Kapitel 30

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Am nächsten Tag war ich pünktlich um 15 Uhr bei Monique.
Wir machten uns sofort ihren Kleiderschrank ran und veranstalteten eine Modeshow.
Wir brauchten wirklich zweieinhalb Stunden, damit Monique perfekt aussah.
"Wow! Du siehst einfach perfekt aus", sagte ich.
"Dankeschön", sagte Monique.
Sie trug ein edles, zartrosa Kleid ohne Träger. Dazu dezente Schminke und zartrosa Ballerinas.

Pünktlich um 18 Uhr klingelte es an der Tür.
"Oh mein Gott. Es ist soweit", sagte Monique und atmete tief durch.
"Süße du schaffst das", sagte ich, ging runter und öffnete die Tür.

Davor stand ein total gut aussehender Dylan. Mit Smoking und einer roten Rose.
"Hey", sagte ich,"Komm rein."
Dylan lächelte verlegen und trat ein.
"Nicht nervös sein. Es hat alles geklappt", sagte ich lächelnd.
Dann kam eine wunderschöne Monique die Treppe runter.
Ich sah Dylan an. Er strahlte. Monique strahlte auch. Als Monique unten ankam, reichte Dylan ihr die Rose und sagte:"Du siehst einfach umwerfend schön aus."
Die beiden gingen Hand in Hand aus der Wohnung und für einige Sekunden stand ich nur lächelnd da. Alleine. In Monis Wohnung. Die beiden passten einfach perfekt zusammen.

Ich ging schließlich auch aus der Wohnung und spazierte die Straßen entlang
Nach einer halben Stunde merkte ich, dass ich bei meinem richtigen zu Hause war, also im Armenviertel.

Nach weiteren 5 Minuten stand ich vor unserem Block. Wie ferngesteuert ging ich auf die Haustür zu, schloss auf und klingelte bei Josh.

Sofort wurde die Tür aufgemacht. Josh sah mich und ließ mich eintreten.
"Hey Süße", begrüßte er mich und gab ich einen Kuss auf die Wange.
"Was gibt's so?"
"Mir ist langweilig", sagte ich,"Immer nur bei Zack zu bleiben bringt nicht so Bock und Monique und Dylan haben ein Date."
"Dylan? Ihr Freund?", fragte Josh.
"Noch sind die nicht zusammen. Aber bestimmt schon bald", antwortete ich lächelnd.
"Hey, ich hab auch gerade nichts zu tun. Wollen wir dann auch spontan ausgehen?", schlug Josh vor.
"Nimms mir nicht übel Josh", sagte ich,"Ist es okay wenn wir hier bleiben?"
"Aber natürlich", sagte mein Freund.

Wir gingen ins Wohnzimmer, machten es uns gemütlich mit Chips und Popcorn und schauten uns einen Film an. So verlief der gemütliche Abend. Ich lag in Joshs Armen und schlief ein, kurz bevor der Film zu Ende ging.

Am nächsten Morgen fand ich mich in einem Zimmer wieder.
Total verschlafen schaute ich mich um. Wo war ich?
Ich stellte fest, dass ich in Joshs Zimmer war. Ich lag in seinem Bett, aber von Josh nirgends eine Spur. Ein Blick auf die Uhr verrät 9:48 Uhr.

Ich stand auf und machte mich auf die Suche nach Josh, den ich schließlich im Wohnzimmer schlafend auf dem Sofa fand.
Ich trat näher ran. Wie süß er aussah wenn er schlief.
Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange und wollte gerade gehen, als ich von Josh festgehalten wurde.
Ich fing an zu lachen, weil er mich durchkitzelte und er küsste mich wieder.

"Guten Morgen Prinzessin", sagte Josh.
"Guten Morgen mein Prinz", sagte ich fröhlich,"Danke fürs Zubettbringen gestern abend."
"Immer gern", erwiderte Josh lachend.
Wir beide machten uns fertig und aßen gemeinsam Frühstück.

Nach dem Frühstück meinte ich:"Du ich muss los. Zack macht sich schon bestimmt Sorgen um mich. Ich hab kein Handy dabei."
"Soll ich mitkommen?", fragte Josh.
"Wenn du willst."
Und somit verließen wir die Wohnung.

Vor der Haustür begegneten wir Jake.
Er sah irgendwie total fertig aus.
"Hallo", sagte Jake.
"Hey", sagte ich zurück.
Wir umarmten uns nicht, er nannte mich auch nicht "Prinzessin" oder "Süße" oder "meine Kleine".
Wir standen uns gegenüber, und schwiegen.
"Alles okay bei dir?", fragte ich dann.
Er nickte.
"Alles okay mit Miranda?"
"Jaja alles gut zwischen uns."
"Bei der Arbeit auch?"
Jake nickte.
"Sicher? Du siehst so fertig aus", sagte ich.
"Es macht mich fertig dass du nicht mehr bei mir bist", sagte Jake.
"Jake, bitte...", sagte ich.
"Nein ich bitte DICH!", unterbrach mein Bruder mich,"Liv es ist nicht mehr so wie früher. Wir konnten uns doch alles erzählen. Wir waren beste Freunde. Ich vermisse dich, verstehst du? Ich vermisse dich total!"
Jake schaute traurig auf den Boden.
"Jake, du weißt was ich denke. Keine Ahnung wie es so weit kommen konnte. Aber was passiert ist, ist passiert. Ich kann einfach nicht mehr bei dir wohnen, weil du mich sonst immer kontrollierst, und das geht so nicht", sagte ich.
Jake schwieg.
Ich umarmte ihn und er umarmte mich zurück. Ich hatte das Gefühl er weinte. Der starke Jake weinte!
Ich löste mich langsam von ihm und schaute ihm in die Augen. Er hatte tatsächlich ein paar Tränen, die er schnell wegwischte.
Ich konnte mir auch keine weiteren Gedanken darüber machen, denn in dem Moment rief jemand:"Hey Jake!"

Ein Typ mit braunen Haaren und ebenso braunen Augen stand neben uns.
Jake riss sich zusammen und sagte dann:"Ach hey! Liv, das ist Emil, mein Kollege und Kumpel. Emil, das ist meine Schwester Liv."
"Hey", sagte Emil knapp zu mir und wendete sich wieder zu Jake:"Wollen wir nicht rein?"
"Ja", sagte Jake und warf mir einen letzten Blick zu, bevor die beiden im Haus verschwanden.
Josh nahm meine Hand und sagte:"Komm wir gehen."

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