Nicht dieser Mensch! Bitte nicht! Und auch nicht die anderen in seiner Begleitung! Ich spürte mir die allzu bekannten Chakren und drehte mich langsam um, um in seine Augen zu blicken. Ich hörte wie sie scharf die Lufft einsogen, alls Sasuke und ich die Mäntel fallen ließen. Die Katanas fest in den Händen blickten wir angriffsbereit die Ninjas vor uns an. Zugegeben: Es waren verdammt viele. Die halbe Scheune war mit denen ausgefüllt und mein Gefühl sagte mir, dass draussen noch mehr standen.
Verzweifelt presste ich die Lippen aufeinander und versuchte die Tränen zu stoppen, die ohne Pause aus meinen Augen flossen. Zittenrd schloss ich sie und holte langsam Luft. Sasuke trat neben mich und sah mich scharf an. Dann lächelte er...er lächelte! Ich hörte auf zu weinen und lächelte zaghaft zurück. Sein Blick wurde weich, als er sah, dass ich nicht mehr heulte und gleich darauf wurden seine Augen hart und er schaute wütend auf unsere Gegner: "Ihr habt sie zum weinen gebracht! Es gibt eigentlich nur eine Sache bis jetzt, die ich euch nie verzeihen konnte...und ihr wisst sie auch...aber wer diesem Mädchen etwas zu leide tut oder sie zum weinen bringt, der ist mein Feind! Und das habt ihr gerade!" Vor Zorn schwer atmend wandte er sich zu dem um, der als erster gesprochen hatte. NEIN! Schrie es in mir. Ich konnte dem Jungen nicht in die Augen sehen...DIESEM Jungen. Ich drehte mich zu dem Mann um, den wir töten sollten und stach mein Schwert in sein Herz. Erschrocken keuchte er auf, als das Leben begann, aus ihm herauszufließen. Glücklich sah ich zu, wie er sich vor Schmerzen auf dem Boden wandte. Ich atmete schneller und leckte mir die Lippen...dieser frische Geruch nach Blut...oh, ich liebte ihn!
Ich spürte, wie mein Partner sich hinter mich, mit seinem Rücken an meinen, stellte und sein Katana angriffsbereit vor sich hin hielt. "Geht!" hörte ich seine Stimme wie durch Watte. "Nein! Nicht ohne sie! Du bist mir egal, Sasuke Uchiha, aber nicht das Mädchen hinter dir! Ich habe die Aufgabe, sie nach Hause zu bringen und das werde ich machen!" Schon wieder DIESE Stimme...
Plötzlich brach ich in irres Gelächter aus. Die Augen des Opfers hatten schon längst ihr Funkeln verloren, doch ich drehte mein Schwert in seinem Herzen hin und her, sodass das Blut in Strömen raus kam. Ich weidete mich an diesem Anblick des Leidens, denn ich heraufbeschworen hatte. Er ließ mich an etwas anderes denken, als an die Vergangenheit. Ehrlich gesagt: Sie war schön gewesen...besonders mit...aber ich konnte jetzt nicht...nicht mehr...es ging nicht! Gar nicht! Es ging Nichts mehr! Alles war vergangen und alles war so geschehen wie es hätte geschehen sollen und nicht anders. Wenn ich zurück reisen konnte, in die Vergangenheit, würde ich es noch mal und noch mal machen. Für immer! Es war richtig so. ICH tat das Richtige. Da war ich mir sicher. Auch Sasuke würde es genauso machen, wenn er in die Vergangenheit hätte reisen können. Auch das stand fest.
Sasuke unterbrach meine Gedanken und mein irres Lachen indem er mir beruhigend eine Hand auf meine rechte Schulter legte. Ich riss das Katana aus dem Herzen des toten Mannes und drehte mich mit einem Grinsen zu den Ninjas um, die mich entgeistert annstarrten. Ich hob langsam den Kopf und blickte IHM in die Augen: "Ich will nicht mitkommen! Und ich werde das nie wollen! Ich brauche euch schwache Menschleins nicht!" Ich warf den Kopf in den Nacken und lachte ein kaltes freudloses, drohendes Lachen. Ich schaute zu Sasuke: Er nickte. Wir schnallten unsere Schwerter an den Rücken und begannen uns in Flammen aufzulösen. Immer noch grinsend leckte ich das Blut des Opfers von meinen Lippen, dass in dem Moment rausgespritzt war, als ich mein Schwer in sein Herz stieß. Kurz bevor sich auch mein Gesicht in den Flammen verschwand rollte mir noch eine einsame Träne aus meinem linken Auge.
Als wir vor Orochimaru im Büro auftauchten und Sasuke trocken Bericht erstattete hielt ich meinen Mund, bis Orochimaru mich ansprach: "Willst du nicht vielleicht auch was sagen, Kohana?" Ich nickte und bat ihn darum, dass ich auch bei seinen Experimenten mitmachen dürfte. Erstaunt blickte er mich an, willigte aber ein und schickte uns zum ausruhen auf die Zimmer. Kurz bevor ich in meines kam, packte Sasuke mein Handgelenk und drehte mich zu sich um. "Willst du, dass ich ihn töte?" Ich schüttelte nur stumm den Kopf und schaute tief in diese Onyxblaue Augen, die mich verzauberten und in mir irgendetwas bewegten... aber was? Sasuke kam mir immer näher und seine Hände taten mir sehr weh. Sie zerquetschten mir wortwörtlich meine Handgelenke. "Sasuke!" keuchte ich "Du tust mir weh!" Er zuckte zurück und lächelte entschuldigend: "Entschuldige...das wollte ich nicht." Ich nickte nur und umarmte ihn. Alle meine Tränen flossen aus mir heraus, mit all dem Leid und den Erinnerungen, die mich einholten, weil ich IHN gesehen hatte. Plötzlich drückte Sasuke mich an die Wand und schaute mir tief in die Augen. Ich blickte zurück und versank in diesem dunklen, wunderschönem Blau. "Soll ich ihn töten?" fragte er mich nochmal. Unschlüssig blickte ich den Jungen vor mir an.
Sollte er ihn töten? Ich wusste es nicht..."Überleg doch!" herrschte Sasuke mich an "Wegen ihm hast du leiden müssen! Er hat dich nicht verstanden und ist dich auch nicht suchen gegangen...er hat es verdient, zu leiden!" Ich fing wieder an zu heulen und senkte meinen Blick. Sanft hob Sasuke mein Kopf an und schaute mich mit Wärme an: "Er hat dich schon wieder zum weinen gebracht. Glaube mir: Es wäre mir eine Freude ihn umzubringen zu können. Dadurch würde ich das Mangekoyu Sharingan erlangen...und du würdest nicht mehr leiden müssen." Ich musste grinsen. Er tat auch wirklich nichts, was ihm nicht wenigstens etwas vom Nutzen war. Er zuckte mit den Schultern und stemmte seinen rechten Arm an seine Hüfte. Offenbar wusste er, was ich gerade gedacht hatte. "Und?" drängte er mich. Entschlossen sah ich ihn an und nickte. Er warf denn Kopf zurück und lachte: "Du schaffst es immer wieder aufs Neue mich zu überraschen, Kohana Hyuga." Das 'Hyuga' betonte er sehr stark. "Es würde mir eine große Freude bereiten, ihn zu töten. Aber dafür bin ich noch zu schwach. Ich werde die nächsten Jahre noch viel trainieren müssen, damit ich es schaffe ihn umzubringen." "Ich kann warten." antwortete ich entschlossen. Dann befreite ich mich aus seinem Griff und ging in mein Zimmer. Leise schloss ich die Tür hinter mir und setzte mich noch ganz angezogen aufs Bett. Das Katana legte ich neben mich hin und nahm das Foto, dass auf meinem Nachtkästchen stand und meine salzigen Tränen fielen auf das Bild von mir und IHM, wo wir beide dastehen und lachen. Und gerade eben hatte ich die Erlaubnis erteilt ihn zu töten.
Hoffentlich wirst du es mir verzeihen können, ...
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Neji!_________________________________
BAAAAMM! Wen habe ich überrascht, hm? ;) Jap es ist Neji.
Und wer dachte kurz, dass Sasuke Kohana küssen wollte oder dass sie ihn küssen wollte? ^^
Schreibt mir alles in die Kommis ;)
Vielen Dank an alle Leser!
Eure losgirl :)
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The path I've gone (Naruto FF)
FanfictionWas tun, wenn der dir liebste Mensch auf Erden gestorben ist? Was tun, wenn er Geheimnisse hatte, von denen keiner weiß? Was tun, wenn die Freunde dich nicht verstehen? Was tun, was soll man tun? Sich zurückziehen und in Selbstmitleid versinken? Käm...