"Louis hat bestimmt schon wieder den Mixer angeschaltet!"

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8.KAPITEL:

Ashtons Definition von „normaler, öffentlicher Schule“ war –wie in vielen Punkten- das Extrembeispiel unserer Meinungsverschiedenheiten.
Als ich zaghaft an der Tür geklopft hatte und man mir ein >Herein! < zubrüllte, öffnete ich langsam die Türe, um mich dann im vordersten Quadrat des Klassenraumes wiederzufinden.
Eine junge Lehrerein stand mir gegenüber an der Tafel, geschätzte dreißig Schüler saßen selbst in der Klasse.
Davon sicher 80% Mädchen.

Die Lehrerin winkte mich herein und als ich mich dann vorstellen sollte und ein >>Ich bin Snowflake! << über meine Lippen kam, war es um die Schülerinnen geschehen.

>>Ach du meine Güte ist die süß! <<
>>Möchtest du dich neben mich setzten? <<
Lächelnd bejahte ich und wollte mich zu dem Mädchen mit den braunen Krauselocken setzten, als mich die Lehrerin zurückhielt.
>>Kein Mensch heißt „Snowflake“ und ich werde nicht gerne auf den Arm genommen! << zischte sie.

Trotzig baute ich mich vor ihr auf, was mit meiner Körpergröße wirklich mickrig aussehen musste.
>>Entschuldigen Sie mal, Miss. Seit ich in London wohne heiße ich so – und was vorher war, hat Sie wirklich nichts anzugehen. Wenn Sie es aber gerne so hätten, dann nennen sie mich doch Martha, Lilly, Rosie oder was weiß ich. Aber bitte lassen Sie mich sonst bitte in Ruhe! <<
Demonstrativ verschränkte ich die Arme vor der Brust, schmiss meinen Rucksack auf den Boden und setzte mich zu dem gelockten Mädchen.
Das man sich so etwas bieten lassen musste!

~Zeitsprung~

Nach dem Unterricht musste ich mit der Bahn nach Hause fahren – Michael hatte zwar Bedenken gehabt, die ich ihm aber schleunigst wieder ausgeräumt hatte.

*FLASHBACK*

>>Aber was ist, wenn sie die falsche Bahn erwischt, Calum?! Ashton wird uns killen!

Calum strich sich nervös die schwarzen Haare aus dem Gesicht.

>>Aber du MUSST mir helfen dieses Date zu bekommen … Und die Kellnerin hat morgen nur eine halbe Stunde Schicht, vorher sind wir proben!

Michael starrte ihn entgeistert an.

>>Ashton hat uns BEFOHLEN sie von der Schule abzuholen!

Ich stand schweigend hinter der Living threw times Türe und versuchte möglichst kein Geräusch zu machen.

>>Gott, das kann der doch selber machen!

>>Nein, der ist morgen mit Luke Möbel anschauen!

Die beiden waren kurz davor, eine Kissenschlacht zu beginnen – das sah man in ihrem Blick.

>>Bitte Michael! Du hast mehr Ahnung als ich, was Frauen angeht!

Calum: Strategisch Honig ums Maul schmieren – Check!

Räuspernd begann ich meine Rede.

>>Michael, ich fahre NIEMALS mit der falschen Bahn.

Erschrocken fuhren sie auseinander.

>>O Mann, ich mach mir doch nur Sorgen – du warst doch noch nie in London, da ist es unmöglich die richtige Verbindung zu finden!

Lukeys SnowflakeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt