Was tust du, wenn du auf einmal all deine Erinnerungen verlierst? Wenn auf einmal all das, was eigentlich deine Realität zu sein scheint, schon 10 Jahre her ist? Was ist, wenn du den Mann, den du liebst auf einmal nicht wiedererkennst? Alles, was ih...
Als wir wieder zurück im Krankenhaus sind, reden wir sofort mit der Ärztin. Sie stimmt sofort zu und sagt, dass alles in Ordnung ist, solange ich mich bereit dazu fühle.
Ich war wirklich erleichtert, als sie mir dabei zugestimmt hat. Danach hat sie mcih eben noch ein paar allgemeine Fragen gefragt, wie ob ich ich schmerzen habe oder mich vielleicht an etwas erinnert habe.
Jimin bringt mich wieder in mein Zimmer und stellt den Stuhl neben dem Bett ab, um mich wieder hineinzulegen.
Er nimmt die Decke von meinen Beinen und legt sie dann gefaltet zur Seite. Seine Arme heben mich ganz sanft hoch, bevor sie mich wieder auf das weiche Bett hinunterlassen. Dieses mal kann ich ihn aber irgendwie nicht richtig loslassen.
Meine Arme sind immer noch um seinen Nacken geschlungen, mein Gesicht in seiner Halsbeuge. Er versucht nicht mal sich zurückzuziehen, sondern umarmt mich zurück.
"Ist alles gut?", fragt er besorgt.
"Danke für den Tag heute.. Es hat gut getan mal wieder hier raus zu kommen", bedanke ich mich und schließe meine Augen.
"Das freut mich sehr.. Für dich tue ich alles", sagt er, als seine Hand meinen Rücken streichelt.
"Es tut mir nochmal sehr Leid... Mein Verhalten gestern war schrecklich" entschuldige ich mich erneut.
"Ist gut Schatz" murmelt er in meine Schulter und ist dann kurz still. Fragt er sich, ob das gerade ein Fehler war? War es so daran gewöhnt mich so zu nennen, dass es ihm jetzt rausgerutscht ist? Irgendwie mag ich es, wenn er mich so nennt.
Wir beide ziehen uns langsam aus der Umarmung und er setzt sich hin. Der Raum ist leicht beleuchtet und draußen ist es schon dunkel. Ich schätze mal wir haben Herbst.
"Möchtest du, dass ich Ari bescheid gebe?", fragte er fürsorglich.
"Nein, nicht nötig. Ich werde sie selbst anschreiben", sage ich ein wenig verunsichert.
"Ich bin sicher sie wird sich freuen", sagte er lächelnd.
"Ich würde ihr jetzt gerne schreiben, bevor es spät wird", sage ich.
"Klar, ja. Mach das", lächelt er aufmunternd.
Ich greife nach meinem Handy und gehe auf ihren Chat. Warum bin ich nervös, wenn ich sie schon so lange kenne? Eigentlich muss ich keine Angst haben.
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.
Ein Lächeln ziert meine Lippen und ich lege das Handy weg. "Und?", fragt Jimin.
"Sie kommt morgen vorbei", freue ich mich.
"Du wirst immer noch so glücklich wie früher, wenn du sie wiedersiehst", lacht er aus.
Ich beobachte sein Lachen und irgendwie mag ich es. Alles ist dann wieder kurz leise, bis er anfängt zu reden.
"Du siehst müde aus, du solltest jetzt schlafen", sagt er fürsorglich.
Ich bin tatsächlich sehr müde und habe vorhin ein paar mal gegähnt. Daher nicke ich einfach einverstanden.
"S-soll ich gehen?", fragt er zögerlich und verunsichert.
Ich schüttle meinen Kopf und nehme seine Hand. Es reicht mir auch nur seine Hand zu halten. Wir müssen nicht wie die letzten Tage Kopf an Kopf liegen. Dass er da ist, reicht mir schon.
"Bleib hier", flüstere ich, als ich meine Augen schließe und seine Hand an mich kuschle. "Bitte", hänge ich noch verunsichert dran.
"Natürlich bleibe ich", antwortet er ruhig. Dann rückt er näher und streichelt meine Wange. "Ich tue alles für dich"
Obwohl meine Augen zu sind, lächle ich leicht und bewege meinen Kopf in seine Richtung.
Es ist so gemütlich, dass ich einfach sofort einschlafe.