Minjae machts möglich

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Am nächsten Morgen wurde ich Ausnahmsweise mal nicht geweckt... Komisch... Als ich auf die Uhr schaue haben wir schon 11 Uhr. Ich habe so lange geschlafen.. War vielleicht auch nötig.

Ich hebe mein Shirt ein wenig hoch und schaue auf meine Wunde.. Die sieht irgendwie nicht so gut aus.. Es tut schrecklich weh und ich betätige die kleine Fernbedienung um eine Schwester zu rufen.

Es dauert nicht lange, bis endlich eine kommt. Ich erkläre ihr, dass ich Schmerzen habe und mich sehr unwohl fühle. Sie holt etwas gegen die Schmerzen und schlägt vor, mich erst mal wieder frisch zu machen.

Sie hilft mir aufzustehen und bringt mich dann in den Duschraum, wo sie mir mit allem hilft. Es ist mir sehr unangenehm, nur leider kann ich es eben nicht alleine machen. Wenn ich meine Arme nach oben hebe, zieht es an meinem Bauch.

Nach ungefähr 15 Minuten sind wir wieder fertig und sie holt mir ein paar Sachen aus dem Schrank, darunter ein oversized Hoodie. Ist das wirklich meiner? Ich ziehe ihn an und irgendwie kommt mir der Duft bekannt vor.

Ich setze mich hin und die Schwester ist so nett und gibt mir meine Tasche. Ich schaue hinein und entdecke ein paar Mangas. Sind das nicht meine Lieblingsmangas? Ich öffne den einen und ein kleiner Zettel fällt raus.

„Damit du dich nicht allzu sehr langweilst, habe ich dir die hier mit eingepackt – Ari :) „

Ich muss Lächeln... Dass sie daran gedacht hat, macht mich irgendwie total glücklich. Auf einmal klopft es und die Tür geht auf.

Ich freue mich, hoffe, dass Jimin um die Ecke kommt, aber es ist doch nicht so, wie ich dachte. Minjae ist da. Trotzdem freue mich und lächle ihn an.
„Hey Soomin", sagt er lächelnd und stellt eine Tüte auf dem Tisch ab. „Ich habe dir etwas zu Essen mitgebracht"

„Hey Minnie", sage ich fröhlich. „Danke sehr.. Das wäre nicht nötig gewesen"

Er grinst auf einmal und ich frage mich warum. „Ist alles okay?", frage ich.

„Ja.. Du hast mich nur wieder zum ersten mal seit langem wieder Minnie genannt", antwortet er.

Ich muss lächeln und beobachte ihn dabei, wie er sich neben den Stuhl an meinem Bett setzt.

Wir reden einfach ein wenig darüber, wie es so hier für mich ist im Krankenhaus zu sein. Er zeigt volles Verständnis für meinen Zustand. „Ich bin sehr froh, dass du dich an mich erinnerst Soomin", sagt er lächelnd. „Ich bin immer für dich da. Auch in dieser schwierigen Zeit", sagt er und ergreift meine Hand.

Ich weiß nicht was ich sagen soll.. I-ich bin doch mit Jimin zusammen oder nicht? Er weiß es doch, oder? Ich bekomme kein Wort raus und lasse es dann einfach so passieren.

„Ist alles gut?", fragt er.

Ich nicke leicht und schaue aus dem Fenster. „Alles gut, bis auf das Gefühl, dass ich hier seit Tagen fast schon ersticke"

„Darfst du nicht raus?", fragt er fassungslos.

Ich schüttle meinen Kopf und schaue anschließend auf meine Hände. „Nein, leider nicht"

„Moment, ich bin gleich wieder da", sagt er und eilt aus dem Zimmer.

Was er wohl vor hat. Er kann die Ärztin bestimmt nicht dazu überreden..

Nach einigen Minuten kommt er zurück. Allerdings nicht mit leeren Händen. Er hat einen Rollstuhl dabei. „N-nein Minjae", sage ich leise. „D-das ist nicht nötig"

„Du willst doch so gerne raus.. Ich will nicht, dass du eingeschränkt bist", sagt er und lächelt leicht.

Ich überlege ein wenig und frage dann: „Hat die Ärztin das erlaubt?"

„Jaaaa, solange du nicht läufst und sitzt ist alles gut", sagt er lächelnd.

Ich gebe nach und hebe meine Decke hoch. „Warte, ich helfe dir", sagt er und kommt auf mich zu. Er legt seine Arme einmal an meinen Rücken und einmal unter meine Beine, hebt mich anschließend hoch. Ich lege meine Arme um seinen Hals, versuche nicht vor Schmerz aufzuschreien.

Er setzt mich in dem Stuhl ab und fragt: „Ist alles gut? Tut es weh?"

Ich schüttle den Kopf und spiele ihm ein Lächeln vor. Er stellt sich hinter mich und schiebt den Rollstuhl an. Die Schwester schaut mich mit einem warmen Lächeln an und nickt Minjae anschließend zu. „Wir sind gleich wieder da", informiert er die Dame und bringt mich in Richtung Aufzug.

Als wir endlich draußen sind, atme ich tief ein und aus. Minjae findet heraus, dass ich noch nichts gegessen habe und so fürsorglich wie er schon immer war, zwingt er mich jetzt dazu.

Naja, es ist kein zwingen.. Ich habe selbst Hunger. Er schiebt mich in ein kleines Café gegenüber vom Krankenhaus und wir beide essen etwas. Es ist so komisch mit ihm, aber dennoch so vertraut. Ich habe nur das Gefühl ihn so lange nicht gesehen zu haben.

Ob wir beide wirklich noch Kontakt hatten? Aber ich fühle mich so wohl bei ihm. Immerhin erinnere ich mich Ansatzweise an ihn.

Als wir fertig sind, bezahlt er und schiebt mich wieder raus. Ich komme mir so hilflos vor. Aber ich bin ihm so dankbar, dass er das hier möglich gemacht hat.

Remember me | BTS Jimin x Reader (german)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt