Kapitel 19: vertrauter Geist

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Ich erhöhte meine Geschwindigkeit. Seit ich zugestimmt hatte, konnte ich spüren in was für einer Stimmung sich Orochimaru und Sasuke gerade befanden. Manchmal hatte es seine Vorteile und manchmal nicht... aber mir blieb ja schlecht eine Wahl: Hätte ich sie nicht als meine 'Schützlinge' gewählt währe ich 'verpufft' oder besser gesagt ins Nichts aufgelöst.
Verdammt! Jemand hat Sasuke aufgeweckt...oh oh...er hat da nicht so gute Laune... Ein lauter Knall ertönte und die Erde zitterte. Inzwischen lief ich so schnell, dass ich die karge Landschaft um mich herum nur noch sehr verschwommen wahrnahm. Ich spürte, dass auch mein Vater auf dem Weg zu Sasuke war und diese Tatsache entlockte mir einen erleichterten Seufzer. Achtlos sprang ich über Steine und Gebüsche hinweg. In der Ferne konnte ich Sasuke stehen sehen: Er stand am Rande eines, meines Wissens, tiefen Kraters und schaute auf dessen Grund. Er schien sich mit jemandem zu unterhalten, aber mit wem, konnte ich nicht rausfiltern. Ja genau: Filtern. Ich konnte jetzt auch noch durch die Augen von Sasuke und Orochimaru sehen, aber nur wenn sie es wollten. Und mein ach so toller und nicht arroganter Kamerad, hatte es ja nicht für nötig gehalten mir zu zeigen, wer da unten stand. Als ich ein paar Meter vor ihm schließlich stehen blieb, hinter einem großen Trümmerhaufen versteckt, hörte ich Sasuke noch etwas sagen und zu...NARUTO?!...Ok...zu Naruto runterspringen. Ich lugte vorsichtig hinter den Felsen hervor und sah, wie er Naruto sein Katana an den Hals hielt und irgendetwas mit ihm besprach. Dann wollte er Naruto damit angreifen, da kam aber dann Sai dazwischen. Ich drehte mich wieder weg und holte tief Luft: Es war nicht nur Team 7 da, mit komischerweise Yamato als Teamführer, nein es war auch noch Neji da. Mit seinem Team. Ich kniff die Augen zusammen und blieb noch einige Minuten versteckt hinter den Trümmern stehen, dann wandte ich mich wieder Sasuke zu, der gerade Zeichen für Kirin formte. Oh nein, mein Lieber, das wirst du jetzt sicher nicht tun! Mit einem leisen Puffen erschien ich neben ihm, mein Gesicht seinem zugewand und legte meine linke Hand auf seine rechte Schulter. Auf der anderen Seite hielt Orochimaru seinen nach oben ausgestreckten Arm fest. Die feinen Blitze um Sasukes Arm wurden weniger und verblassten schließlich ganz.

Ich lächelte leicht, als Sasuke leicht wütend den Arm sinken ließ und mit der linken Hand meine von seiner Schulter wischte. Hämisch schaute ich ihn durch meine Sonnenbrille hindurch an, die meine mit blauen Schatten umringten Augen vor neugierigen Blicken verbarg. "Kohana!" erklang Nejis Stimme und ich zuckte bei seinem Ruf leicht zusammen, zwang mich jedoch nach unten zu schauen. Da standen sie: Neji, Ten Ten, Lee, Sensei Guy, Naruto, Sakura, Sai und ein von Sasukes Chidori-Schwert durchbohrter, an einem Felsen angelehnt hockender Yamato.

Ich legte den Kopf schief und rief zu meinem 'Bruder' runter: "Ich heiße nicht Kohana. Mein Name ist Kureiko Kohana Hyūga und ich will Kureiko genannt werden, verstanden?!" Daraufhin schoss Neji vor und wollte Orochimaru gerade angreifen als Sasuke, wie vorhin bei Naruto, seine Klinge an Nejis Kehle legte und sein Sharingan aktivierte. "Du bist tot, Neji Hyūga!" knurrte der Uchiha und holte gerade zum Todesschlag aus, als ich mich dazwischen stellte, meine Arme schützend vor dem Konoha-Ninja ausgebreitet. Sasuke starrte mich ungläubig aus seinen roten Augen an: "Geh da weg, Kureiko! Weißt du nicht mehr, dass du mir den Befehl gegeben hast, ihn zu töten, weil er dir so viel Leid zugetan hat?" Ich schluckte und nickte: "Doch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür, Nii-San." Absichtlich sprach ich ihn mit 'Bruder' an, um meine Gefühlsverwirrung in meinem Inneren zu überspielen.

The path I've gone (Naruto FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt