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Ich wartete, am nächsten Tag, nach dem Mittagessen auf Max und hoffte, dass alles gut wird und er bereit ist, sich um das Baby zu kümmern. Mark sprach nur das nötigste mit mir und brachte meine Mutter und besonders mich zum verzweifeln. Es war typisch für Mark, sich zurückzuziehen und die Sachen mit sich alleine auszumachen, doch wenn es wirklich wegen mir und dem Baby ist, finde ich sein Verhalten mehr als daneben. Ich wusste nicht, was ich ihm getan hatte, wieso er plötzlich so abweisend zu mir war. War das mit einer Beziehung vielleicht doch zu voreilig? War es vielleicht doch ein Fehler mich auf Mark einzulassen? Das mit uns ging doch erst seit ein paar Tagen.

„Lena, tut mir wirlich leid, aber ich muss morgen wieder nach Hause fahren." Das war wie ein Schlag ins Gesicht für mich. Sie wollte mich mit Mark, der sowieso kaum mit mir sprach, alleine lassen? „Mama aber-" „Ich kann nicht länger bleiben, oder du fährst mit mir, wenn du nicht hier bleiben möchtest." Ich senkte traurig meinen Kopf. Es war zwar schön bei meiner Mutter, doch dies wollte ich nicht. Ich hatte noch Hoffnung, dass Mark sich wieder beruhigt. „Alles gut Mama, ich versuche es noch mit Mark, aber wenn er meint, mir weiter aus dem Weg gehen zu müssen, dann schlafe ich bei Bella, sie ist doch auch für mich da," seuftze ich.

Gleich nach dem Gespräch mit Max, werde ich mit Mark nochmal reden. Es konnte schließlich nicht sein, dass er mir wegen dem Telefonat von gestern so sehr aus dem Weg geht. Dieser Mann sagt aber auch nicht, wenn ihn etwas beschäftigt.

„Lena, Max ist da, er wartet im Wohnzimmer auf dich. Ach, nur damit du das weißt, ich bleibe hinter der Tür und höre zu, zur Sicherheit, damit ich eingreifen kann, wenn er dir was antut." Es wunderte mich, das von Mark zu hören, doch gleichzeitig erfreute mich das sehr. „Danke Mark. Ach Mark, können wir dann, wenn Max wieder weg ist reden? Ich kann nämlich nicht mehr." Als Antwort bekam ich nur ein Nicken von ihm. So folgte er mir bis kurz vor dem Wohnzimmer.

„Hey Max," sagte ich verunsichert und nahm neben ihm Platz. „Was gibt es denn so wichtiges?" Wo sollte ich da denn nur anfangen? Trotz dass Mark vor dem Wohnzimmer stand und uns zuhörte, bekam ich Angst. Angst vor seiner Reaktion auf die Schwangerschaft. „Ich möchte mich nicht länger mit dir streiten. Können wir das vergessen oder so?" Ich war mir so unsicher mit dem, was ich sagte. Ich wollte auch nicht sofort auf das Thema kommen, sondern ihm alles langsam sagen.

„Möchtest du zu mir zurück?" Er hatte Hoffnung, seine Augen wurden ganz groß, die etwas anfingen zu funkeln. „Nein, das nicht. Ich kann dir verzeihen, was du getan hast, aber vergessen kann ich's nicht." Nervös spielte ich mit meinen Fingern. Was würde Max denn jetzt darauf sagen? Er hatte sich so Hoffnung gemacht. Mein Puls stieg an, innerlich wurde mir heiß und kalt zugleich. Diese Stille von Max verunsicherten mich zu sehr. „Max?" fragte ich leise.

„Ich hab einen Fehler gemacht, das ist mir klar. Ich versteh aber nicht, wieso du mich nicht zurückhaben willst. Ich-" „Wir können doch Freunde oder gute Bekannte bleiben," schlug ich ihm vor. „Es liegt an Mark oder? Stimmt's oder hab ich recht?" Da musste ich schlucken. Er hatte recht, doch wollte ich ihm dies nicht sagen. „Lena bitte. Hast du mich deswegen hierher bestellt, damit du mir unter die Nase reiben kannst, wie glücklich du mit ihm bist?" Ich schüttelte energisch den Kopf. Es gab keinen Ausweg mehr, ich musste es ihm genau jetzt sagen.

„Du Max," fing ich nervös an. „Der Grund, weshalb ich mit dir reden wollte ist ähm..." Es war kaum noch auszuhalten. Ich war nervös, aufgeregt und ängstlich zugleich. Wie wird er darauf reagieren? „Sag schon Lena," sagte er etwas lauter, woraufhin ich zusammenzuckte. „Also ich bin schwanger." Das schockierte Max. Ganz plötzlich stand er wütend auf und stellte sich genau vor mich, sodass ich keine Möglichkeit mehr hatte aufzustehen.

„Ach, so plötzlich? Ich fasse es echt nicht. Ich hab mit ihr nicht geschlafen und du springst mit deinem besten Freund ins Bett?" Bitte was? Mark und ich hatten noch nie. „Bin von dir schwanger du Idiot!" griff ich ihn an und bereute es sofort, so laut gewesen zu sein. „Lüg hier nicht. Du und Mark, da läuft was und du hängst mir hier euer Kind an? Gib's doch gleich weg!" Er verletzte mich zu tiefst mit seinen Worten. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass er mir dies nicht glaubte, wieso sollte ich ihn anlügen?

„Sag mal spinnst du? Kann sein, dass da mit Mark was läuft, aber ich bin dir nicht fremdgegangen! Das Kind ist nicht von Mark sondern von dir, Idiot! Ich bin in der achten Schwangerschaftswoche, das Kind kann nur von dir sein, weil ich sonst nie etwas mit jemand anderem hatte!" Max lachte nur laut auf und wurde immer lauter. „Ja ist klar! Das Kind soll von mir sein? Glaub ich dir nicht! Du hast mich bestimmte mit ihm betrogen. Da kann er sein Ding nicht in der Hose lassen. Du bist mir hier mal eine. Wie konnte ich das nur acht Jahre mit dir-" „Stopp Max," mischte sich Mark sein und betrat das Wohnzimmer. Ein großer Stein fiel mir vom Herzen, als er sich neben mir setzte und mich in den Arm nahm.

„Du konntest dein Ding nicht in der Hose lassen, du hast dir eine neunzehnjährige angeschleppt. Das Kind ist nicht von mir, aber ich liebe es im gegensatz zu dir!" Woher kam plötzlich diese Wendung von Mark? Er verwirrte mich zu sehr. Ich sah keinen anderen Weg, als die Wohnung zu verlassen. So schnappte ich mir Kiwi und verließ ohne ein Wort zu sagen die Wohnung. Ich hörte nur noch Mark einen letzten Satz sagen, bevor ich die Tür hinter mir schloss. „Deine Schuld, dass sie die Wohnung verlässt!"

Mark's POV

Max trieb mich in den Wahnsinn. „Deine Schuld, dass sie die Wohnung verlässt!" sagte ich etwas lauter. Max allerdings lachte nur dumm auf. „Ach meine Schuld? Eher deine. Selbst Schuld, wenn du dein Ding nicht bei dir lassen kannst und sie einfach schwängerst. Ich glaub's ja wohl echt nicht, dass sie mir euer Kind anhängen möchte." Er redete nur Müll. Wie konnte er Lena nicht glauben, dass das Kind nicht von ihm ist? „Das werden wir schon sehen. Nach der Geburt machen wir einen Vaterschaftstest mit dir Max. Der wird zeigen, dass du der Vater von dem Baby bist und nun raus aus meiner Wohnung und lass Lena in Ruhe. Im Gegensatz zu dir liebe ich sie wirklich!" Max wehrte sich nicht und verließ lachend die Wohnung.

Na toll, nun bin ich Max losgeworden und Lena war abgehauen. Es war alles meine Schuld. Hätte ich mich nicht zu sehr zurückgezogen, wäre es wohl anders gelaufen. Mir blieb allerdings nichts anderes übrig. Ich hatte Angst, dass sie Max zurückhaben will, wegen dem Baby. So dachte ich, dass es vielleicht nicht so schmerzhaft wird, wenn dies passieren würde. Warum vertraute ich Lena nicht einfach, dass sie bei mir bleibt? Dies hatte sie mir doch schon oft gesagt.

„Wo ist Lena?" fragte Daniela plötzlich. „Weggelaufen, weil Max ihr nicht glaubt. Ich weiß nicht wo ich sie suchen soll. Sie kann überall sein." Da fiel mir plötzlich ein, dass sie Kiwi bei sich hatte, vermutlich waren sie im Park. „Du, ich hab's ich gehe dann mal Lena suchen. Ruf mich bitte an, wenn sie doch wieder auftaucht." Hektisch lief ich an ihr vorbei, zu meinen Schuhen, schnappte mir dazu meine Jacke und verließ die Wohnung.

Lena musste einfach im Park mit Kiwi sein. Es war zwar kalt, da es Winter war, doch das müsste Lena nichts ausmachen. Ich lief so schnell ich nur konnte in den Park und suchte Lena. Irgendwo müsste sie sich hier aufhalten. Lange musste ich nicht nach ihr suchen und fand sie schließlich weinend auf einer Bank. Dieser Anblick tat sehr in meinem Herzen weh. Max hatte es wieder geschafft sie so zum weinen zu bringen, wobei ich diesmal mit Schuld hatte.

More than friendship? (Lenark)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt