26 • butterflies

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„A-Aber- Bist du sicher? Y-Yah, warte! Ich mein', dann verpassen wir.. doch die Kurse!"

„Ja~?"

Jaehyun drehte sich leicht lachend zu mir um, als ich ihm mit großen Augen durch den leeren Gang folgte, und blieb stehen: „Das ist der Sinn hinterm Schwänzen, Taeyongie. Und jetzt tu' nicht so, als wärst du der Musterschüler unter uns beiden"

Für einen kurzen Moment wuschelte er mir durch mein Haar, während ich mich ein erneutes Mal in seinem Blick verlieren und ihn nur verträumt anstarren konnte.

Jede Sekunde, die ich dem Braunhaarigen nach dem eben Geschehenen widmete, war immer wieder gefolgt von diesem angenehmen Bauchkribbeln. Ich war so aufgeregt. Was stellte er bloß mit mir an?

Vor ein paar Sekunden noch waren wir uns so nah gekommen wie nie zuvor und ich fühlte mich inzwischen, als wollte ich nie wieder etwas anderes spüren als die Wärme, die von seinen Berührungen auf mir ausgegangen waren.

Jaehyuns Anziehungskraft auf mich war vermutlich nie so stark gewesen wie jetzt, von der Sekunde an begonnen, in der er mich an die Wand gepresst und sich an meinem Hals zu schaffen gemacht hatte.

„Sieh' mich nicht so an, sonst komme ich noch auf dumme Gedanken." grinste Jaehyun verschmitzt und ein leichtes Lächeln schlich sich auf meine Lippen.

„Also dann, komm!" forderte er mich dann doch auf, schnappte sich erneut meine Hand und zog mich mit sich, als ich ein überrumpeltes Kichern von mir gab: „Wo willst du denn überhaupt hin?"

„Keine Ahnung, Hauptsache du begleitest mich!"

Als wir schließlich das Schulgebäude verließen und mit dem Ziel, einfach in die Stadt zu fahren, zum nächsten Gleis losliefen, wurde mein Lächeln unbewusst immer breiter.

Jaehyun wollte, dass ich bei ihm war.

Und wenn ich ihn gerade so betrachtete, wie er die Straße entlang lief und sich immer wieder im Rennen kurz zu mir umdrehte, sah ich es ihm wirklich an, als er meinen Blick lachend erwiderte.

„Taeyong-ah, ich hab' dir doch gesagt wir schaffen die nächste Bahn noch!" rief Jaehyun irgendwann aufgeregt als wir Hand in Hand in die Hauptstraße einbogen und den Gleis ansteuerten, an dem die Straßenbahn bereits hielt.

„Yah, die fährt jeden Moment ab und wir sind noch so weit weg, das schaffen wir ni.." - „Dann müssen wir nur ein bisschen schneller sein!"

Mit diesen Worten beschleunigte Jaehyun sein Lauftempo noch mehr und riss mich mit einem Mal mit sich, während ich nur ein überraschtes Quieken von mir geben konnte und wir gemeinsam in Richtung der Bahn sprinteten.

Tatsächlich erreichten wir kurze Zeit später doch noch den Gleis und stolperten wortwörtlich in letzter Sekunde lachend in die Straßenbahn, welche uns in Richtung Innenstadt bringen sollte.

Jaehyun hatte meine Hand noch immer nicht losgelassen, obwohl wir bereits im überfüllten Wagon standen und ich scannte die Bahn vergebens nach freien Sitzplätzen ab, da wir bereits nach kurzer Zeit von Menschen umzingelt waren, die ebenfalls stehen mussten. Ich fand mich somit bereits relativ nah vor Jaehyun wieder, welcher sich mit einem Arm locker an einer der oberen Stangen festhielt.

Die Bahn setzte sich in Bewegung und kurz stolperte ich leicht zur Seite, fand kurzfristig nichts zum festhalten, da alles ringsherum besetzt war und Jaehyun beugte sich zu meinem Ohr hervor, als er die Situation verstand.

„Du kannst dich auch einfach an mir festhalten."

Ich schluckte und zögerte vermutlich wieder etwas zu lange, sodass Jaehyun einfach selbst die Initiative ergriff, bevor ich erneut stolpern konnte. Wortlos hielt er unseren Augenkontakt, während er meine beiden Arme ergriff, um sie mitten in der vollen Bahn einfach um seinen Oberkörper zu legen.

trust issues - jaeyongWo Geschichten leben. Entdecke jetzt