Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich alleine, Zayn war weg, war ja klar. Ich gähnte laut und streckte mich. Zayn hatte mir ziemlich viel Platz weggenommen, aber so süß wie gestern Abend war er nur selten, also verzeihte ich ihm. Außerdem hatte ich ein wenig Schuldgefühle, weil ich ihm nichts von Chase oder Liam erzählt hatte, aber wieso sollte ich auch? Er erzählt mir auch nie etwas. Ein Blick auf meinen alten Hello-Kity Wecker, verriet mir, dass es erst 7 Uhr morgens und Samstag war. Trotzdem hörte ich, dass das Bad bereits besetzt war. In was auch immer für einer Organisation Zayn und Co. gewesen waren, anscheinend schien es dort üblich, um 5.30 Uhr aufzustehen und sich fertig zu machen. Neben mir, auf meinem Schreibtischstuhl, lag ein graues '5 seconds of summer'- Tshirt, welches ich mir schnell überzog und dann, nachdem ich mir auch noch eine einfache schwarze Jogginghose angezogen hatte, beschloss ich frühstücken zu gehen.
In der Küche angekommen, wurde ich von einer strahlenden Eleanor begrüßt. Seit wir nach Seattle gezogen waren, sind ich und Eleanor so etwas, wie beste Freundinnen geworden, auch wenn sie fast drei Jahre älter als ich war, aber wenn man die ganze Zeit nur von einem Haufen verrückter Typen umgeben ist, wird das einzig Mädchen in deinem Umfeld halt zu deiner Verbündeten. "Mary!" begrüßte sie mich und umarmte mich überschwänglich, wobei sie mir fast ein, mit einer undefinierbaren, orangenen Streichcreme, beschmiertes Brot ins Gesicht klatschte. "Ich freu mich auch dich zu sehen, El. Was ist das auf deinem Brot da?" wollte ich wissen und deutete auf die Pampe "Das sieht aus, als ob das giftig wäre. Bist du sicher, dass man das essen darf?" Sie kicherte und zuckte mit den Schultern "Sicher bin ich mir nicht, aber es ist lecker und wie du siehst, lebe ich noch." Während sie das sagte, deutete sie mit den Fingern auf sich und verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse "Das ist Auberginien Streichcreme, haben mir meine Eltern von ihrer Deutschlandreise mitgebracht, die haben das in irgedeinem Bioladen probiert." Ich lächelte und schmierte mir auch etwas davon auf ein Stück Brot um es zu probieren. "Erzähl!" forderte ich Eleanor auf und nahm einen Bissen. Eleanor hob eine Braue "Was soll ich erzählen?" Ich verdrehte die Augen "Du kommst um 7 Uhr morgens zu uns rübergelaufen, um mich von deiner Auberginien Streichcreme kosten zu lasssen und strahlst dabei wie ein Honigkuchenpferd? Also was ist denn so tolles passiert?" "Erwischt." gab sie zu und legte ihr Brot ab, um mir etwas zu erzählen. "Es geht um deinen Bruder und mich." Sie lächelte und machte eine kurze Pause, "Gott, ich weiß gar nicht, ob ich dir das erzählen darf, aber dir wird sowieso schon so viel verschwiegen, also sollst du das als erstes erfahren." "Mach es nicht so spannend." drängte ich und trommelte nervös mit den Fingerspitzen auf die Tischplatte. Eleanor seufzte glücklich und hob ihre linke Hand "Nathan und ich werden heiraten." quietschte sie und deutete auf den Ring an ihrem linken Ringfinger. Er war silbern mit einem einfachen, kleinen Edelstein. "Oh mein Gott, El." rief ich und verschluckte mich dabei fast an dem Bissen Brot in meinem Mund "Das...das ist...wunderbar, nein, fantastisch!!! Ach vergiss es. Ich freu mich so für dich! Komm her!" Ich kam um den Tisch gerannt und sie fiel mir in die Arme "Oh Gott, ja ich weiß, oh Gott ich werde bald deinen Bruder heiraten." sagte sie und wir sprangen aufgeregt kreischend im Kreis herum. Eleanor Calder, meine beste und momentan einzige Freundin, würde meinen Bruder, Nathan Armstrong alias Louis Tomlinson heiraten! "Ich muss ihn sofort anrufen." entschuldigte ich mich bei Eleanor und sprintete im Rekordtempo zum Telefon.
"Nathan Armstrong, du wirst heiraten!?" schrie ich, sobald er das Telefon abnahm. Ein kurzes Schweigen ertönte in der Leitung "Ich denke schon..." murmelte Nathan betont langsam und unbeeindruckt, obwohl ich mir gut vorstellen konnt, dass er gerade ebenso doll grinste, wie seine Verlobte, die gerade mit ihrem Verlobungsring spielte.
Nachdem ich noch eine Weile mit ihm telefoniert hatte, legte ich auf und drehte mich gerade um, um zu El zurück in die Küche zu gehen, als mich plötzlich eine Hand packte und zu sich herumwibelte (Warum mussten mich alle immer so zu Tode erschrecken!?) Es war Niall. Er stand nass und halbnackt vor mir, nur mit einem Handtuch um die Hüfte gewickelte. Ich schluckte, weil mir die Situation und die Tatsache, dass er ziemlich heiß mit nassen Haaren aussah, ziemlich unangenehm waren und schaute ihm wieder in seine blauen Augen. "Wir müssen reden." sagte er ernst und führte mich in sein Zimmer. Als wir beide drin waren, schloss er die Tür und lief zu seinem Schrank hinüber um sich schnell etwas anzuziehen. Ich sah weg und konzentrierte mich auf die Tür rechts von mir. "Was ist los?" fragte ich etwas angespannt und auch nervös. Er antwortete nicht, sondern warf mir stattdessen meine schwarze Jeans von gestern zu. "Wo sind sie?" fragte er herausfordernd und nickte dabei in Richtung Jeanstasche. Moment, wovon...redete er etwa von dem Zettel und Chases Handynummer? Woher wusste er...? Harry! "Ich...ich hab keine Ahnung wovon du sprichst." log ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Er kam näher, "Lüg nicht, Mary!" zischte er bedrohlich, der war ja noch schlimmer als Liam, so war ich meinen Nialler gar nicht gewöhnt..."Was meinst du?" beharrte ich weiter und rührte mich keinen Millimeter. "Verdammt noch mal, Mary! Ich bin doch nicht blind! Sag mir, wo die Zettel sind!" fauchte er und baute sich bedrohlich vor mir auf. "Vergiss es, Niall!"
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Bradford-Badboy *-*
FanfictionAls Mary von der einer Party nach Hause gehen will, wird sie unwillkürlich Zeuge eines Mordes. Der Junge, Zayn, entdeckt sie und nimmt sie mit zu seiner Bande, damit sie nichts weiter verraten kann. Nach und nach versteht Mary, Zayns Tat und sie näh...
