Papa

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Laughing Jack PoV:

Es war ein regnerischer Sonntag. (V/N) Mutter war bei ihrem bescheuerten Freund und mein Engel ( ja, ich hab (V/N) insgeheim einen Spitznamen gegeben, na und?)lag auf ihrem Bett. Und das schon seit über zwei Stunden. Sie hörte keine Musik, laß kein Buch, sprach nicht...sie lag einfach nur da. Nichtmal was gegessen hatte sie heute, dabei war es schon 14:00Uhr. Ich machte mir wirklich Sorgen, spürte aber, dass sie irgendwie lieber alleine sein würde und zögerte daher sie anzusprechen. Ein Seufzen durchbrach die Stille. Wow, sie hatte einen Laut von sich gegeben. Allerdings war dieser Laut so traurig, dass es mir das Herz (jetzt glotzt nicht so, auch ich habe eins) zerriss. Und darum gab ich mir auch endlich einen Ruck:

>Was hast du denn..?<

Abermals seufzte sie:

,,Nichts...."

Hätte ich jetzt eine Augenbraue heben können, hätte ich es getan.

>Komm schon, so hast du dich noch nie verhalten....<

Sie schwieg.

>Bitte.....vielleicht kann ich helfen...<

Nun wandt sie ihr Gesicht mir zu. (A/F) trafen auf Eisblaue. Zweifel, Frustratiom, Trauer, aber auch ein Funke von Hoffnung lagen in ihnen. Schließlich schwang sie langsam die Beine von ihrem Bett und erhob sich. Schweigend zog sie ihre Schuhe und Jacke an. Meine Sorge steigerte sich.

Hab ich was falsches gesagt? D..das wollte ich nicht!

Doch da nahm (V/N) schon ihre Tasche und setzte mich vorsichtig rein, so, dass ich noch was sehen konnte. Sie war mir also nicht böse. Wir verließen die Wohnung, natürlich nicht ohne Regenschirm und gingen durch die Straßen, bis wir plötzlich stehen blieben. Aber auch nur, um auf einen Bus zu warten. Als er kam setzte sie sich ans Fenster. Leider konnte ich nicht mit rausschauen. Das Ziel unserer Reise würde wohl eine Überraschung sein. Normalerweise würde ich Purzelbäume deshalb schlagen, aber diese betrübte Stimmung war noch lange nicht weg, weshalb auch meine Freude sich in Grenzen hielt.


Reader PoV:

Quietschend und abrupt wie immer hielt der Bus an. Ich stieg aus und spannte den Regenschirm wieder auf. Tief sog ich die Regenluft ein. Sie nahm mir etwas von der Trauer. Genauso wie die Tatsache, dass LJ bei mir war. Auch wenn er es vielleicht nicht merkte, bedeutete es mir sehr viel, dass er sich um mich sorgte. Mit ehrfürchtigen Schritten betrat ich das Gelände. Überall waren vergangene Seelen. Manche hatten das Glück, dass sie immer noch Leute hatten, die sich um sie kümmerten oder waren zumindest nicht alleine hier....die Meisten aber waren verloren hier. Wahrscheinlich war das der Grund, warum die Leute Friedhöfe mieden. Sie erinnerten sie an ihre Schuld.

Langsam ging ich durch die Gräberreihen, bis ich schließlich ankam. Vorsichtig holte ich die Packung Streichhölzer aus ihrem Versteck raus und entzündete die Grabkerze. Er hatte es sauber. Diese Tatsache nahm mir einen Stein vom Herzen. Ich passte schließlich auch gut auf ihn auf.

>Wo sind wir?<

,,....Bei meinem Papa."


Laughing Jack PoV:

Als sie das sagte, hätte ich mich normalerweise an meiner eigenen Spucke verschluckt oder zumindest die Augen weit aufgerissen.

Ihr Vater ist tot?! Das erklärt, weshalb sie so traurig ist! Es muss etwas wichtiges mit ihrem Vater gewesen sein.

Mein Gedankengang wurde dadurch unterbrochen, dass mich (V/N) aus der Tasche nahm. Doch anstatt mich irgendwo abzusetzen, drückte sie mich einfach an sich. Schlagartig wurde mir heiß und ein Kribbeln entstand in meiner Magengrube. Um schnell wieder meine Fassung wiederzugewinnen, schaute ich auf den Grabstein. Was eine schlechte Idee war, denn das brachte mich nur noch mehr in Rage.

Er ist gerade mal seit 3 Monaten tot!? Und ihre Mutter hat schon wieder einen Neuen!?

,,Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie ihn so eiskalt verdrängt und sich diesen Idioten angelacht hat..."

(V/N) Stimme zitterte, aber sie weinte nicht.

,,Nichtmal an seinem Geburtstag kann sie hier her kommen...nein, stattdessen steckt sie Fred ihre Zunge in den Hals."

Sie tat mir so unendlich leid. Keine Worte hätten das ausdrücken können. Darum entschied ich mich für was anderes. Mit etwas Konzentration schaffte ich ein Schnipsen und verpuffte.


Reader PoV:

Plötzlich war LJ weg. Verwirrt wollte ich mich schon umschauen, als ich zwei Arme fühlte, die meinen Oberkörper von hinten umschlangen. Aber nicht bedrohlich, sondern beschützend, zärtlich...sofort war mir klar, dass es LJ in seiner richtigen Gestalt war. Und gleichzeitig wurde mir ganz warm ums Herz und alles kribbelte. Eine tiefe, leicht raue Stimme ertönte direkt neben meinem Ohr. Leise sagte sie:

,,Sei nicht enttäuscht deswegen. Immerhin hat dein Vater dich, mehr braucht er auch nicht. Lächel einfach. Das würde ihn die größte Freude machen..seinen kleinen Schatz glücklich zu sehen."

Ich konnte nicht verhindern, dass meine Augen feucht wurden, doch gleichzeitig schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen. Kaum hatte er das gesagt, wurde mir ganz leicht.

,,Danke...Laughing."

Bei meinen Worten wurde der Druck um meinen Oberkörper etwas stärker, aber auf einer angenehmen Weise. Vorsichtig lehnte ich mich gegen ihn. An meinem Ohr spürte ich immer noch seinen Atem. Er war kalt, aber das störte mich nicht. Langsam schloss ich die Augen.

Wenn jetzt jemand die Zeit anhalten könnte, danke..^^

Und so standen wir da, im Regen, schweigend..und den Moment in vollen Zügen genießend.

The light behind your eyes [Laughing Jack x Reader]#TeaAward2018 #iceSplinters19Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt