Lunastern und Lisa__chan gewidmet. Danke für eure votes und eure mentale Unterstützung! ^^
_________________________________
Das gewohnte Geklapper von Geschirr und das beruhigende Zwitschern der Vögel weckte mich aus meinem tiefen Schlaf. Ich wachte auf und sah die Holzdecke über mir. Doch diese sah nicht so aus wie meine in meinem neuen Zimmer. Ich setzte mich auf und blickte mich um: Ein Tisch, eine Kommode, ein Kleiderschrank und das Bett worauf ich saß war das einzige hier. Halt stopp! Auf der Kommode war ein Foto zu sehen. Ich stand auf und schlurfte zu ihm hin. Ich sah Neji, Hinata, Hiashi und seine Frau darauf. Neji hatte einen Arm um Hinata geschlungen, sie lächelte freundlich in die Kamera während Neji ernst schaute. Hiashi hatte Hinatas Mutter auf den Armen und lächelte während sie fröhlich lachte. Ich grinste. Also war Hiashi doch nicht so gefühlskalt wie er immer den Anschein weckte.
Immer noch grinsend drehte ich mich wieder zum Bett und ging darauf zu. Als ich nur noch ein paar Schritte davon entfernt stand, stieß ich mit dem Fuß gegen ein Tablett. Überrascht schaute ich runter und erblickte eine Nudelsuppe und ein Glas Sake. Meister Hiashis Lieblingssake. Hä?! Was...Oh. Ich war in seinem Zimmer. Hups. Wie war ich denn hierher genommen? Ich runzelte verwirrt die Stirn und versuchte mich angestrengt an den vergangenen Tag zu erinnern. Nun ja...besser gesagt: An die vergangenen drei Tage. Am darauffolgenden Tag, an dem ich in den Fluss der heißen Bäder gefallen bin musste ich nochmal dahin. Nach ungefähr vier Stunden ohne Pause konnte ich sogar über Wasser mit Höchstgeschwindigkeit rennen. Danach durfte ich mich zwei Stunden lang aussruhen. Was hieß: Ich hatte irgendwas in mich reingestopft und bin direkt an den heißen Quellen, unter einem Baum eingeschlafen. Danach musste ich bis tief in die Nacht hinein auf Bäume rennen. Als ich es dann schließlich ohne Probleme geschafft hatte, war es früher Morgen. Hiashi hatte mich gestützt, als wir nach Hause gingen und mich in mein Bett gebracht. Am späten Nachmittag wurde ich dann wieder geweckt und musste lernen, wie man Chakra in seinen Händen sammelt und dann rausschickt. Das gelang mir relativ schnell. Wahrscheinlich weil ich Jūken schon konnte. Hiashi hatte mich gelobt...er hatte mich gelobt! Ich lächelte. Ich war so stolz gewesen. Aber diesen schönen Moment hatte er zunichte gemacht indem er gesagt hatte, dass ich noch viel mehr trainieren müsste, wenn ich so gut wie Neji werden wollen würde. Am späten Abend noch, musste ich seinen Angriffen ziemlich schnell ausweichen und zu Gegenangriffen ansetzen. Als es mir dann gelang, ging schon die Sonne auf. Und wieder einmal bin ich erschöpft ins Bett gefallen. Diesmal wurde ich in der Nacht geweckt und lernte bis zum Mittag, wie ich mit meinem Byakugan sehen konnte. Danach aß ich noch Ramen und dann gingen wir in den Garten, wo ich Bücher in die Hand gedrückt bekam, wo alles über das Byakugan drin stand. Und dann...ich wusste nicht mehr was dann passiert war. Oh verdammt!
Ich packte das Tablett mit Essen und stellte es auf meine Oberschenkel. Der Sake war nicht für mich bestimmt aber die Nudelsuppe konnte ich ja essen. Der leckere Geruch ließ meinen Magem knurren und freudig machte ich daran, die Suppe zu verspeisen. Als ich damit fertig war, war mein Haupthunger gestillt doch etwas Hunger hatte ich schon noch. Seufzend betrachtete ich den Sake. Ob ich wohl ein Schluck nehmen dürfte? Vorsichtig blickte ich mich um: Im Zimmer war niemand. Hehe! Ein Fortschritt also. Ich formte das nötige Fingerzeichen, hielt die Hand vor mein Kinn und murmelte: "Byakugan!" Sofort sah ich alles in schwarz-weiß und schaute durch die Wände des Gebäudes. Keiner da. Nicht mal die Diener. Also besser konnte es ja gar nicht sein!
Ich nahm den Sake in meine Hände und beschnupperte ihn eingehend. Ich hatte mal schon früher an diesem alkoholischen Getränk gerochen und wusste deshalb, wie er riechen musste. Doch etwas störte mich an dem Geruch von diesem Sake. Es roch so nach...nach...GIFT?! Ich schnappte erschrocken nach Luft: Wieso nach Gift? Was war hier los?! Vorsichtig stellte ich das Glas hin und rannte aus dem Haus.
Ich rannte panisch durch die Straßen und versucht mit meinem Byakugan Neji, Hinata, Hiashi oder meine Mutter ausfindig zu machen. Zum Glück hatte ich meine Alltagsklamotten an, so fiel ich nicht auf. Je näher ich dem Hokageturm näher kam, umso voller wurde es auf den Straßen.
Ich kämpfte mich durch die Menschenmenge, die sich davor versammelt hatte und blieb schlitternd vor einer kleinen Gruppe Ninjas stehen. Keuchend stützte ich mich auf die Knie und betrachtete die absurde Szene die sich mir bot: Neji hielt einen Anbu mit einem sehr schmerzhaften Griff fest. Hinter ihm standen Hinata, Hiashi, meine Mutter, Ino und Shikamaru. Alle funkelten den Anbu wütend an. "Was wollt ihr den von mir?!" lachte dieser irre: "Es ist zu spät! Sie ist schon tot!". Meine Mutter trat vor ihn und klatschte ihm eine: "Wenn meine Tochter wirklich tot ist, dann nimm dich in acht! Denn ich werde dich langsam und qualvoll töten!" "Hahahahaha...haha...hehehehe... das ist mir so was von egal!" Ok...der Typ hatte eindeutig einige Schrauben locker.
Ich trat hinter meine Mutter, legte ihr beruhigend ein Hand auf den Rücken und grinste den Anbu an: "So. Ich bin also tot, was?!". Dieser schnappte erschrocken nach Luft. "A-A-aber...das G-Gift...es...". Ich warf den Kopf hoch und lachte: "Das Gift im Sake? Erstens ist es mir verboten Sake zu trinken und zweitens war das Gift echt extrem schlecht. Man hat es gerochen." Der Mann vor mir starrte mich ängstlich an. "Kohana!" rief meine Mutter und drückte mich fest an sich. Ich erwiderte ihre Umarmung und küsste sie auf die Wange. Neji und die anderen atmeten erleichtert aus. Hinata lächelte freudig und nickte mir zu. Plötzlich ertönte ein wütender Kampfschrei und ich wurde zur Seite geschleudert.
Als ich aufstand, sah ich wie meine Mutter mit einem zweitem Anbu kämpfte. Es folgten schnelle Schläge und Tritte, bis sich die beiden schließlich gegenüber standen. Der Anbu beugte sich leicht vor und keuchte. Blut floß ihm aus dem Mund und ich wollte schon freudig aufschreien, als er sich plötzlich wieder aufrichtete und meiner Mutter ein Kunai ins Herz rammte. Stumm, mit weit aufgerissenen Augen beobachtete ich, wie sie auf den Boden fiel. Ein verzweifelter Schrei verließ meine Kehle und wütend stürzte ich auf den Mörder Amayas. Ich setzte Byakugan ein und schlug auf seine Chakrapunkte ein, bis auch er schließlich auf den Boden fiel und aufhörte zu atmen. Ich wandte mich meiner Mutter zu und hockte mich neben sie. Als ich sie umdrehte, lächelte sie. Das Blut troff aus ihrem leicht geöffneten Mund und sie reichte mir eine Kette, die ich mir um den Hals legte. Es war ein silbernes Medaillon auf dem eine sich mehrfach umschlingende Schlange abgebildet war. In ihrem Auge war ein Rubin und an ihrer Schwanzspitze, die genau in der Mitte war, war ein Smaragd. "Dies...gehörte dei-...deinem Vater...ver-...ver-...verlier es nicht...ja?...Hab...dich ganz doll lieb kleine Blume..." ihre Hand sank von meiner ab und fiel auf den Boden. "NEIN!!!". Ich schrie mein Leid in die Welt hinaus, dass musste jeder hören! Jeder auf dieser verdammten Welt! Tränen strömten mein Gesicht hinab und ich spürte, wie ich von meiner Mutter weggezogen wurde. Ich schlug verzweifelt um mich...doch nichts half. Ich spürte, wie eine Spritze in meine rechte Armbeuge gestochen wurde und meine Schläge wurden schwächer. Ich sank wütend in die schwarze Dunkelheit, in das Nichts, in das man mich verdammt hatte.
Mutter!

DU LIEST GERADE
The path I've gone (Naruto FF)
FanfictionWas tun, wenn der dir liebste Mensch auf Erden gestorben ist? Was tun, wenn er Geheimnisse hatte, von denen keiner weiß? Was tun, wenn die Freunde dich nicht verstehen? Was tun, was soll man tun? Sich zurückziehen und in Selbstmitleid versinken? Käm...