Ich hatte mich ins Esszimmer begeben, mich dort auf einem der beiden Plätze niedergelassen und saß jetzt unmittelbar neben Nat. Ich fragte mich wer diese unterdrückte Nummer wohl war, jedoch blieb mir nicht viel Zeit darüber nachzudenken denn Nat richtete sogleich das Wort an mich.
>>Na, wie gefällt dir die Bibliothek?<< schmunzelte er.
>>Bibliothek?<< fragte ich verwundert und legte den Kopf etwas schräg.
>>Naja, Jennys Zimmer. Ich finde da sieht manch eine Bücherei alt gegen aus. Aber hatte ja ganz vergessen, dass du das gewohnt bist, dein Zimmer sieht schließlich fast genauso aus.<< er lachte und auch ich musste grinsen. >>Oh ganz vergessen zu fragen: Magst du was trinken? Wir haben Wasser, Tee, Kaffee, Orangensaft, diversen Alkohol. Oder alles gemischt?<<
>>Danke nein, lieber nicht, alleine bei der Vorstellung wird mir schon ganz anders. Aber ein Wasser nehme ich gerne!<< nahm ich sein Angebot an.
Er stand auf, griff nach einem Glas und der gläsernen Karaffe, die in der Tischmitte stand und schenkte mir ein. Ich bedankte mich bei ihm und ließ meinen Blick ungeduldig zur Türe wandern zu der jeden Moment Jenny hinein kommen sollte.
>>Du Zoe, was ich dich noch fragen wollte...-<< setzte Nat an, doch obwohl es mir Leid tat hörte ich ihm nicht weiter zu, denn genau in diesem Augenblick kam wie prophezeit Jenny ins Zimmer.
Sie lächelte, aber es schien zu Teilen kein ehrliches Lächeln zu sein. Sie benahm sich merkwürdig und ich wusste nicht welchen Plan ich verfolgen sollte, um die Gründe für dieses Verhalten zu erfahren. Zudem wusste ich auch gar nicht, ob sie überhaupt wollte, dass ich so viel über ihr Leben wusste.
>>Jenny Schatz, gut, dass du auch da bist, dann können wir ja jetzt mir der Vorspeise beginnen!<< bemerkte Heather und stand sogleich auf, um besagte Vorspeisen aus der Küche zu holen.
Nat, zuvorkommend wie er war, eilte seiner Mutter hinterher und half ihr. Ich nahm Blickkontakt zu Jenny auf, die sich dem Tisch näherte, nach kurzer Überlegung neben mir Platz nahm und damit Nat seinen Platz klaute. Diebisch lächelte sie und das war kein Stück gespielt, das sah ich ihr an. Sie tauschte sein Glas mit dem, was an dem eigentlich für sie bestimmten Platz stand und schenkte sich eigentständig Wasser ein. Sie nahm ihr Glas in die Hand und leerte es bis zur Hälfte. Nachdenklich sah ich sie an und lehnte mich unauffällig ein Stück zu ihr.
>>Ist alles in Ordnung? Beziehungsweise ich sehe dir ja an, dass dich etwas beschäftigt. Magst du mir sagen was?<< fragte ich vorsichtig nach.
Jenny blickte in ihre Wasserglas, was sie mit beiden Händen fest umschlossen hielt. Auch das diebische Lächeln von eben verschwand aus ihrem Gesicht, es musst einer nachdenklichen Miene weichen. Sie schwenkte das Wasserglas leicht und drehte es langsam. Ich konnte schlecht ihr Kinn heben oder sie gar anderweitig berühren also blieb mir nichts anderes übrig als auf eine Antwort zu warten.
>>Es... ich... Zoe, am besten ist es wir reden darüber, wenn wir wirklich alleine sind und Zeit haben in Ordnung? Mach dir jetzt bitte keine Gedanken mehr. Genieß den Abend es ist alles gut.<< vertröstete sie mich auf einen späteren Zeitpunkt.
Ich spürte ein beklemmendes Gefühl in mir aufkommen. Hatte ich etwas falsches gemacht oder gesagt? Wo war das Problem? Ich wusste ich könnte ab jetzt an nichts anderes mehr denken als an das, was ich noch gar nicht wusste. Es war leichter gesagt als getan den Abend noch zu genießen.
>>Habe ich etwas falsch gemacht?<< fragte ich flüsternd.
Wenigstens wollte ich einen kleinen Hinweis auf das, was mich erwarten würde. Überrascht weiteten sich Jennys Augen.
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Thoughts - Wenn die Liebe anders denkt (gxt) (GirlxTeacher)
RomanceEine Liebesgeschichte zwischen einer Schülerin und ihrer neuen Lehrerin. Doch kann das überhaupt funktionieren? Jenny Blake ist die neue Klassenlehrerin von Zoe und ihren Mitschülern, die gemeinsam ein Internat am südlichsten Zipfel Englands besuche...
