1

485 13 3
                                        

Ich sitze in der Schule und starre aus dem Fenster. Ich seuftze innerlich. Immer noch kein Schnee!

Es sind noch zwei Wochen bis zu den Weihnachtsferien und es wird einfach nicht kalt genug, dabei liebe ich Schnee so. Ich liebe es im Schnee zur Schule und durch den weißen Wald zu gehen. Außerdem finde ich es besonders schön Abends schön warm am Kamin zu sitzen, während man in den verschneiten Garten guckt.

Aber kein wunder, dass es nicht schneit ich habe ja sowieso im Moment nur Pech. Vor einem Monat hat mein Freund mit mir Schluss gemacht und das auch noch per sms!

Außerdem schreibe ich gerade einen Chemie-Test und ich kann nichts. Eigentlich kann ich nichts dafür, mir hatte ja niemand bescheid gesagt, ich war nämlich die Woche Krank, in der wir den Termin gesagt bekamen und ich war im G-Kurs also gab es kaum jemandem den ich hätte fragen können, der Grund ist unwichtig.

Auf jedenfall sitze ich an meinem Platz und bin nun den Tränen nahe.
Nur nicht weinen, das macht es nur noch schlimmer!, denke ich mir.

»Nur noch zehn Minuten!«, erinnerte uns Herr Petrister

Ich schaue erneut auf das Blatt vor mir... Nichts!

Ich weiß nichts mehr aus dem Unterricht dabei habe ich immer aufmerksam zu gehört.

»So eine verdammte Scheiße!«, denke ich.

»Fräulein Gräbler, bearbeiten Sie lieber die Aufgaben des Testes als über ihn zu schimpfen! «, ermahnt mich Herr Petrista. Er liebt es seine Schüler bloß zu stellen.
Alle lachen.

Ich werde knall rot. Ich habe nicht gemerkt, dass ich laut gesprochen habe.

Als herr Petrista die Blätter einsammelt ist meins immer noch leer.

Ich kann meine Tänen nur noch mit Mühe unterdrücken.

Als es klingelt stürtze ich sofort aus dem Klassenzimmer und renne zum Busbahnhof der Schule.

Ich laufe mit dem Strom, der aus meinen Mitschülern besteht.

Endlich zuhause angekommen lasse ich mich erstmal auf das Bett fallen. Zum Glück habe ich "Sturmfreie Bude".

Lange starre ich an die Decke.

Mein Handy piepst und ich bin sofort in Alarm Bereitschaft. Ist es Ben? Voller Hoffnung angele ich mir mein Handy.

Es musst Ben sein! Bestimmt hat er an mich gedacht und vermisst mich. Ja genau, er hat gemerkt, dass seine neue Freundin eind totale Schlampe ist und möchte mich wieder zurück!

Ich entferne die Tastensperre und öffne in voller Vorfreude WattsApp.

Ich schaue nicht auf das Bild, geschweige denn auf den Namen, mein Gefühl sagt einfach, dass es nur Ben sein kann. Ich lese:

Hi Mila hast du schon eingekauft? Ich komme ca. um 6 Uhr nach hause.
Kuss Mama. :-*

Ich stöhne auf. Und als ich mich auf den Wag nach umten mache, um mir die Schuhe an zu ziehen, merke ich wie enttäuscht ich bin.

Bis zu dem Nächstem Supermarkt, welcher in diesem Kaff weiter entfernt ist als man sich vorstellen kann, ist man mit dem Fahrrad ungefähr eine halbe Stunde unterwegs. Da ja kein Schnee liegt, kann ich es problemlos benutzen.

Außer Atem und nass geschwitzt komme ich am REWE an. Es begrüßte mich sofort ein nerviges »Dim dim dim dum dim«

Natürlich ist es total voll und andauernd stoße ich gegen irgendwelche Leute.

WeihnachtsliebeWo Geschichten leben. Entdecke jetzt