Kapitel 30.

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(Neutrale Sicht)

Während Stefan von den Sanitätern hinausgebracht wurde, waren die Nächsten schon bei Karin eingetroffen. Sie lag mittlerweile regungslos am Boden, nur ihr Brustkorb hebte sich noch schwach auf und ab.

San.1: "Frau Noske können sie mich hören?" Doch von Karin kam keine Reaktion. "Okay, wo ist Nico, wir brauchen ihn hier dringend!"
Da bog auch schon ein Mann in den Keller ein, welcher auf seiner Jacke 'Notarzt' zu stehen hatte. "Also Patientin nicht ansprechbar, niedriger Puls sowie abgeflachte Atmung" gab der Sanitäter an ihn weiter.

N: "Soweit sie stabil ist schieben wir sie auf der Trage hier heraus, damit wir sie im Wagen richtig behandeln können." Die Sanitäter warfen sich kurz einen Blick zu und nicktem dem Arzt schließlich zu. Gesagt getan, so wurde Karin auf einer Liege vorsichtig in den Krankenwagen gebracht, wo sogleich ihre Atmung stabilisiert und ihre Wunden erstversorgt wurden, um den Transport ins Krankenhaus starten zu können.

Dort war Stefan bereits angekommen und sollte in den OP geschoben werden, da die Schnittwunde zu tief war und immer noch Blut aus dieser floss. Er weigerte sich jedoch in irgendeinen OP zu gehen, ohne vorher zu wissen, was mit Karin war.

A: "Herr Vollmer, wir müssen die Wunde jetzt wirklich verschließen und es wäre gut wenn sie kooperieren würden und aufhören dauerhaft gegen unsere medizinischen Maßnahmen anzukämpfen!" Gegen den Arzt konnte er dann aber nicht mehr das Geringste ausrichten und so wurde er sogleich in Nakose versetzt und in den OP-Saal geschoben. Doch auch als Stefan aus dem OP geschoben wurde, war Karin noch nicht im Krankenhaus angelangt...

Die Situation bei Karin hingegen verschärfte sich auf dem Weg und so kämpfte der Notarzt mittlerweile um ihr Leben.
N: "Schnell der Defibrillator! Okay alle ein Stück Abstand...3...2...1" zählte er herunter, doch das schrille Geräusch blieb bestehen.
San.1: "Nichts..."
N: "Okay erhöhen auf die nächste Stufe und dann Achtung 3...2...1..." Wieder durchzog ein Stromschlag Karins Körper und aus dem monotonen Geräusch wurde dieses mal für einen Moment ein gleichmäßiges Piepen. Der Bildschirm zeigte wieder kleine, wenn auch nur sehr schwache Ausschläge an. Nun müsste alles ganz schnell gehen, um diese kleine Lebenschance von Karin aufrecht erhalten zu können. So setzte der Notarzt sofort eine Tubus, um sie weiterhin künstlich zu beatmen. Nun ging alles ganz schnell und der Krankenwagen flog nur noch durch die Straßen von Lemgo in Richtung Krankenhaus. Dort wurde Karin direkt in die Notaufnahme gebracht und mehrere Ärzte kamen sofort zur Stelle, sodass um sie herum fast kein Platz mehr schien, denn in diesem Moment ging es darum keine Zeit zu verlieren, dennoch müsste jetzt jeder, wirklich jeder Handgriff sitzen sonst könnten es die letzten gewesen sein.

Zeit kann alle Wunden heilen oder?!Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt