"Bonsoir, Monsieur Lebœf. Nous somme les participants de le Selection. Çava?",las ich laut vor. Keiner von uns wollte den Typen freiwillig auf Französisch begrüßen, also hatten wir es ausgelost. Und wer musste jetzt? Ich! "Sehr gut. Jetzt versuch noch etwas hochnäsig zu klingen, dann ist es perfekt.",meinte Hope. Sofort schauten wir sie fragend an."Na ich hab gelesen dass Franzosen gutaussehend und hochnäsig sind.",erklärte sie. Lachend nickte ich und versuchte es nochmal:"Bonsöööir, Monsieur Lebööœf! Nous somme les participaäääänts de le Selection! Çäävää?",sofort kicherten wir los. Dann strich ich abermals mein Kleid glatt. Auf die Rot-gelb Kleidchen war ich recht stolz. Die Signalfarben sollten uns noch mehr herausstechen lassen. Sarah und Luisa, die nichts beigetragen hatten, hatte ich die Kleider schweigend gegeben. Obwohl Bella meinte, dass wir es der Königin petzen sollten, konnte ich sie umstimmen. Es wäre einfach nicht nett gewesen. Ausserdem würde die Königin es sowieso sehen, da die beiden nichts machen würden. "Ladys, wollt ihr nochmal den Salon überprüfen?",fragte Camill, welche grade in mein Zimmer gerannt war. Einstimmig nickten wir und eilten zum Salon. Die andren Mädchen machten sich noch fertig, alle sollten in blauen Kleidern erscheinen, damit alles einfarbig aussah. Nur die Königin und wir trugen andre Farben. Die Königin hatte ein weißes Kleid und wir rote, sodass alle Farben insgesamt die Französische Flagge bildeten. Im Raum angekommen betrateten wir alles nochmal genau. Der Demokrat und seine Familie würde über einen Blauen Teppich auf die Königsfamilie zugehen, die Teilnehmerinnen rechts und links. Wir würden bei der Königsfamilie stehen und die Demokraten begrüßen. Besser gesagt: ich rede und die andren müssen nur lächeln... jajj. Seufzend betrachtete ich die goldenen Blumensträuße. Da Blau den Raum dominierte, wegen dem Teppich, den Kleidern der andren und den Stehtischen mit blauen Tischdecken, hatten wir überall goldene Aspekte, meist goldene Rosen, platziert. Hier im Salon würden nach der Begrüßung Snacks und kühle Getränke serviert werden, damit wir uns unterhalten könnten. Danach würden alle in den dekorierten Essenssaal gehen und französische Speisen essen, Gänseleber und Baumkuchen waren die einzigen Gerichte die ich vom Namen her kannte. Danach konnte die Französische Familie sich von 14:00-15:30 Uhr in ihren Zimmern einrichten. Dann würden die Frau und die Tochter vom Demokraten mit uns in den Damensalon gehen, während die Männer, also der Demokrat und sein Sohn, mit dem König und dem Prinzen Politisches besprechen würden. Danach würden wir uns für den Ball fertigmachen und dann ab zum Ball! "Claaaaraa! Es gibt Probleme!",riss mich jemand aus meinen Gedanken. Mira rannte eindeutig wütend auf uns zu. "Was ist?",fragte Hope, welche in den Tagen der Planung eine wahre Freundin geworden ist. Während der Planung hatte ich mich ausserdem nicht mit dem Prinzen treffen können, was ich sehr bedauerte. Unsere Treffen waren fast Gewohnheit geworden. "Einige der Mädchen haben sich nicht an die Kleider Ordnung gehalten! Schaut selbst!",rief sie und zog uns aus dem Raum. "Dabei war bisher alles so perfekt gewesen!",meinte Bella, woraufhin ich nur nicken konnte. Nach ein paar Minuten standen wir im Damensalon, in dem mehrere Mädchen in verschiedenfarbige Kleidern standen. Alle voran standen Luisa und Sarah, welche beide Pinke, nicht die vorgesehen roten trugen. Hinter ihnen standen noch um die 7 Mädchen, welche auch nicht die richtigen Farben trugen. "Was ist den hier los?",fragte ich wütend. Da hatten wir schon die Arbeit für sie übernommen und trotzdem machten sie nur schwachsinn! "Wir finden dass wir selbst entscheiden sollten, was für Kleider wir tragen solln!",erwiederte Sarah hochnäsig. Wie konnte ich mich nur so in ihr täuschen? "Ausserdem steht blau mir so gar nicht!",rief ein Mädchen von weiter hinten. Die andren stimmten zu. "Wartet bitte kurz, wir müssen das besprechen.",erklärte Hope aufeinmal zuckersüß. Verwirrt schaute ich sie an. Ich wollte grade anfangen die Mädchen zurecht zuweisen. Widerwillig folgten wir Hope vor die Tür. "Ich wollte die grade anschreien!",flüsterte ich sofort. "Ja ich auch! Nur weil die wieder im Mittelpunkt stehen wollten! Die haben doch alle einen Tag den sie planen!",flüsterte Bella genauso empört. Aber Hope grinste uns nur böse an:"Ich hab eine viel bessere Idee, als sie anzuschreien. Eine Idee bei der sie es noch bereuen werden.",verkündete sie und weihte uns ein. Nun auch grinsend gingen wir wieder in den Raum. "Ihr habt recht, wie konnten wir euch nur eurer Individualität berauben?",fing ich an. "Es tut uns so leid, wir schämen uns so unendlich!",setzte Hope fort. "Bitte verzeiht uns. Als Entschuldigung dürft ihr die Gäste als erstes begrüßen. Kommt mit!",beendete Bella. Mira schaute uns unglaubwürdig an und ihr Mund klappte nach unten. Die Mädchen vor uns grinsten siegessicher und folgten uns. Zu früh gefreut würd ich sagen. Unauffällig deutete ich Mira uns nicht zu folgen, was sie verstand und mich fragend musterte. Ich grinste sie nur diabolisch an und folgte den andren. Unser Plan ging auf, als uns alle in die Bibliothek folgten. Wir führten sie bis ans Ende des großen Raumes:"So wartet hier bis die Demokraten kommen.",erklärte Hope und wir verschwanden grinsend aus dem Raum. Kaum waren wir an der Tür, rüttelten wir gemeinsam an der Klinke, bis sie schließlich abfiel. Triumphierend hielt Hope die Klinke hoch und wir schlichen uns aus dem Raum. Dann zogen wir die Tür zu. Nun konnten sie die Tür von drinnen nicht mehr öffnen. Vor einigen Tagen war uns dreien was ähnliches passiert, da wir uns zum planen dort hinein setzten und die Klinke einfach abfiel. Da die Türklinke damals noch vor der Tür lag, konnten wir uns leicht befreien. Seitdem war die Klinke kaputt und nur lose wieder in die Halterung gedrückt worden. Und nun konnten die darin uns keine Probleme machen. Das war zwar mies, aber wir hatten ihnen allen klar gesagt welche Farbe sie tragen sollten und sie hatten es mit Absicht nicht gemacht! Also: Strafe muss sein...
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FanfictionClara und ihre Familie sind 4er. Sie sind nicht sehr arm, eher reich. Sie wohnen in einem grossem Haus, und weder sie noch ihr Bruder müssen arbeiten. Sie beide drücken die Schulbank um studieren zu können und Lehrer zu werden. Doch Clara will mehr...
