„Bist du sicher, dass niemand da ist, der uns kennt?", fragte Harry unsicher, während er sich die Kapuze seiner Jacke tiefer ins Gesicht zog und seine Hände dann wieder in seine Jackentaschen versteckte um sie vor der Kälte zu schützen. Hermine verdrehte die Augen und harkte sich lächelnd bei Harry unter.
,,Harry, sei nicht so paranoid und genieße einfach den Moment. Ist es nicht wunderschön hier?", entgegnete Hermine mit einem verträumten Blick in den Augen und sah sich mit weichen Gesichtszügen im Park um. Harry konnte seine Augen jedoch nicht von Hermine nehmen. Sie trug eine dunkle Jeans, einen dicken Hoodie und eine Winterjacke, die sie doppelt so breit aussehen ließ als sie es eigentlich war. Ihre Kapuze hatte sie ebenfalls tief ins Gesicht gezogen um sich vor der eisigen Kälte zu schützen. Als Hermine bemerkte, dass Harry sie ansah, zog sie ihn sanft an seinem Arm neben sich her.
,,Harry, du sollst dir den Park anschauen, nicht mich!", meinte sie mit roten Wangen und deutete mit ihrer Hand auf ihre Umgebung. Mit einer roten Nase verließ Harrys Blick Hermine langsam und er betrachtete seine Umgebung nun genauer.
Obwohl es Winter war, war es ein wunderschöner Tag. Die Sonne strahlte auf den zugeschneiten Gehweg, welcher bei jedem Schritt den die beiden Teenager taten, knatschte. Im Park war, trotz des Wetters, nicht besonders viel los. Ab und zu sahen Harry und Hermine ein Pärchen auf der Bank sitzen, oder eine Familie mit Kindern, die am Teichufer fangen spielten. Entfernt konnte man Kinderlachen wahrnehmen. Der Winter hatte seine Spuren hinterlassen. An den Bäumen hingen keine Blätter mehr, der Schneesturm, der vor einigen Tagen gewütet hatte, hatte alles zugeschneit. Auch der Teich, den sie umrundeten, war völlig vereist.
,,Wenn das jetzt ständig so ablaufen sollte, dass wir uns fünfmal umsehen müssen, bevor wir im Park spazieren gehen wollen, sollten wir uns dich lieber bei mir zuhause treffen", schmunzelte Hermine und drückte Harrys Arm leicht mit ihrer Hand. Harry brachte ein kleines Lächeln zustande und richtete seinen Blick wieder auf sie.
,,Aber das haben wir die letzten beiden Tage schon gemacht. Wo bleibt denn da der Nervenkitzel?", fragte Harry mit einem neckenden Grinsen. Hermine lachte laut auf und schaute ihn mit funkelnden Augen aufziehend an.
,,Wir treffen uns heimlich, du steigst durch mein Zimmerfenster im ersten Stock, damit meine Eltern dich nicht bemerken und ich schließe meine Zimmertür ab, um meine Eltern davon abzuhalten, unangekündigt in meinem Zimmer zu erscheinen. Und du hast immer noch nicht genug Nervenkitzel?", zählte Hermine belustigt auf und versuchte ihr Lachen zu unterdrücken. Harry lächelte verlegen und zuckte mit den Schultern.
,,Okay, du hast recht. Wir haben schon genug Nervenkitzel. Ein ruhiger Moment hat noch niemandem geschadet", gab er mit roten Wangen zu. Schnaubend blieb Hermine stehen und legte langsam ihren Kopf auf Harrys Schulter. Harry lehnte seinen Kopf gegen ihren und gemeinsam schauten sie auf den vereisten Teich, auf dem die ersten Leute schon Schlittschuh fuhren.
„Es ist so friedlich Harry", bemerkte Hermine lächelnd.
„Fast so, als gäbe es keine Sorgen auf der Welt", ergänzte Harry mit leiser Stimme.
„Weißt du, ich finde, wir sollten uns in den nächsten Tagen wieder im Park treffen. Ich mag es hier in dieser Jahreszeit am liebsten. Es kommt einem so vor, als wäre es wie in einem Märchen", meinte Hermine verträumt. Dann drehte sie sich grinsend zu Harry.
„Nächstes Jahr bringe ich dir dann das Schlittschuhlaufen bei", informierte sie ihn. Harrys Lippen zogen sich amüsiert zusammen.
„Ich habe nichts anderes von dir erwartet", entgegnete er während er seinen Blick auf den Teich gerichtet ließ. Er legte vorsichtig seinen Arm um Hermines Schultern, und als er ihr Lächeln sah, wurde er mutiger und zog sie näher zu sich.
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Das Leben von Harry Potter (wird derzeit überarbeitet)
Fanfiction„Du fängst damit an, uns an dich heran zu lassen. Du lässt Berührungen zu", meinte Hermine und ließ Harrys Hand los, um ihn mit ihr über den Rücken zu streichen. Harry atmete rasselnd aus. ,,Warum fühlt es sich dann so an, als hätte ich das nicht ve...
