,,Ich bin Samson!" antwortete ich.
,, Schöner Name! Was ist eigentlich mit dir los? Du siehst so traurig aus." fragte mich Nemo nun.
,, Ich vermisse Emely, meine alte Besitzerin und Moritz meinen besten Freund, der im gleichen Stall wie ich stand. Villeicht sehe ich die beiden Nie wieder!", sagte ich nun mit trauriger Stimme.
,, Oh, du armer! Das tut mir wirklich leid! War es das Mädchen vorhin in deiner Box? Sie hat wirklich sehr nett gewirkt! Und das mit deinem Freund Moritz tut mir leid. Aber villeicht können wir ja Freunde werden?", sagte Moritz nun mit mitfühlender und am Ende hoffnungsvoller Stimme. ,,Bestimmt, du wirkst wirklich nett!", antwortete ich ihm. ,, Danke!", sagte er.
,,Wie ist eigentlich unsere Besitzerin?", fragte ich ihn jetzt.
Ich konnte sehen, wie Nemos Blick trauriger wurde. Trotzdem antwortete er mir:,, Unsere Besitzerin ist nicht so toll. Sie behandelt uns, als währen wir nur austauschbare Sportgeräte. Außerdem hat sie eine harte Hand beim reiten, was in Kombination mit einem scharfen Gebiss natürlich besonders unangenehm ist."Ich konnte sehen, wie nun auch die wenigen anderen Pferde im Stall uns musterte. Auch sie sahen traurig und ausgelaugt aus. Ich vermutete, dass Nemo noch nicht so lange hier war, wie die anderen Pferde. Wenn ich jetzt an die Zeit, die mir bevorstand dachte, vermisste ich Emely gleich noch mehr. Sie hatte sich immer so gut um mich gekümmert und jetzt war ich hier gelandet.
Nachdem Nemo und ich uns noch ein bisschen unterhalten hatten, beschlossen wir beide zu schlafen. Morgen würde sicherlich ein anstrengender Tag werden.
An Durch schlafen, war bei mir leider nicht zu denken. Ich wachte in der Nacht einige Male auf, weil ich Emely und Moritz vermisste und von Albträumen gequält wurde. Auch Nemo wachte einmal kurz auf. Als er sah, dass ich zitterte, versuchte er mich so gut er konnte zu beruhigen.
Am frühen Morgen war ich leicht verschwitzt, wegen meiner Albträume. Ich beschloss, wach zu bleiben, weil ich sowieso nicht richtig schlafen konnte.
...
Eine halbe Stunde, nachdem wir gefüttert worden waren, kam eine Pflegerinn herein, um mich für meine Besitzerin zum reiten fertig zu machen. Sie war ganz anders zu mir, als Emely. Sie war gestresst und ruppig. Als ich sie anstupste, um sie ein wenig aufzuheitern, schlug sie mir auf die Nase. Das tat weh! Warum hatte sie das getan? Ich hatte es doch wirklich nur gut gemeint!
...
Inzwischen wurde ich warm geführt, dass meine Besitzerin nur noch aufsitzen und los reiten musste.
Wie gerufen, kam sie auch schon auf den großen Reitplatz marschiert, riss der Pflegerin die Zügel aus der Hand und ließ sich mit einem für meinen Rücken unangenehmen plumpsen, in den Sattel fallen. Sie nahm die Zügel viel zu kurz. Dank den Schlaufzügeln, konnte sie mich in die Rollkur herunter Riegeln. Anfangs versuchte ich noch, mich zu wehren, allerdings brachte mir das leider nichts. Emely hatte mich so schön und fein geritten. Hier war es jetzt schon die reinste Totur. In der unangenehmen Kopfhaltung, viel mir das Atmen schwer und ich geriet schnell ins Schwitzen. Erst nach zwei Stunden, mit fast keinen Schritt Pausen, stieg sie wieder ab und übergab mich einer Pflegerin. Die Pflegerin von vorhin, hatte inzwischen Nemo auf den Platz gebracht. Er war wohl als nächstes dran. Im vorbei gehen wünschte ich ihn schnell viel Glück. Er sagte leise Danke, wobei ich schon Angst in seinen Augen erkennen konnte. Auch er wurde nicht gerne von ihr geritten, doch wer wurde das schon!...
Als ich endlich wieder in meiner Box stand, war ich total kaputt. Bei Emely hatte ich mich angestrengt, weil ich es gerne für sie getan hatte, doch bei meiner jetzigen Besitzerin war es einfach nur Angst.
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Samson-Mein Leben als Pferd
Teen FictionSamson ist ein freundliches, freches und einfach unglaublich süßes Pony. Begleite ihn durch sein Leben, in dem er einige Zeit Schulpferd ist, aber auch eine Zeit als Tunierpony tätig ist. Wenn ihr mehr wissen wollt, lest einfach das Buch!♡♡♡ Alle R...