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Mark's POV

Ich war schon viel früher als Lena wach. Da sie beschloss wieder zu ihrer Mutter zu fahren, schlief sie die eine Nacht noch in meinem Bett, während ich im Wohnzimmer auf der Couch schlief. Diese Nacht schliefen wir um einiges besser, zumindest hörte ich Lena nicht weinen.

Doch irgendwie breitete sich in mir ein ungutes Gefühl aus. Ich konnte es kaum beschreiben, doch dieser Tag könnte noch komisch werden. Trotzdem stand ich langsam auf, räumte die Couch auf, legte die Decken, die ich zum schlafen benutzte zusammen und brachte diese leise in mein Schlafzimmer, worin Lena schlief.

Alles dunkel und Lena noch am schlafen. Als ich diese erblickte, musste ich leicht schmunzeln. Sie lag nicht auf einer Seite des Bettes, nein, sie lag mittig im Bett, sodass niemand anders sich dazulegen könnte und halb zugedeckt. So friedlich schlief sie und sah dabei so süß aus, sodass mir ganz warm ums Herz wurde und ich sofort Lächeln musste.

Die Decken, die ich die Nacht benutzt habe, legte ich leise in meinen Kleiderschrank, deckte Lena mit einem Lächeln im Gesicht richtig zu und verließ leise das Zimmer. Da ich uns Frühstück machen wollte und sie nicht mit dem Lärm wecken wollte, schloss ich auch gleich die Tür leise hinter mir zu.

Ich war so froh, dass Lena die Nacht besser schlief als davor, doch Max wollte mir trotzdem nicht aus dem Kopf gehen. Es waren immer die gleichen Gedanken, die mich irgendwie quälten. Warum gibt er Lena nicht die Zeit, die sie braucht? Ich wünschte Lena nur das Beste, doch innerlich freute ich mich, soweit man das so sagen kann, dass es aus war. Da bildete sich wieder ein Lächeln in mein Gesicht, doch wieso? Meine Gedanken machten mich langsam verrückt.

Also beschloss ich nun mit dem Frühstück anzufangen. Da hatte ich mir überlegt ein paar Brötchen aufzubacken und den Tisch liebevoll zu decken. Ich wollte mir besonders viel Mühe für dieses Frühstück geben.

Dieses mulmige Gefühl empfand ich auch noch nachdem der Tisch fertig gedeckt war und ich nur noch auf die Brötchen warten musste. Es war so, als wüsste ich jetzt schon, dass dieser Tag etwas negatives mit sich bringt. Und da tauchte Max schon wieder in meinem Kopf auf. Sicher würde er später wieder auftauchen und nach Lena fragen. Doch für seinen Glauben sollte sie im Urlaub sein.

„Es duftet so gut." Lena's sanfte Stimme riss mich somit aus den Gedanken. „Leckeres Frühstück für mein Leni-Bärchen bevor sie später von ihrer Mutter abgeholt wird." Ich lächelte sie an, versuchte dabei mein ungutes Gefühl zu verstecken um sie nicht zu beunruhigen. Diese lächelte zurück. Da spürte ich eine Wärme in mir, eine angenehme Wärme die ich lange nicht mehr spürte.

„Und wie hast du geschlafen?" fragte ich sie, als sie sich zu Tisch setzte und ungeduldig auf die Brötchen wartete. „Du hast vorhin nach mir geschaut. Die Tür, die die Nacht offen war, war plötzlich zu. Und zu deiner Frage, ich hab echt gut geschlafen. Wahrscheinlich weil ich mich darauf freue für ein paar Tage bei meiner Mutter zu sein. Vielleicht fühle ich mich dort sicherer." Autsch, das tat etwas weh.

„Mhm," murmelte ich leise und drehte mich zum Ofen um nach den Brötchen zu schauen. Ihre Worte taten etwas weh. Fühlte sie sich nicht sicher bei mir? Es kam mir gerade so vor, als würde sie nicht bei mir sein wollen, als würde sie sich hier nicht wohlfühlen. So, als würde sie so schnell wie möglich wegwollen, oder interpretierte ich das falsch?

Ich musste erstmal schlucken. „Mark?" Lena hatte nun etwas unsicheres in ihrer Stimme. „Was denn Leni?" „Hab ich was falsches gesagt?" Sie sagte doch nur die Wahrheit, die ich irgendwie akzeptieren musste. „Ne, alles gut." Mit dem Rücken zu ihr gedreht holte ich die fertigen Brötchen aus dem Ofen. Dabei war ich neben der Spur, mit meinem Kopf nicht ganz bei der Sache, was dazu führte, dass ich mich mit meiner rechten Hand am Gitter, auf dem die Brötchen lagen, verbannte.

Ruckartig stellte ich mich wieder aufrecht hin und lief schnell zur Spüle um kaltes Wasser über meine Hand laufen zu lassen. „Du kannst die Brötchen aus dem Ofen holen," gab ich nicht gerade im ruhigsten Ton von mir. Mein Unterton tat mir kurz darauf leid. Entschuldigend blickte ich zu Lena, die ihren Kopf nun hängen ließ und gerade aufstehen wollte. Um zu gehen oder um die Brötchen aus dem Ofen zu holen?

„Tut mir leid Lena. Das war nicht so gemeint." Ich versuchte die Situation irgendwie zu retten, doch vergebens. Lena fühlte sich sichtlich von mir angegriffen und verletzt. „Schon gut. Du wolltest doch, dass ich die..." „Bleib sitzen, ich mach das schon." War doch so gut wie klar, dass es kein guter Tag wird. Ob ich diese Situation wieder retten kann? Mal hoffen.

Nachdem das kalte Wasser etwas über meine Hand gelaufen ist und der Schmerz nicht mehr so stark war, holte ich die Brötchen aus dem Ofen, stellte diese auf den Tisch und setzte mich zu Lena, die noch immer ihren Kopf hängen ließ und den Tränen sehr nahe war. Nun musste ich sie irgendwie wieder zum Lächeln bringen.

More than friendship? (Lenark)Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt