39. Kapitel '4 months later'

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4 Monate später...

Ich betrachtete mich skeptisch im Fahrstuhlspiegel. "Ich sehe fett aus, oder? Wie konnte ich nur so schnell, so viel zunehmen? Wenn ich wieder Schokolade will, bitte hindere mich daran, Hek!"

"Cat, du bist Wunderschön und hast keinen Kilo zugenommen. Im Gegensatz zu mir...", sagte Hektor und betrachtete sich jetzt ebenfalls im Spiegel. „Wenn du mich mit Schokolade in der Hand siehst, bitte schlag es mir weg!"

Ich lachte. "Was? Wo hast du denn zugenommen?" Der Aufzug blieb im dritten Stock stehen und endlich waren wir bei meiner neuen Wohnung.

„Hier süße!", sagte er und griff an seinen Bauch. „Na los, lass uns endlich reingehen. Ich will nicht das mich deine neuen Nachbarn so sehen!"

Ich nahm meinen Schlüssel aus meiner Tasche und öffnete die Tür. Der erste Raum war Flur, Wohnzimmer, Küche und Esszimmer. Alles in einem. Es war nicht sonderlich groß, dafür aber sehr offen und für mich erstmal vollkommen ausreichend. Und natürlich war die Miete super niedrig. Ich hatte alles schon eingerichtet, nur noch mein Schlafzimmer war nicht fertig. „Und? Wie findest du es hier?", fragte ich grinsend.

Hektor schaute sich staunend um. "Wow... Es  sieht hier richtig gemütlich aus! Wieso bist du nie in die Innenarchitektur gegangen Schätzchen?"

„Ich bin eher die Büro Dame", sagte ich lachend.

„Apropos Büro, wir gefällt dir dein neuer Job?" „Sehr gut! Ich bin glücklich das ich von diesem dreckskerl weg bin!", sagte ich und setzte mich. Nach meiner Trennung von Sam, hatte ich komplett von neu angefangen und mir einen super Job bei einer großen Firma geangelt. Ich hatte mich die letzten Monate sofort in die Arbeit gestürzt und mein Chef war wirklich vollsten zufrieden mit mir. Das war das erste mal das ich Glück gehabt hatte.

„Ja, der hat schon wieder seine Periode", sagte Hektor seufzend. „Kannst du mir meine Sachen bringen? Ich muss gleich los".

„Jetzt schon?" „Ja, oder willst du morgen meine Leiche vor deiner Haustüre finden?"

Ich stand auf. „Ach komm, so schlimm ist es nun auch nicht".

Er hob eine Augenbraue. „Süße, wir wurden innerhalb von fünf Minuten, drei mal gefragt ob wir Heroin kaufen wollen".

„Aber sie waren alle drei Nett", sagte ich zu deren Verteidigung und reichte ihm seine Sachen.

Er zuckte mit den Schultern. „Stimmt, aber trotzdem. Pass auf dich auf süße und wenn was ist, ruf mich sofort an. Ich kratze jedem die Augen aus!"

Ich lachte leicht und begleitete ihn zur Tür. „Okay, aber du weißt das wir einen bewaffneten Security Kerl da unten sitzen haben? Ich mache mir da nicht so viel sorgen".

„Der Kerl geht ziemlich oft auf Toilette! Glaub mir", sagte er und drückte mich kurz. „Bis nächste Woche, süße".

„Bis dann", sagte ich und schloss die Tür. Hektor flog für eine Woche nach Ohio, zu seiner Familie, da es seine Oma nicht so gut ging. Ich hatte ein leicht mulmiges Gefühl, da ich zum ersten Mal wieder komplett alleine war, aber er würde ja schon in einer Woche zurück sein. Ich nahm das Bild aus meiner Jackentasche und betrachtete es kurz. Ja, so schnell konnte es gehen. Schnell steckte ich es wieder ein und setzte mich erschöpft auf die Couch. Ich schloss meine Augen und lehnte mich zurück. Für heute war ich echt fertig. Ich wollte einfach nur noch warm duschen und ins Bett! Im nächsten Moment klingelte es an der Tür. „Was hast du schon wieder vergessen Hek", sagte ich seufzend und schlenderte zur Tür. Ich öffnete sie, doch als ich Sams grinsen vor mir sah, verdüsterte sich meine Miene. "Hallo Kätz...", fing er an, doch ich schlug die Tür zu. Vergeblich. Verdammt der Wachmann taugte doch nichts! Hektor hatte recht gehabt!

Sams blöder Fuß hielt die Tür weiterhin auf. Ich lehnte mich dagegen und seufzte laut. „Verschwinde! Oder ich hole den Wachmann!"

„Der ist schon seit einer Stunde auf Toilette", sagte Sam. „Und jetzt lass uns reden süße. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen!"

Ich hielt weiter gegen die Tür. „Jetzt verschwinde doch einfach! Was willst du von mir? Hast du wieder Langeweile?!"

„Nein, aber ich muss mit dir reden, Catherine. Jetzt mach endlich auf, ansonsten wecke ich alle in diesem Haus auf".

Genervt ging ich einen Schritt zurück und schaute ihn böse an. Breit grinsend kam er rein und schloss die Tür. „Braves Kätzchen! Na los! Lass uns reden!"...

You can never escape from me (In Bearbeitung!)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt