"Darf ich sie behalten?"

1.1K 40 1
                                    

Gleich im Anschluss, das 1 Kap.

Viel Spaß. <3

__________________________________________________________________________________

KAPITEL 1:

Der Regen peitschte gegen die Fensterscheiben des Zuges und hinterließ Unmengen, die unabsichtlich ihr eigenes zum Scheitern verurteiltes Wettrennen starteten, während sie das kühle Glas herabrannen.

Bäume und Straßen zogen an mir vorbei, Seen und Flüsse waren nur ganz kurz zu sehen, ehe der Zug auch schon in dem schwarzen Tunnel verschwunden war.

Lächelnd lehnte ich mich in meinem Sitz zurück und beobachtete die anderen Passagiere der dritten Klasse – für mehr hatte mein Geld nicht gereicht und das würde es auch nie, aber ich war ganz zufrieden damit.

Eine junge Mutter versuchte verzweifelt ihr Baby zum Schweigen zu bringen, ein paar Jugendliche – vielleicht zwei Jahre jünger als ich – tauschten sich über Musikgeschmäcker aus und diskutierten über One

Directions heiße Jungs, wenn ich das richtig verstanden hatte, ein alter Herr las Zeitung und ein weiterer Mann mittleren Alters schlief an das Fenster gelehnt.

Überaschenderweise war nicht mehr los, ich konnte es mir damals nur so erklären, dass die meisten Leute arbeiten waren – immerhin war es Mittwoch.

| *-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-*-* |

Eine Hand wedelte vor meinem Gesicht herum, sodass ich erschrocken zusammenzuckte.

>>Entschuldigung, ist hier noch ein Platz frei? << ein Junge mit unglaublich blauen Augen, ungefähr in meinem Alter lächelte mich schüchtern an und deutete auf die zwei gegenüberliegenden Plätze von mir.

>>Natürlich, entschuldigen Sie, ich räume meine Sachen sofort weg! << die Tasche hob ich auf meinen Schoß und den Koffer stellte ich zu meinen Füßen um dem Jungen Platz zu machen.

Dieser drehte sich jedoch um und verschwand wieder im Gang, verwirrt starrte ich ihm nach. Was war denn jetzt los?

Als der dunkelblonde Haarschopf ein zweites Mal in mein Blickfeld trat, hatte er drei Begleitpersonen dabei.

Zwei setzten sich mir gegenüber, einer hatte zum Teil blaue Haare, der Großteil war schwarz, und der andere hatte leicht asiatische Gesichtszüge.

Der Junge von vorhin räusperte sich, lächelte mich an und zeigte auf den Jungen mit den blauen Haaren.

>>Das ist  Michael der daneben ist Calum, der Typ hier mit der Haube ist Ashton und ich bin Luke<<

Ashton setzte sich auf den freien Platz neben mich und grinste mich an, was ich nur zu gerne erwiderte.

>>Freut mich, Sie kennenzulernen. Aber wo sitzen Sie, Master Luke?“ der Junge starrte mich verwirrt an, dann registrierte er, dass sich Ashton auf den einzig freien Platz gesetzt hatte.

Er funkelte ihn böse an, ehe er eine ernste Miene zog und mit verstellter Stimme sagte: >>Ich würde mich gerne auf den Schoß meines geliebten Arbeitskollegen Ashton Irwin setzten, Miss …ähh…“<<

Grinsend meinte ich: >>Sie können mich Lilly nennen, Master Luke<<

>>Du kannst mich duzen, wirklich. Aber was heißt hier, ich kann dich Lilly nennen? Ich soll dich so nennen, es ist aber nicht dein echter Name oder was? <<

Belustig zog er eine Augenbraue hoch und setzte sich auf den Schoß des Haubentypen.

Frech grinste ich unter meinem braunen Pony zu ihm nach oben. >>Du hast es erfasst, Luke<<

Lukeys SnowflakeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt