...

Als die kleine Veranda seines Bungalows vor ihm auftauchte, atmete er erleichtert aus.
Die Hütte war genau so idyllisch, wie es die Bilder versprochen hatten...
Ein Strohdach, Holzstufen, Palmen ringsherum und das stetige Rauschen des Meeres ganz in der Nähe.

Perfekt...

Schnaufend zog er den Koffer die letzten drei Stufen hinauf. Dann holte er den kleinen Schlüssel aus seiner Westentasche und steckte ihn in das rostige Schloss.

Klack.

Er drehte.

Nichts.

Aziraphale runzelte verwirrt die Stirn und versuchte es dann noch einmal.

Klack... klack.

Doch die Tür blieb fest verschlossen...

„Das darf doch nicht...", murmelte er rau und strich sich müde über das blasse Gesicht.
Das konnte er nun wirklich nicht gebrauchen...

Er zog den Schlüssel heraus, betrachtete ihn prüfend und steckte ihn wieder ins Schloss.

Er passte... eindeutig...
Und doch bewegte sich diese vermaledeite Tür keinen Millimeter!
Energischer drehte er den Schlüssel hin und her, rüttelte an der Tür und versuchte, sie sogar mit der Schulter aufzustoßen.
Doch das Holz schien selbst unter seinem Gewicht nicht nachgeben zu wollen...
Ein leises Räuspern hinter ihm ließ ihn schließlich in seiner Bewegung innehalten.

„Kann ich Ihnen vielleicht helfen?"

Genervt fuhr Aziraphale herum.
„Nein, ich denke nicht, dass Sie mir-,"
Er brach mitten im Satz ab.

Vor ihm stand ein Mann, der offensichtlich gerade vom Schwimmen wieder gekommen war.
Seine roten Haare waren noch feucht und fielen ihm in lockigen Wellen über die Schultern.
Salzwasser glänzte in kleinen Tropfen wie abertausende Diamanten auf seiner Haut, und die runde, schwarze Sonnenbrille verdeckte seine feurig gelben Augen, die selbst nun durch das dichte Schwarz der Gläser zu strahlen schienen.
Er trug nur eine dunkle Badehose... und grinste.
Dieses verdammte Grinsen...

Killer QueenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt