Soomin Sicht
Friseur, 10:45 Uhr
"Nur noch diese zwei Strähnen.. Dann bist du fertig", spricht meine Frisöse und ein glückliches Seufzen entweicht meinen Lippen.
"Bist du aufgeregt?", fragt sie anschließend.
"Aufgeregt? Ich bin mehr als aufgeregt", lache ich und versuche auf andere Gedanken zu kommen, um mich wieder zu beruhigen.
"Das wird schon... Du siehst wunderschön aus", sagt meine Mutter, als sie meine Hand ergreift. Ihre Frisur und ihr Makeup sind schon fertig. Deshalb hatte sie sich neben mich gesetzt, um mich mit einer Unterhaltung von meinen Gedanken abzulenken.
Der Ausdruck in ihren Augen war nicht zuzuordnen. Sie war glücklich und aufgeregt.. Sie schien aber auch ein wenig traurig zu sein. War das normal? Ich lebe zwar seit mehreren Jahren getrennt von ihr, doch trotzdem scheint es eine große Veränderung für sie zu sein.
"Soomin, wann ziehst du dein Kleid an?", fragt Sumi ungeduldig, als sie sich gegen die Wand vor mir lehnt, um mich anzuschauen.
"Gleich, sobald meine Haare und mein Makeup fertig sind", erkläre ich ihr.
Sie nickt und dreht sich anschließend um, um aus dem Fenster zu schauen.
"Jimin wird dich nicht hier abholen?", fragt sie traurig.
"Nein, mein Schatz.. Deine Schwester und Jimin wollten diesen Augenblick Besonders machen. Jimin wird sie beim Restaurant sehen", erklrärt meine Mutter ihr.
"Genau", nicke ich und sie scheint es zu verstehen.
"Du siehst so schön aus", kichert sie.
"Ich glaube nicht, dass ich schöne aussehe, als du", lache ich dann, um ihr eine Freude zu machen. Sumis Haare wurden schon gemacht. Sie hat eine lockere Hochsteckfrisur mit einigen Flechtungen und Blumen. Sie sieht so wunderschön aus. Da es ein sehr besonderer Tag ist durfte sie sogar ein wenig geschminkt werden. Ein bisschen Maskara, Glitzer hier und da, einen schönen Puder und einen sanft pinken Lipgloss.
Meine Mutter hatte sich für Erdtöne entschieden. Sie war schon immer der unauffällige, neutrale Typ. Sie mochte Glitzer nicht all zu sehr, dennoch hatte sie für heute einen leichten Schimmer in ihrem Liedschatten. Ihre Haare waren auch hoch gesteckt worden.
"Jetzt kommt nur noch das Diadem und dann.... bist du fertig", lächelt meine Frisöse und setzt es auf.
Als ich fertig bin, darf ich endlich aufstehen und mich näher im Spiegel betragten. "Ich liebe es. Es ist genau so wie bei der Probe damals", lächle ich und umarme sie, um ihr zu danken.
"Es freut mich sehr, dass es sir gefällt, meine Liebe. Und nun... müssen wir dich irgendwie ins Kleid bekommen ohne deine Frisur zu zerstören", spricht sie.
Wir gehen in eines der hinteren Zimmer und ich darf mein Kleid anziehen. Alles in einem zu sehen, macht mich so emotional. Meine Mutter konnte vorhin schon ihre Tränen nicht mehr zurück halten. Auch mir entlockt sie einige Tränen während unsere Visagistin damit kämpft, dass unser Makeup nicht verschmiert.
"Soomin.. mein Schatz. Ich kann einfach nicht glauben, dass du schon heiratest", schluchzt sie, als sie mich anschaut. "Du bist so eine wunderschöne Braut. So habe ich mir dich immer vorgestellt", spricht sie und hält meine Hände ganz fest in ihren.
"Mama-", beginne ich, doch sie unterbricht mich.
"Ich weiß wir beide haben es nicht immer leicht gehabt, aber ich möchte, dass du weißt, dass ich so stolz auf dich bin. Du bist immer deinen eigenen Weg gegangen. Du hast so vieles erreicht. Ich bin so unendlich stolz darauf deine Mutter zu sein. Und egal was ist... Auch wenn du jetzt verheiratet bist.. Du hast immer noch eine Tür, die jederzeit für dich offen steht. Du bist immer bei uns zu Hause willkommen. Es ist immer noch dein zu Hause und wird es auch für immer bleiben"
Ich kann mich nicht zusammen reissen. Auch mir fließen Tränen die Wangen hinab, als ich meiner Mutter zuhöre. "Ich liebe dich. Nur weil ich heirate, heißt es nicht, dass du mich verloren hast", sage ich. "Ich bin immer noch deine Tochter. Ich brauche dich immer noch.. Egal wie alt ich bin.. Ich werde dich immer brauchen", sage ich und und umarme sie anschließend ganz fest.
Auch Sumi scheint es nicht auszuhalten und nimmt an unserer Umarmung teil.
"Du wirst mich jetzt nicht vergessen, oder?", fragt sie und schaut zu mir hinauf.
"Niemals könnte ich dich vergessen, mein Schatz. Du bist meine Schwester und ihr beiden könnt mich so oft besuchen kommen, wie ihr wollt", sage ich. "Und ich und Jimin werden euch auch besuchen kommen. Du wirst mich doch beim Einrichten des Baby Zimmers helfen, oder?", frage ich, um sie glücklich zu machen.
"Ja natürlich!", grinst sie und wischt sich die Tränen weg.
"Ich liebe euch beide", füge ich dann noch hinzu, bevor wir drei uns voneinander lösen.
"Wir dich auch, mein Schatz", lächelt meine Mutter und tupft mir ganz sanft die Tränen mit einem Papiertuch weg.
"Na komm.. Wir müssen langsam los. Ich bin sicher Jimin platzt schon vor Aufregung", lacht sie.
"Er hat eben schon angerufen und gefragt wie weit wir sind", verrät mir Sumi und ich muss Schmunzeln.
Ich bin so darauf gespannt, zu sehen, was für einen Anzug Jimin sich ausgesucht hat. Er sieht bestimmt so gut aus. Oh ich kann es kaum erwarten ihn endlich zu sehen. Und jetzt, wo ich wieder über all das nachdenke, kommt die ganze Aufregung wieder und ich habe so ein komisches zittriges Gefühl. Ich mag dieses Gefühl nicht, doch es symbolisiert nur, dass ich mich auf das Kommende freue.. Ich bin einfach nervös, weil ich möchte, dass alles perfekt abläuft. Bisher schien alles glatt zu laufen und ich hoffe so sehr, dass es so bleibt.
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Hallo meine Lieben
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen. Es ist etwas schlicht, ein wenig emotional und -ich denke auch- eine gute Vorbereitung auf das Spannende.
Habt ihr irgendwelche Wünsche bezüglich der Hochzeit? Vorschläge, Szenarien, Komplikationen? Wenn ja, dann lasst es mich wissen<3
Hab euch lieb<3
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Remember me | BTS Jimin x Reader (german)
FanfictionWas tust du, wenn du auf einmal all deine Erinnerungen verlierst? Wenn auf einmal all das, was eigentlich deine Realität zu sein scheint, schon 10 Jahre her ist? Was ist, wenn du den Mann, den du liebst auf einmal nicht wiedererkennst? Alles, was ih...
