Ich hastete hinter Snape zum Schloss und hatte Mühe mit ihm Schritt zu halten. Aber das wollte ich auch gar nicht. Also blieb ich stehen, wo ich war. Es dauerte keine Sekunde bis Snape er bemerkte. „Kommen Sie mit, Miss Granger." „Nein, ich habe kein Interesse daran heute mit Ihnen zu Brauen, Professor. Ich habe auch kein Interesse irgendwann noch einmal mit Ihnen zu brauen. Ich werde Minerva fragen, ob Professor Slughorn mich ausbilden kann. Schließlich ist er auch Tränkemeister." Zwar wollte ein Teil von mir gerne bei ihm bleiben, jedoch würde dieser Teil sehr verletzt werden, wenn ich auf ihn hörte.
„Mitkommen, SOFORT!" wiederholte er. Ich seufzte ergeben und folgte ihm. Dabei setzte auch ich eine kalte, gefühllose Maske auf. Schließlich musste ich nicht mit meinen Gefühlen für ihn hausieren gehen. Das würde ihm nur mehr Stoff geben, den er gegen mich verwenden konnte. Es reichte, dass ich mich ihm gestern so ausgeliefert hatte. Die Quittung dafür hatte ich bereits bekommen. Ich sollte besser auf mein Herz aufpassen und es verschließen, bis jemand kam, der sich bemühte dies zu öffnen, um meinetwillen.
Nach ein paar Minuten erreichten wir den Kerker. „Hermine, heute werden wir Skele-Wachs für Poppy und den Krankenflügel anfertigen." Ich nickte und machte mich stumm an die Herstellung des Mittels, das Knochen wachsen ließ. Ich konzentrierte mich voll und ganz auf die Arbeit und obwohl ich Sev...Snapes Blicke auf mit spüren konnte, tat ich so als würde ich es nicht bemerken und wendete meine ganze Aufmerksamkeit dem Heilmittel zu. „Wie weit bist Du?" fragte er sanft. „Ich brauche noch fünf Minuten, Professor." Dabei betonte ich das Professor besonders um für mich eine Distanz zu schaffen. Ich hörte ihn seufzen. Ich verbot mir entgegen meiner Neugier den Blick zu heben, und war mir trotzdem seines intensiven Anstarrens bewusst.
„Hermine..." setzte er erneut an. „Miss Granger, für Sie, Professor." unterbrach ich ihn. „Ich denke, wir sollten professionell sein, und deswegen schlage ich vor, wir gehen einfach wieder zum Sie über. Das wirkt wesentlich professioneller, Professor Snape." Innerlich war ich stolz auf mich. Zwar war es schwer gewesen, weil ein Teil von mir es liebte, seinen Namen auszusprechen, jedoch würde es hoffentlich helfen eine gewisse Distanz zu wahren. „Hermine, bitte.. sieh mich an.", flehte er schon fast und es kostete mich meine ganze Kraft bei dem Klang seiner Stimme nicht aufzublicken. „Der Skele-Wachs ist fertig, Professor. Soll ich ihn direkt zu Poppy bringen?" fragte ich kühl nach. „Nein. Vielen Dank, Hermine, das mache ich selber." Sagte er. „Sind wir, dann fertig für heute, Professor Snape?" „Ja, aber ich würde wirklich gerne noch mit Dir reden, Hermine." „Worüber?" fragte ich kühl und verschränkte die Arme vor der Brust. „Über gestern.", erklärte er.
„Professor, ich wüsste nicht, was es da noch zu reden gibt. Sie haben klar gemacht, dass ich nur eine junge dumme Hexe bin, sie den Kuss bereuen und Lilly auf ewig lieben. Ich glaube Sie haben alles gesagt, was zu sagen war, Professor." Ich wollte ihm jedoch nicht zeigen, wie verletzt ich war, und so setzte ich hinterher: „Und Sie haben Recht Professor, Sie sind ein perfekter Lügner. Und deswegen, werde ich versuchen, das alles zu vergessen und mich wieder auf mein eigenes Glück konzentrieren, und hoffen, dass ich das mit Ron wieder hinbekomme." Dann verließ ich die Kerker. Ich wusste genau was zu tun war.
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The True Love of the Half-blood prince
Storie d'amoreDer Krieg ist überstanden, Voldemort ist besiegt, und das goldene Trio und ihre Freunde kehren zurück nach Hogwarts um ihre Abschlüsse nachzuholen. Doch gerade für Hermine wird sich dieses Schuljahr einiges ändern. .. aber lest selbst.