Maddie PoV
Ich weiß gar nicht, wie lange wir noch in diesem Auto waren, nachdem wir "es" getan haben. Ojee, ich fühle mich etwas wie ein kleines Mädchen so über Sex zu sprechen.
Jedenfalls sind wir heim gefahren, als es schon wieder hell wurde. "Denkst du J merkt was?", frage ich grinsend, doch er schüttelt den Kopf. "Schätze nicht, normalerweise schläft er wie ein Baby. Und sonst können wir einfach sagen, dass wir warten mussten bis Sammy eingeschlafen waren, anschließend Hunger hatten und tanken mussten", diese Ausrede ist so schlecht, dass sie schon wieder gut ist, "oder wir sagen ihm was passiert ist", wirft er anschließend lachend hinterher und greift nach meiner Hand.
Ich lächle und schließe die Augen, alles wird schon. Egal was, irgendeine Lösung gibt es immer...Durch eine plötzliche Erschütterung werde ich wach, es war Jack, welcher herzlich unsanft eingepackt hat.
"Sorry, ich wollte dich nicht wecken", flüstert er als er sieht dass meine Augen geöffnet sind. Doch ich winke ab und strecke mich, dann fällt mir auf, dass in der Küche Licht brennt. "Jack, irgendwer ist wach...da ist Licht an", entgegnet ich erschrocken. "OK also wie besprochen? Wir waren tanken und so?", sagt Jack leise als wir aussteigen und bittet mich kurz stehen zu bleiben, "Warte Mal", dann zieht er mich näher an sich und küsst mich ein letztes Mal. Ich erwidere, auch wenn ich anfangs etwas geschockt war."Da seid ihr ja endlich...ich hab mir Gedanken gemacht", entgegnet ein etwas aufgebrachter Johnson, welcher im Jogginganzug mit einer Tasse Tee in der Küche steht. "Sorry ..wir hatten ein paar Komplikationen", versuche ich die Situation etwas angenehmer zu machen. Johnson nickt und kommt auf mich zu um mich in den Arm zu nehmen.
"Ehm...ich geh dann wieder hoch...bis später", verkündet Gilinsky und geht die Treppen nach oben.
Johnson lässt seine Arme weiterhin um mich gelegt und schaut mich jetzt an: "Ist alles okay? Also zwischen dir und Sammy, dir und Jack? Allgemein?", fragt er und durchbohrt mich mit seinem Blick. Ich nicke zart, doch er weiß genau, dass ich lüge.
Schlagartig löst er seine Arme von mir und setzt sich auf den Küchentisch.
"Erzähle es mir ...alles", fordert er und so knicke ich ein und erzähle alles...An diesem Sonntag geht bei uns alles nicht wirklich viel, wir schlafen alle extrem lang und schauen Filme. Gilinsky ist den ganzen Tag gebliebenen und wurde von Mom zum Abendessen eingeladen. Ich glaube es freut sie, dass er wieder bei uns ist und wir uns so gut verstehen...wenn sie wüsste wie gut.
Gegen vier Uhr können wir uns dann doch Mal aufraffen und bisschen was für die Schule machen, natürlich alle zusammen. Mir wird bewusst, wie sehr mir dieses "Jack Sandwich" gefehlt hat.
"Maddiee ....helf mir Mal bitte", fleht Gilinsky, welcher über seinen Biologie Hausaufgaben hängt. Im Gegenzug hilft er mir bei Mathe, ohne Hilfe würde ich die Hausaufgaben nichtmal anfangen.Um sieben gibt es Abendessen, wie so oft gibt's Nudeln. Was mich aber keineswegs stört, ich hab eine Nudelsucht.
"Soll ich euch morgen früh abholen?", fragt G als er nach dem Essen unser Haus verlässt, wir stimmen beide zu.
Den Rest des Abend verbringe ich teilweise auf unserer Couch und anschließend noch stundenlang in meinem Bett. Ich liege einfach, starre an die Decke und denke nach. Über einfach alles....Der nächste Morgen, erwartet mich viel zu früh. Es fühlt sich an, als habe ich die halbe Nacht ich geschlafen. Leider hilft auch die Dusche nicht wirklich dabei. "Guten Morgen Schwesterherz", begrüßt mich Johnson in der Küche und schiebt vier Scheiben Toast in den Toaster. "Morgen", nuschle ich und bereite mir eine Tasse Kakao zu.
Ich trage heute eine schwarze Jeans und einen Oversized Pulli in grau, mit dem Logo der Band Guns and Roses. Meine Haare habe ich zu einem lockeren Bun gebunden.
"Also nur damit ich Bescheid weiß..", beginnt J mich zu fragen während er sich mit den Toasts zu mir setzt und wir beginnen zu frühstücken, "...das mit G und dir ist jetzt nichts festes? Ihr hattet nur Sex und habt geredet?", ich schaue ihn an und nicke. "Es ist schon gar nichts offizielles, ich bin immernoch irgendwie mit Sammy zusammen...Danke, dass d mich daran erinnerst was ich für eine Hoe bin", beginne ich, "..aber zwischen uns sind definitiv Gefühle da...es hängt alles an Sammy. Ich kann mich nicht einfach so von ihm trennen. Jack...ich...ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was das ist und was es werden soll", bleiche ich.
Jack grinst nur stumm und beißt von seinem Toast ab, ich kenne seine Meinung. Ihm war Jack Gilinsky schon immer lieber, klar er ist sein Bester Freund...Pünktlich um 20 vor 9 hubt Gilinsky uns aus dem Haus, glücklicherweise haben wir heute alle erst ab 9 Uhr. "Guten Morgen ihr Schönheiten", begrüßt Gilinsky uns als wenn einsteigen. Johnson besteht darauf, dass ihr nach vorne gehe. Das lasse ich mir nicht zweimal sagen.
Während der fahrt treffen sich Gs und meine Blicke mehrmals, doch ich bin zu schüchtern um zu handeln. Wie soll ich handeln?In der Schule angekommen, halte ich überall Ausschau nach Sammy, doch er scheint unauffindbar. Ich würde ihn gerne sehen, doch auf der anderen Seite habe ich Angst.
"Mach dir keine Sorgen Mads, ich bin bei dir okay? Wir sind alle an deiner Seite", flüstert Gilinsky nah an meinem Ohr. Sofort bekomme ich Gänsehaut und verspüre ein Kribbeln in der Magengegend. Sanft nicke ich, beschützerisch legt Jack seine Hand an meine Hüfte und führt mich durch die Schule, hin zu unserem ersten gemeinsamen Unterricht. Natürlich schauen uns auf dem Gang ALLE an und ich kann das Getuschel von einigen Mädchen hören. Dennoch versuche ich, dass alles nicht zu nah an mich heranzulassen. Sie sagen Dineg wie: "Sind die beiden jetzt wieder zusammen?", "War Maddie nicht mit Sammy zusammen?", "Wie schlampig von ihr, ist Jack jetzt wieder gut genug für sie?" oder "Hat sie Sammys Bett jetzt oft genug feucht gemacht, sodass sie jetzt wieder zu Gilinksy springt?".
Auf der einen Seite haben diese Mädchen recht, was ich hier mache ist absolut nicht richtig und ich werde mit Sammy sprechen müssen, auch wenn ich Angst vor seiner Aggression und seinen Worten habe unabhängig davon, dass zwischen Jack und mir etwas lief. Rückblickend bin ich nicht besser als Jack in unserer letzten Beziehung...
Johnson treffe ich erst in der Doppelstunde vor der Mittagspause wieder, jedoch fällt es mir unheimlich schwer ihm oder dem Unterricht zuzuhören. Ich glaube, ich kann heute niemandem zuhören. "Maddie?", fragt Johnson und reißt mich aus meinen Gedanken. "Was? Entschuldioge...ich...ich war mit den Gedanken ganz woanders", entschuldige ich mich und Johnson schiebt eines der beiden Arbeitsblätter auf unserem Tisch zu mir rüber. Lachend entgegent er: "Kein Problem, wir sollen diesen Arbeitsauftrag gemeinsam machen", erklärt er und ich versuche -im Rahmen meiner Möglichkeiten- am Auftrag mitzuarbeiten.
"Maddie?", sagt Johnson irgendwann und ich schaue meinem Bruder direkt in die Augen, "Was wirst du tun? Ich mein wegen Sammy...?", fragt er vorsichtig und ich lege meinen Kopf verzweifelt in die Hände. "Uuurgghhhh, Jack ...", beschwere ich mich, "Erinnere mich bitte nicht an das Gespräch mit Sammy...ich hab totale Angst vor ihm...", entgegne ich leise, sodass nur er es hört.
Ehrlich gesagt ist es jedoch keine wirkliche Angst, nicht die Art Angst die man z.B. vor Spinnen oder Höhe hat. Eher eine andere Angst, ich will nicht mit ihm reden, weil ich sein verhalten unreif fand und er mich verletzt hat. Nachdem er mir das so gesagt hat, haben wir kein Wort mehr miteinander gesprochen und ich weiß nich wie aggressiv er reagieren wird wenn wir uns sehen....
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GONE
Fanfiction(Langsame/ Gelegentliche Updates) Maddie Smith war seit sie denken kann in allen Möglichen Pflegeheimen der USA. Sie wurde von ihren Eltern verstoßen und zur Adoption freigegeben. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr war Sie alleine, verlassen und schüchte...