Waren sie doch noch eben gemütlich gelaufen, so rannten sie nun und versuchten, den kalten Tropfen zu entkommen....
Ein Sturzregen war über ihnen hereingebrochen und hüllte alles um sie herum in eine dichte graue Wolke ein.
Der Regen prasselte lautstark auf die Blätter, und die Pauken des Himmels schlugen dazu im Takt.
Lila Blitze durchzogen die Luft, schlugen in das schwarze Wasser ein, während der Wind die Wellen immer höher trieb.
Sommerregen.... dachte Aziraphael leise bei sich ... und war doch nun mehr als froh, auf seinen Begleiter gehört zu haben.
War seine anfängliche Diagnose doch mächtig falsch gewesen....
Gott musste also wieder mit ihren Würfeln spielen.....
„Hierher, Engel!", rief der Rothaarige über das Tosen des Windes hinweg und winkte heftig.
In nicht allzu weiter Ferne konnte er ein kleines Gebäude ausmachen, durch dessen Fenster buntes Licht fiel und die Dielen der Veranda in ein regenbogenfarbenes Licht tauchte.
Aziraphael grinste in sich hinein.... Na, wenn das kein Zufall war.
Völlig außer Atem kam der zitternde Engel bei dem Dämon an.
Das gestreifte Vordach erzitterte gefährlich im Wind, was den Engel noch einen Schritt näher an seinen Freund herantreten ließ.
Doch sonderlich viel brachte ihm dies nicht, da der Regen selbst unter das Canopy zu wehen schien und so auch hier das helle Holz in eine dunkle Farbe tauchte.
„Was ist das hier, Crowley?", fragte der Osttorhüter bibbernd und rieb sich schnell die Arme in der Hoffnung auf ein wenig Wärme.
Der Anblick brach dem Dämon beinahe sein kleines geschundenes Herz.
„Ich hatte dich doch eingeladen.... aber so, wie es aussieht, muss ich mich erst einmal um dich kümmern."
Mit einem kurzen Blick, einem leisen Schnipsen der Finger und einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen war der Engel in ein kurzärmliges Tartanhemd und eine lange, jedoch weit fallende Hose gekleidet.
Dazu passend: die karierte Fliege.
Ein warmer Schauer lief dem Engel den Rücken hinunter.
Hatte er doch nicht gemerkt, wie ihm der lange Aufenthalt im Wasser doch mehr zugesetzt hatte als gedacht.
Ein Blinzeln später, und auch Crowley stand in einem schwarzen Hemd und einer kurzen Shorts vor ihm.
Die roten Haare waren zu einem losen Dutt zusammengebunden, und die schwarze Sonnenbrille saß auf des Dämons markanter Nase.
Sprachlos sah der Blonde den Dämon an.
„Danke", flüsterte er leise und war sich doch fast schon sicher, dass es der andere gar nicht gehört hatte.
Erst als Crowleys Blick auf den des Engels traf, war er sich sicher, dass er sich irrte.
Ein kurzer Moment verstrich, ehe der Rothaarige vorsichtig eine Hand hob und dem Engel eine der blonden Strähnen aus dem Gesicht strich.
„Nicht dafür", krächzte Crowley schließlich unbeholfen und musste doch mit aller Mühe an sich halten, den Engel nicht im nächsten Moment zu küssen.
„Wollen wir?", fragte der Dämon mit gespielter Gleichgültigkeit und wies mit einer Hand in Richtung der Tür.
„Bitte, nach dir", raunte Aziraphael lächelnd und hielt dem Rothaarigen die Tür auf.
Grinsend marschierte der Dämon voraus.
Drinnen angekommen, herrschte ein reges Treiben.
Schien es doch noch mehr der Badegäste in das Innere der Bar gelockt zu haben, nachdem das Unwetter über ihnen hereingebrochen war und den sonst so lauen Abend zunichte gemacht hatte.
An jeder Ecke standen Leute und tranken, unterhielten sich oder .... zu Crowleys Missfallen .... gröhlten lautstark schräge Lieder in ein Mikrofon, das hinten in einer Ecke des Raumes an eine Karaokemaschine angeschlossen war.
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Killer Queen
FanfictionWas passiert, wenn ein Dämon und ein Engel sich verbünden? Bricht Chaos aus? Die Liebe? Oder vielleicht doch etwas ganz anderes. Hier eine kleine ONS Sammlung von meinen Lieblings Husbands. Ein Nachfolger der 'Good old fashioned lover boy' Reihe...
