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Während der Untersuchung blieb meine Mutter allerdings draußen, da ich nur Mark dabei haben wollte. Es lag nicht an ihr, doch fühlte ich mich während der Untersuchung alleine mit Mark wohler. Er hielt die ganze Zeit meine Hand um mich zu beruhigen. Es war kaum noch zum aushalten. Ging es meinem Baby nun gut oder nicht?

„So Frau Meyer-Landrut, ich kann Sie beruhigen. Mit ihrem Baby ist alles in Ordnung. Wie Ihr Mann schon vermutete, es ist eine harmlose Zwischenblutung." Da fiel mir erstmal ein großer Stein vom Herzen. Vor Freude fing ich zudem auch an zu weinen. Meinem Baby ging es also gut, ich brauchte mir keine Sorgen machen.

„Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen noch ein Ultraschallbild mitgeben. Sie waren zwar vor ein paar Tagen hier, aber zur Beruhigung gebe ich Ihnen gerne noch eins mit." Noch ein Ultraschallbild? Ich konnte gar nicht genug davon kriegen. „Sehr gerne. Könnte ich vielleicht noch eins bekommen für den Vater meines Kindes? Bitte keine weiteren Fragen," sagte ich lächelnd. Da war zum Glück nochmal alles gut gegangen. Hätte ich es überhaupt verkraftet, wenn meinem Baby irgendwas passiert wäre? Allein schon diese Vorstellung brachte mich wieder zum weinen.

Da bekam ich tatsächlich noch ein Ultraschallbild, welches ich Max geben wollte. Irgendwie musste er eins haben, das sagte mein Bauchgefühl zu mir.

„Alles gut Schatz," sagte Mark und strich mich sanft über meine Hand. „Ich weiß doch Mark, ich bin aber gerade so glücklich." Ich wollte ihn diesmal nicht an meinen Gedanken teilhaben lassen, da wir sonst ewig wieder darüber reden würden. Nun wollte ich einfach wieder nach Hause und mich für den restlichen Tag ausruhen.

Als der Arzt mir das Ultraschallbild gab, waren meine Sorgen wieder vergessen und ich konnte nur noch strahlen.

Draußen wartete meine Mutter schon aufgeregt. Glücklich streckte ich ihr das Ultraschallbild hin und brach erneut in Tränen aus. „Mein Baby lebt," brachte ich nur heraus und fiel ihr sofort in die Arme. „Mama? Du musst nicht mehr wegen mir hier bleiben. Wäre schön, aber wenn dein Freund dich braucht, dann solltest du gehen," flüsterte ich in die Umarmung.

„Danke mein Kind. Wenn etwas sein sollte, dann rufst du mich einfach an und ich komme wieder. Wenn du noch mehr Unterstützung brauchst, dann werde ich auf jeden Fall kommen." Meine Mutter ist einfach die Beste, auf sie kann ich mich immer verlassen. „Ich lass dich erst gehen, wenn du uns nach Hause fährst," lachte ich.

Wieder zuhause bei Mark angekommen, machte meine Mutter sich schon auf den Weg nach Hause. „Spätestens kurz vor der Geburt kommt ihr beide wieder," flüsterte ich ihr ins Ohr, während ich die das letzte mal umarmte. „Aber sicher doch, wenn nicht sogar noch früher," versicherte sie mir. Der Abschied fiel mir gar nicht mal so schwer, wie ich anfangs dachte. Ich war wohl so beruhigt, dass es meinem Baby gut geht, dass mir der Rest nicht so sehr wichtig war.

Auch Mark verabschiedete sich richtig von meiner Mutter, anschließend legte er sich zu mir auf die Couch. „Bin froh, dass alles gut ist," flüsterte ich. „Und ich erst. Ich war vorhin so überfordert, als du auf der Toilette wärst und ich das Blut gesehen hab. Hoffentlich passiert das bei unserem nächsten Kind nicht." Da wurde mir ganz warm ums Herz. ‚Bei unserem nächsten Kind' Diese Worte ließen mich dahinschmelzen. Mark war auf jeden Fall der richtige Mann für mich, das war mir klar, auch wenn wir noch nicht so lange zusammen sind. Allein schon, wie er mich ansieht, von Familie spricht und von unserem Baby, musste er es wirklich ernst mit mir meinen.

„Du Schatz, da wir ja heute doch nicht ins Studio fahren, möchte ich dir das hier zeigen, was ich sonst im Studio gezeigt hätte." Es musste ja sehr wichtig sein. Ich konnte mir gar nicht richtig vorstellen, was genau er mir zeigen wollte. Vermutlich brauchte er meine Hilfe bei einem neuen Song.

Mark hatte in seinem Arbeitszimmer und im Büro ein Klavier stehen. Ich könnte ihm stundenlang zuhören, wenn er singt. „Kannst anfangen," lächelte ich. Bevor er sich an sein Klavier setzte, hauchte er mir einen Kuss auf die Wange.

Gespannt hörte ich den gefühlvollen Tönen des Klaviers zu, bis er anfing zu singen. Schnell wurde mir klar, dass dieser Song für mich geschrieben wurde. Schon nach den ersten Zeilen kamen mir die Tränen. Ich versuchte nicht diese zu unterdrücken. Mark soll sehen, wie sehr es mich berührt. Ich bekam sofort Gänsehaut. Ich muss ihm schon sehr viel bedeuten, wenn er für mich einen Song schreibt.

Doch ganz plötzlich hörte er auf. „Weiter bin ich nicht," sagte er nervös und kratzte sich am Hinterkopf. „Es ist bis jetzt einfach nur perfekt. Der ist für mich?" fragte ich. Mark grinste und nickte. „Es gibt nur eine Frau, die ich so sehr liebe wie dich. Natürlich ist der für dich." Das brachte mich erneut zum weinen. „Eigentlich solltest du den erst hören, wenn er fertig ist, aber da ich ziemlich viel scheiße gebaut hab, dachte ich halt, dass dir so schneller bewusst wird, wie sehr ich dich doch liebe." Auch ihm kamen etwas die Tränen, was mein Herz berührte.

Sofort stand ich auf und nahm ihn fest in den Arm. „Du bist perfekt Marek," flüsterte ich. Ich wollte ihn nie wieder loslassen, ihn einfach für immer bei mir haben und mit ihm ganz alt werden. „Du bist perfekter als perfekt." „Oh Gott, hör auf so süß zu sein," schluchzte ich. „Sonst heule ich ständig," fügte ich hinzu. „Na, wenn du vor Freude heulst, dann ist alles gut." Er ist einfach perfekt für mich, es gibt keinen besseren Freund für mich und keinen besseren Vater für mein Kind, als er.

„Du Mark, ich ähm müsste noch meine restlichen Sachen bei Max holen. Fährst du mich morgen dahin? Ich hab den Schlüssel noch und lasse ihn anschließend bei Max." Langsam löste ich mich von der Umarmung und sah Mark an, der mich angrinste. „Klar doch Lensche. Musst du ihm noch Bescheid geben oder gehst du so?" Da musste ich schlucken, was wäre, wenn er gerade mit jemandem im Bett wäre und ich plötzlich aufkreuzen würde?

„Ich schreibe ihm," sagte ich schnell. „Sonst erwische ich den, wie er grad im Bett, du weißt schon was macht. Glaub mir, das wollen wir beide nicht sehen," lachte ich.

„Max, ich hole morgen meine Sachen ab. Dann lasse ich den Schlüssel bei dir ich habe auch noch etwas für dich."

Komischerweise musste ich nicht lange auf eine Antwort warten. Das ging mir etwas zu schnell, doch ich laß sie mir sofort durch.

„Kein Problem. Können wir morgen nochmal reden? Wegen unserem Baby? Es ist mir wirklich wichtig. Möchte mich dann aber wirklich nochmal bei dir entschuldigen. Meine es ernst."

Trotz dass ich sauer auf ihn war, musste ich etwas Lächeln. Es störte mich nicht, dass Max sich vermutlich doch um unser Baby kümmern möchte. Er hat das Recht dazu, solange das Baby bei mir wohnt. „Was lächelst du so?" frage Mark verwirrt. Leicht konnte ich erkennen, dass er etwa eifersüchtig wurde.

„Du weißt, dass ich dich liebe und ich immer bei dir bleiben werde, egal was kommt. Max möchte sich morgen nochmal bei mir entschuldigen und mit mir über das Baby reden. Es kann also sein, dass er sich auch drum kümmern möchte. Unser Baby wird aber bei uns wohnen." Leicht nervös war ich schon und hoffte auf eine positive Reaktion von Mark. Dieser setzte sich zu mir und nahm mich in den Arm.

„Alles gut. Er hat das Recht dazu und gut ist. Es wird trotzdem mein Baby sein. Dann hat es eben zwei Väter. Und wenn wir, Max und ich, uns um das Baby kümmern ist es doch gut. Besser als wenn du das alleine schaffen würdest." Mark sollte definitiv aufhören so süß zu sein, lange macht mein Herz das bestimmt nicht mehr mit. „Du meinst das ernst?" Ich konnte seinen Worten nicht glauben, die Tage davor wurde er so eifersüchtig und nun? Nun akzeptiert er das mit Max. Hoffentlich tat er dies auch wirklich.

More than friendship? (Lenark)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt