Ist das nicht mein Hoodie?

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Jimin's Sicht

„Ich habe deine Brüder angerufen", sage ich leise.

Ihre Augen wirken verzweifelt und sie fragt: „Und?"

„Ich weiß, dass ich ihm viel zu spät Bescheid gesagt habe.. Dafür hat er mir auch schon eine Lektion am Handy erteilt", beichte ich. „Aber ich wollte, dass du selbst erst mal mit der ganzen Sache klarkommst", erkläre ich mit schlechtem Gewissen.

„Du hast keine Schuld Jimin", sagt sie traurig lächelnd. „Du hast an mich gedacht und das werden die beiden verstehen können"

„Ja, das haben sie im Endeffekt auch, mach dir keine Sorgen", sage ich lächelnd. Ich erinnere mich noch an den Tag, an dem sie mich Baekhyun vorgestellt hat. Sie war ja fast schon nervöser als ich, was mich dann nochmal umso nervöser gemacht hat. Ich fange an zu schmunzeln, wenn ich daran zurückdenke.

Er hat mich den kompletten Tag beobachtet, jedes einzelne Wort und jede Bewegung analysiert. Ich habe mich unwohl gefühlt, aber habe einfach versucht es zu überspielen. Ich habe es für Soomin durchgezogen. Baekhyun wurde dann immer offener und freundlicher mir Gegenüber, denn er hat gemerkt, dass ich seiner Schwester nicht wehtun möchte.

Bei Chanyeol war es genau das Gegenteil. Er war von Anfang an ganz freundlich zu mir und hat mich immer miteinbezogen. Das hat mich damals wirklich gefreut.

Ihren Vater habe ich nie kennengelernt. Eines Abends meinte sie traurig, dass ihr Vater es ihren Brüdern überlassen habe mich kennenzulernen. Sie hat dabei trotzdem gelächelt, was mir das Herz zerbrochen hat.

„Die beiden kommen morgen vorbei", sage ich lächelnd.

Sie schaut mich dankbar an und ich habe Angst vor ihrer kommenden Reaktion. „Deine Mutter kommt auch"

Auf einmal fängt Minjae's Handy an zu klingeln.

„W-was?", fragt sie und ignoriert es. Ihr Gesichtsausdruck ist nicht einzuordnen. Es ist ein Mix aus Fassungslosigkeit, Ahnungslosigkeit, Verwirrtheit, Wut und Trauer.

Minjae entschuldigt sich und geht raus, um den Anruf anzunehmen.

„M-meine Mutter? A-aber du sagtest du wir hätten keinen Kontakt mehr", fragt sie verwirrt.

„Ich weiß, aber Baekhyun hat ihr Bescheid gesagt. Sie besteht darauf auch zu kommen", erkläre ich ihr. „Sie sagte, dass sie ihre Tochter in solch einer Situation nicht allein lassen würde, egal was zwischen euch damals passiert ist"

„Was zwischen uns passiert ist? I-ich will mich nicht daran erinnern", flüstert sie. „Der Gedanke daran macht mir Angst"

Sie scheint so niedergeschlagen zu sein und ich rücke einen Stuhl näher, auf den, wo Minjae bis vorhin saß.

„Hey, mach dir keine Sorgen, ja?", bitte ich sie und nehme ihr Hand. Das ist das mindeste, was ich für sie tun kann.

„W-willst du, dass ich morgen dabei bin?", frage ich mit zittriger Stimme.

Sie schaut mich hilfesuchend an und nickt. „J-ja. Du bist der aller erste, den ich nach meiner Amnesie gesehen habe.. Und ich vertraue dir"

Ich nicke und lächle aufmunternd. „Danke" Jetzt erst fällt mir der Hoodie auf, den sie trägt. „Hey, ist der auch in der Tasche gewesen?", frage ich verwundert.

„Ja", antwortet sie und schaut ihn sich an. „Wieso?"

„Das ist meiner", sage ich grinsend und ein Gefühl von Glück überkommt mich.

Sie wird ein wenig rot und sagt: „Oh T-tut mir Leid. Ich kann ihn dir wiedergeben, wenn du willst"

„Nein, nein", verweigere ich ihr mit einem großen, breiten Lächeln. „Den habe ich dir damals geben, als du bei mir zu Hause warst. Da du immer so spontan zu mir gekommen bist, hast du über Nacht immer meine Sachen angezogen", erkläre ich ihr.

„W-wirklich?", fragt sie und ihre Wangen werden noch röter, als sie sich ein wenig in den Hoodie kuschelt.

Ich nicke und werde nun selbst ein wenig verlegen. Man Ari.. Das hat sie bestimmt extra gemacht. Solange es Soomin nicht stört, tut es mich auch nicht.

Remember me | BTS Jimin x Reader (german)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt