II

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Ein Kreischen durchbricht die Luft und Kura blickt synchron mit den Anderen nach oben. Ein Mandalorianer landet sich mit Hilfe seines Jetpacks donnernd auf der Straße. Erleichterung durchflutet den Körper der Twil'ek. Endlich Verstärkung. 
Starke und kraftvolle Schritte gehen, von der in Rüstung geschälten Gestalt aus.
Die Jedi-Meisterin trat sofort in Verteidigungshaltung, schützend vor ihren Padawan und der noch immer entwaffneten Twi'lek.
Ohne ein einziges Wort zieht der Mandolorianer einen Blaster und schießt. Ein Hagel aus grellen Seifer - Geschossen ergießt sich über ihnen. MIt fließender Eleganz wehrt sie die Schüsse ab, ihr Lichtschwert eine blaue Flamme, die Funken sprühen lässt.
Mit einem Zischen aktivierte der Mandalorianer sein Jetpack erneut, schwebte über die Straße — und attackierte aus der Luft, nun schneller und aggressiver  als zuvor.

Die Twi'lek reißt ihr Arm hoch und donnert dem Padawan ihren Ellenbogen gegen das Nasenbahn. Dann reißt sie mithilfe der Macht zurück in ihrer Hand. Kaum hat sie es aktiviert, da kracht auch schon die Klinge des Padawans auf sie nieder.  In letzter Sekunde parierte sie den Schlag, das Summen der Schwerter vibrierte zwischen ihnen. Ein schneller Blick zur Seite und sie sieht, wie die Jedi zunehmend in die Defensive gedrängt wird. Blasterschüsse, Energieseile, Schwärme winziger Nanodroiden — der Mandalorianer presst sie erbarmungslos zurück.

Ihr eigener Kampf mit dem Padawan ist roher, chaotischer. Angriff, Verteidigung, erneuter Angriff. Minutenlang ein erbitterter Schlagabtausch.
Doch etwas fällt ihr auf: Die Hiebe des Padawan sind... gezügelt. Zurückhaltend. Er wollte sie nicht ernsthaft verletzen. Ein Fehler. Sie nutzte eine Lücke, duckte sich tief ab und fegte mit einer blitzschnellen Drehung die Beine des Jungen weg. Mit einem dumpfen Aufprall landet er auf dem Boden und gibt ein ächzendes Geräusch von sich. Sofort setzte sie ihm ihre schimmernde Klinge nur wenige Zentimeter vor das Gesicht und zwingt ihn regungslos liegen zu bleiben. Kampfgeist schimmert in seinem grünen Augen auf, doch sie senkt ihre gleißende Klinge noch ein Stück tiefer.
Mit einem Griff und der Macht entreißt sie ihm sein Lichtschwert, clipste es sich an ihren eigenen Gürtel. Vorsicht ist hier besser, als Nachsicht.
Ein markerschütternder Schrei hallte durch die Gasse und sie riskiert ein Blick über ihre Schulter. Die Jedi taumelt, als er sie erwischt. Eine Lichtpeitsche, fremdartig und erbarmungslos hat sie entwaffnet und außer Gefecht gesetzt. Kuzerhand wirft er sie über ihre Schulter und als sie sich zurück zu dem Padawan blickt, huscht ein besorgter Ausdruck über sein in rot getauchtes Gesicht.
"Komm schon! Wir müssen los.", befiehlt der Mandalorianer knapp. "Nimm den Padawan mit."  Sie blickt erneut zu ihm, die Sorge so fremd und eigenartig in seinen Zügen, doch sie packt ihn am Arm und zieht ihn mit sich, während sie dem Mandalorianer folgen. 
Sie hetzen durch verwinkelte Gassen, die Schritte nicht hastig, aber zielstrebig und sie muss sich darauf konzentrieren ihren Atem zu kontrollieren. Nach einigen scharfen Biegungen erreichten sie ihr Schiff. Stählern und ruhig wartete es auf sie, eine Zuflucht in dieser fremden Welt. "Wir sperren sie im hinteren Teil des Lagerraumes ein.", knurrt der Mandalorianer. 

Mit einem leisen Zischen aktiviert sie die rote Laserschranke. Ein gleißendes Band aus Energie trennt die gefangene Jedi von ihr und dem Mandalorianer.
Ohne ein Wort verschwindet der Mandalorianer im Cockpit. Kurz darauf vibriert das Schiff unter dem Aufheulen der Triebwerke.
Das Mädchen jedoch bleibt zurück. Nachdenklich betrachtet sie das Lichtschwert des Padawans in ihrer Hand - ein selten schönes Stück, mit kunstvollen Verziehrungen. Fast zu schön für den Krieg.
"Wo bringt ihr uns hin, Sith?", fragt die Jedi mit ruhiger Stimme, sie ist schon lange wieder wach, hat aber keinen weiteren Ärger gemacht. 
Die Twi'lek hebt den Blick. Wieder dieses Wort. Sie runzelt die Stirn abermals und diesmal kann sie sich nicht davon abhalten nachzufragen. "Was meint ihr mit Sith?" Ein kurzer Moment des Zögerns. Misstrauen blitzt in den Augen der Jedi auf. "Willst du uns weismachen, du weißt nicht, was du bist." fällt der Padawan seiner Meisterin ins Wort. Verärgert blickt sie ihn an. "Ich weiß, was ich bin und wer ich bin. Aber ihr habt mir meine Frage nicht beantwortet." Die Jedi mustert sie mit wachsender Unsicherheit, doch schließlich sagt sie: "Sith. So nennen wir jene, die auf der dunklen Seite stehen."  Ein kurzer Blick. "Wie lautet dein Name, Kind?" Statt zu antworten lehnt sich die Twi'lek lässig an die Wand, die Fingerspitzen über das elegante Lichtschwert streichend. Ihre Augen beobachteten die Jedi — neugierig, forschend. "Sith..", murmelt sie leise. "So hat mich bisher noch niemand genannt." Der Padawan drängt nach. "Wie wirst du sonst genannt?" Die Antwort bleibt sie ihn wie so viele schuldig. Sie stößt sich von der Wand ab und drehte den Jedi ihren Rücken zu um sich zu dem Mandalorianer ins Cockpit zu gesellen, als die Jedi ihr nachruft.
"Jedi sind Friedenshüter! Wir sind Friedenhüter! Wir kämpfen für Frieden in der Galaxys und für Harmonie mit der Macht" *
Die Twi'lek hält inne. Langsam dreht sie sich wieder um. "Was sind dann Sith?", fragt sie dann. Ihre Stimme leiser, neugieriger. Die Jedi setzte sich mit verschränkten Beinen auf den Boden.
"Die Sith streben nach Macht. Sie nähren sich von Hass, von Gier. Sie wollen die Galaxis unterwerfen — nicht bewahren."
Sie lässt die Worte wirken. In ihr brennt Hass, ja. Mehr als gut für sie ist. 
Aber es ist nicht alles, es hat sie noch nie definiert. "Wenn es wahr ist.... warum denkt ihr ich wäre einer von ihnen?" Der Padawan antwortet abermals. "Ist das nicht klar? Du schwingst ein rotes Lichtschwert. Die Farbe der Sith." Sie späht kurz auf ihr deaktiviertes Lichtschwert an ihrem Gürtel. 
Als sie ihren Blick hebt, begegnet sie den neugierigen Blicken. "Erzählt mir mehr,", fordert sie sie dann auf. "Mehr übe die Jedi. Über die Sith. Über beide."
Doch ihre Frage wird wieder erwartend abgeblockt.
"Verrate uns erst deinen Namen." Stille. Ein Flackern von Trotz geht durch sie hindurch. Schon wieder Bedingungen. Schon wieder Mauern.  Sie wiederholt ihren Willen. Diesmal fordernder, doch die Jedi hüllen sich in Schweigen.
Die Macht wütet in ihr, ergreift von ihrem Körper Besitz und lässt ein Feuer aufflammen, dass sich wie brennende Lava durch ihren Körper zieht. Das Bedürfnis auf Antworten, flammt wie ein alter Bekannter auf. Sie will Fragen stellen und Antworten bekommen. Fragen in der Akademie wurden bestraft mit drakonischen Maßnahmen, das ist ihre Chance mehr zu erfahren, doch auch hier wurde ihr etwas verwehrt. Ein Herzschlag vergeht, in der sie sich von der Welle ihrer Wut mitreißen lässt, dann zieht sie die Luft tief ein und als die beruighende Kälte durch ihre Lungen zieht, spült sie ihre dunklen Gedanken in die Untiefen ihres Bewusstseins und nickt anschließend. Wenn sie Antworten will, muss sie auch etwas dafür geben. Ein weiterer Herzschlag vergeht.
"Kura"
"Was?", fragt der Padawan verwirrt. Ihre Stimme ist diesmal klarer und fester. "Mein Name ist Kura." 

Storm of ShadowGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt