(Charlottes Sicht)
Ich saß gerade auf meinem Sofa und wollte mir einen Film anschauen, als mein Handy klingelte.
C: "Ja, hallo Noske hier, mit wem sprech ich dort?"
K-Schw.: "Guten Abend Frau Noske, hier das Klinikum Lippe Lemgo, ich muss ihnen leider mitteilen, dass ihre Tochter Karin Noske heute bei uns eingeliefert wurde. Sie befindet sich momentan in einem kritischen Zustand, aber genaueres kann ich ihnen am Telefon leider nicht mitteilen."C: "O-okay...ich mach mich sofort auf den Weg." Ich war wie eingefroren, was war Karin nur passiert, dass sie jetzt im Krankenhaus lag und vor allem wieso war sie in einem kritischen Zustand? Das kann und darf nicht sein... Ich verstehe die Welt nicht mehr und wieso kann mir diese Frau am Telefon nicht sagen was mit ihr ist? Als ich aus diesem Schockzustand langsam erwachte, schnappte ich mir meine Autoschlüssel und fahre in Richtung des Krankenhauses. Während dieser ganzen Zeit kommen entgegen aller Erwartungen, keine Tränen aus meinen Augen und generell versuchte ich mir nicht anmerken zu lassen wie es in mir aussah. Karin bräuchte jetzt eine starke Person an ihrer Seite, diese starke Person die ich immer für sie war, seit des Verschwindens ihres Vaters und genau diese werde ich auch noch die nächsten Jahrzehnte sein. Vielleicht kommt dass Herzlos oder eiskalt auf andere herüber, aber das bin ich nicht! Niemand kann sich vorstellen, wie gern ich mich jetzt irgendwo in eine Ecke verkrümeln würde und mir die Augen ausheulen, doch das kann ich nicht, das konnte ich seit Jahren nicht mehr...
Ich betrete das Krankenhaus und gehe durch die kalten, schmalen, langen Flure, in welchen leere Betten stehen, jedoch keine einzige Person zu sehen ist, so als wäre hier alles ausgestorben... ich komme an eine Gabelung welche zu einem großen Raum führt, in dem viele Leute saßen und so auch eine mir nur zu bekannte Person.B: "Frau Noske, wissen sie irgendwas genaueres?" fragt sie als sie auf mich zu kommt. Ich bin mir nicht sicher was ich darauf antworten soll, als sie mich dann auch noch in ihren Arm schließt war es um mich geschehen. Mir läuft die erste Träne aus den Augen, welche ich sofort wegwische und mich aus ihren Armen befreie.
C: "Ähm leider nicht, aber ich hoffe gleich weiß ich mehr..." sage ich kurz zu ihr und ich sah nochmal in ihr sorgenvolles Gesicht, bevor ich zu den Ärzten ging: "Entschuldigung könnten sie mir sagen, was mit meiner Tochter ist? Ihr Name ist Karin, Karin Noske."
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Zeit kann alle Wunden heilen oder?!
Fiksi PenggemarMan sagt die Zeit heilt alle Wunden, aber das stimmt nicht! Sie bringt einem nur bei, damit umzugehen. Denn die Wunden bleiben immer da, sie werden nur zu Narben. Sie sind die Erinnerungen an eine schöne, aber auch schmerzhafte Zeit. Irgendwann, wir...