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Am nächsten Tag fuhren wir so früh wie möglich los. Alles war mit dem Freund meiner Mutter abgesprochen, er hatte kein Problem damit und ließ uns gehen. Ich war diesmal sehr nervös, den genauen Grund dafür kannte ich nicht. Vermutlich war es wegen dem Schwangerschaftstest, den wir vorher auf dem Weg noch holen wollten.

Diesen Schwangerschaftstest würde ich allerdings nicht heute sondern morgen machen. Erstmal wollte ich richtig ankommen und den Tag entspannen. Stress war das letzte, was ich heute gebrauchen könnte. „Gehst du oder ich?" fragte meine Mutter, als wir an einer Apotheke anhielten. „Du bitte Mama. Ich geb dir das Geld. Keine Ahnung wie viel das kostet, aber kauf mir bitte zwei, nicht einen. Zur Sicherheit, weißt du." Da lachte sie einmal auf, nahm das Geld von mir und verschwand in der Apotheke.

Diese Dinger waren doch eigentlich so gut wie eindeutig, doch für mich nicht. Mir genügte nicht nur einer, ich bräuchte zwei. Da ich nun alleine im Auto war, konnte ich in Ruhe Mark schreiben, da meine Mutter sonst wieder verrückt wird und das gesamte Gespräch von gestern von vorne losgeht.

„Forsti, wir sind losgefahren, müssen nur noch schnell etwas kaufen."

So, dies schickte ich ab und wartete gespannt auf meine Mutter. Auch wenn ich den Test gerade nicht machte, schlug mein Herz mit der Zeit schneller. Ich machte mich selbst verrückt. Warum konnte ich nicht einfach entspannen? Der Test wird schließlich erst gekauft und morgen gemacht.

Keine Minute später bekam ich eine Nachricht von Mark.

„Seid vorsichtig und passt auf, wir sehen uns später, ist alles schon fertig"

Er hatte mich jedes Mal auf's neue um. Wir hatten es morgens, halb neun und er hatte alles schon fertig? Was war denn nur mit Mark los? Seit wann steht er so früh auf?

Hast du alles heute gemacht oder gestern?"

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass er alles heute gemacht hat. Sicher war er gestern schon damit beschäftigt, sonst erkläre ich Mark ab heute für verrückt. Als Antwort bekam ich diesmal eine Sprachnachricht von ihm.

„Ich hab das heute gemacht, war doch nicht viel. Hoffe es ist in Ordnung, wenn du mit deiner Mutter in einem Zimmer schläfst. Wenn nicht, mein Schlafzimmer räume ich gerne für dich frei..."

Er würde für mich sein Schlafzimmer räumen? Für ein paar Tage? Da bekam ich kurz ein schlechtes Gewissen. Mark muss das nicht für mich machen, doch süß war es schon von ihm und wie er es sagte, so unfassbar süß.

„Wenn ich richtig gerechnet habe, müsstet ihr so gegen Mittag kommen. Ich würde dann kochen, lasst euch dann überraschen. Ich war schon mit Kiwi draußen und erledige noch die ein oder andere Sache."

Wie süß kann so ein Marki denn sein? Nach seiner Sprachnachricht musste ich grinsen. Er tat so viel für mich, irgendwie muss ich ihm das zurückgeben. Ich war mir nämlich sicher, dass er extra für uns seine Wohnung putzt, war Mark wirklich noch normal?

„Was grinst du so? Mark?" Meine Mutter kam gerade ins Auto und überreicht mir die beiden Schwangerschaftstest. Mir wurde bei dem Anblick des Schwangerschaftstest noch bewusster, was es bedeuten kann, wenn er positiv wäre. So verschwand mein Grinsen schlagartig. „Was ist los?" Sanft strich sie mir über die Arme um mich etwas zu beruhigen.

„Ich kann schwanger sein, wenn der positiv ist." Ich starrte auf den Schwangerschaftstest und bekam nun mehr Angst davor. „Alles wird gut Lena. Ich bin für dich da, Mark auch und deine anderen Freunde auch. Du bist nicht alleine. Du musst das nicht alleine durchstehen." Ich nickte. Mein Blick wanderte vom Schwangerschaftstest zu meiner Mutter.

„Mark ist süß." Ich war lange nicht mehr so verwirrt wie eben. „Wie kommt's so plötzlich?" Sie grinste mich an, doch ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. „Er hat alles schon fertig, war mit Kiwi schon draußen, wird für uns kochen und so wie es aussieht macht er die Wohnung sauber. Weil wir kommen." Ganz langsam stiegen mir Tränen in die Augen, was war das nur?

„Ach Leni. Ich sag's jetzt das letzte Mal, bevor wir in Berlin sind. Mark wäre der richtige für dich, aber das musst du selbst entscheiden. Hör auf dein Herz, das wird wissen, was richtig ist." Ich nickte und wischte mir kurz meine Tränen aus dem Gesicht. „Du hast Recht Mama, ich muss auf mein Herz hören." Konnte ich mich in so kurzer Zeit in Mark verlieben? War das möglich, so kurz nach der Trennung von Max? Es lief bei Max und mir länger nicht mehr so richtig, meine Gefühle waren auch nicht mehr so stark, doch wäre es möglich schon Gefühle für Mark zu haben?

Es gab schon viele Momente, wo Außenstehende denken könnten, dass da was zwischen Mark und mir ist. „Fährst du Mama? Sonst muss Marek so lange auf uns warten." Ich fand Gefallen daran, Mark Marek zu nennen, es hatte etwas an sich.

Kaum fuhr meine Mutter los, schon driftete ich mit meinen Gedanken wieder ab. Ich musste an die Zeit von ‚Sing meinen Song' denken, als Mark ‚Satellite' gesungen hat. Zu diesem Zeitpunkt war Mark noch in einer Beziehung, ich hatte Max, doch von außen könnte man meinen, es wäre eine Liebeserklärung an mich gewesen. Oder die Momente bei The Voice Kids, da könnte man auch meinen, zwischen Mark und mir wäre etwas. Daran zu denken und diese Bilder im Kopf zu haben, bereiteten mir eine Gänsehaut.

Und da fiel mir wieder ‚Trolls' ein, das waren Zeiten mit Mark zusammen, die ich nie vergessen werde. Ich werde alle schönen Momente mit ihm nie vergessen können. Es war schon besonders mit Mark zusammen. Zu dieser Gänsehaut breitete sich eine angenehme Wärme und ein ganz leichtes Kribbeln in mir aus. Ich habe Mark lieb.

More than friendship? (Lenark)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt