10 Jahre her?

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Soomin's Sicht

Ich sitze in meinem Zimmer, stochere im Essen herum.. Irgendwie habe ich keinen Hunger. Mein Kopf tut mir weh und ich kann mein Bein nicht bewegen.. Es schmerzt so sehr.

Eine nette Schwester hat mir vorhin etwas gegen die Schmerzen gegeben, aber irgendwie hilft es nicht. Dieser Mann von vorhin geht mir nicht aus dem Kopf. Wer war er und woher kannte er mich?

Er war so traurig, weil ich ihn nicht erkannte. Ich kann es mir nicht erklären.. Was ich jedoch noch komisch finde ist, dass meine Mutter oder meine Brüder nicht hier sind.. Ob ihnen was passiert ist? Ich mache mir Sorgen.. Vor allem um meine Mutter. Nicht einmal die Schwestern sagen mir etwas. Ich werde immer ungeduldiger..

Auf einmal geht die Tür auf und die Ärztin von vorhin kommt rein, bleibt stehen und schaut hinter sich. Sie macht ein Zeichen, dass man ihr mit rein folgen soll. Dann kommt sie weiter in den Raum. Hinter ihr erscheint der Mann von vorhin.

Es wird mir ein wenig unangenehm und ich möchte mich aufrichtig hinsetzen, was mir mein Bein nicht erlaubt. Ich zische leicht vor Schmerzen und stütze mich mit meinem Ellbogen an der Matratze ab.

Der Mann verzieht sein Gesicht und eilt besorgt zu mir rüber, nimmt meine Hand und möchte mir helfen. Dann hält er plötzlich inne und es scheint ihm wirklich unangenehm zu werden.. Genauso wie mir. Er lässt meine Hand los, hilft mir aber trotzdem mich aufzusetzen.

„Danke", gebe ich leise von mir.

Die Ärztin, die alles von der Tür aus beobachtet hat, kommt langsam auf mein Bett zu und lächelt. „Hallo Soomin", fängt sie an und reicht mir ihre Hand.

Ich lächle zurück und schüttle ihr die Hand. „Wie geht es ihnen? Irgendwelche Beschwerden? Tut irgendwas weh?", fragt sie.

Ich nicke leicht und sage: „Bis auf die Bein- und Kopfschmerzen ist alles okay"

„Wenn die Kopfschmerzen nicht vorbeigehen, werde ich gleich eine Schwester schicken", lächelt sie. „Die gibt ihnen dann noch einmal etwas dagegen"

Ich nicke und sage: „Ja, danke". Anschließend beobachte ich, wie die Ärztin dem Mann.. (Ich glaube er hieß Jimin) einen ermutigenden Blick zuwirft. Was ist hier los..? Ich möchte endlich wissen was los ist!

„Soomin", fängt sie erneut an. „Sie möchten doch bestimmt wissen, was los ist"

Ich nicke verzweifelt und schaue auf meine Hände, spiele nervös mit ihnen rum.

„Als sie aufgewacht sind, war Herr Park bei ihnen im Zimmer. Das muss für sie überraschend gewesen sein, oder?", fragt sie vorsichtig.

Warum fragt sie das, wenn er mit im Raum ist? Es ist mir unangenehm.. Ich schaue zu ihm auf und er hat seinen Blick auf mich gerichtet, schaut anschließend auf den Boden.

Ich nicke verunsichert.

„Soomin, der Grund dafür, dass sie ihn nicht erkennen ist, dass sie ihr Gedächtnis verloren haben", sagt sie.

Mein Inneres zieht sich zusammen und ich weiß nicht was ich sagen soll.. „A-aber", fange ich leise an. „I-ich kann mich doch noch an vieles erinnern.. Meine Familie u-und" Ich kann nicht weiterreden.

„Das liegt daran, dass ihr Gehirn sich an nur eine bestimmte Zeit erinnert. Dies liegt aber 10 Jahre zurück", erklärt sie mir.

Wir bitte? Das was ich im Kopf habe, soll 10 Jahre her sein? Ich kann es nicht fassen.. Irgendwie fange ich an zu zittern.. „10 Jahre?", frage ich und mein Herz fängt an zu rasen, was die Maschine neben mir beweist.

Beide können es hören und Jimin schaut panisch zur Ärztin rüber. Diese kommt mir näher und spricht ruhig. „Ja, Soomin. Es sind 10 Jahre. Es gibt keinen Grund zur Sorge, das verspreche ich ihnen"

Ich schaue sie nicht an, beobachte, wie meine Hände immer mehr zittern. Irgendwie fühle ich mich so schlecht.. Ich möchte anfangen zu weinen. Meine Augen fangen an sich mit Tränen zu füllen und ich sehe nur noch verschwommen.

Plötzlich fühle ich etwas Warmes auf meiner Hand. Ich höre auf zu zittern, kneife kurz meine Augen zu, um die Tränen fließen zu lassen und anschließend zu schauen, was es ist.

Es ist Jimin's Hand und er schaut mich wirklich verunsichert an, weiß nicht genau was er tun soll. „Du erinnerst dich zwar nicht an mich, aber ich möchte dir sagen, dass du dir keine Sorgen machen musst", versichert er mir leise.

Irgendwie beruhigt es mich.. Die Ärztin lächelt ihn an und er lässt meine Hand wieder los. Sie erklärt mir alles, was ich wissen muss und sagt ausdrücklich, dass ich mich nicht überanstrengen oder mir selbst Stress machen soll.

„Das ist eine Sache, die ihre Zeit benötigt und es ist wichtig, dass sie sich die Zeit dafür nehmen", sagt sie. Ich nicke leise, sage nichts.

„Was Herrn Park betrifft, hätte ich gerne, dass sie beiden das unter sich regeln. Ich mische mich da ungern ein", sagt sie, lächelt aber aufmunternd.

Dann holt sie etwas aus der Tasche ihres Ärztekittels. Es ist ein Handy. „Das hier wurde nach ihrem Unfall mit eingeliefert und ich bin ganz sicher, dass es ihnen behilflich sein wird" Sie gibt es mir in die Hand und stellt sich dann neben Jimin.

„Falls sie irgendwelche Fragen haben Soomin, ist Herr Park für sie da. Ich natürlich auch! Wenn sie also irgendetwas wissen möchten, bin ich nebenan"

Ich nicke und sage: „Danke" Ich weiß nicht genau was ich denken soll.

„Gut, dann komme ich später noch einmal zur Untersuchung", sagt sie, fasst Jimin kurz aufmunternd an die Schulter und geht anschließend.

Remember me | BTS Jimin x Reader (german)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt